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 Zwischenspeicher

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Endstation Sehnsucht
An der Endstation Angekommene
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BeitragThema: Re: Zwischenspeicher   Di Feb 09, 2016 3:03 am

Sie tauchte auf; schäumend, spritzend, keuchend, hustend. Ihr Haar, eben noch wie eine unheilvolle Wolke roten Blutes um ihren Kopf herum wabernd, klebte fest an ihrem Hinterkopf; glatt und matt glänzend wie Fischschuppen. Sie riss die Augen auf, schnaubte, würgte etwas von dem grünen Wasser hervor und tat den ersten, richtigen Atemzug. Verzweifelt sah sie aus, geradezu panisch; der Blick ohne Anhaltspunkt durch das Labor wandernd. Der des hageren Professors glitt über die flackernden Bildschirme, seine Augenbrauen zusammen gezogen. Er räusperte sich, dann forderte er mit dünner Stimme einen Statusbericht. “Alle Vitalwerte normal, Sir“, erwiderte die kleine Asiatin, die ihm am nächsten saß. Sie deutete flüchtig auf einige der Anzeigen, doch der Professor hatte offensichtlich schon das Interesse verloren, nachdem sie Entwarnung gegeben hatte. Er wandte sich wieder der rothaarigen Frau zu, welche mittlerweile aufgerichtet in dem Becken saß und hektisch durch Mund und Nase zu atmen versuchte. Das hellgrüne Wasser um sie herum war beinahe vollständig abgelassen worden; splitterfasernackt hockte sie in der letzten Pfütze, nach wie vor kaum fähig sich zu bewegen. Gespannt wartete der Professor darauf, dass sie auf die Idee kam, ihre Finger oder Beine zu rühren, doch... zunächst einmal geschah gar nichts.
“Was sagt ihr Bild?“, wollte er barsch wissen, ohne den Blick von ihr abzuwenden. “Sie bewegt sich fast nicht, stimmt etwas nicht mit ihrem Hirn?“ Er hoffte, er flehte darum, dass es nicht so war. Dies hier war bereits die achtundsiebzigste Arielle, die er aus der Geschichte um die Kleine Meerjungfrau extrahiert hatte, und so langsam war er die Fehlschläge Leid. Diese hier wirkte vollständig intakt, nur ihr... ah. “Jetzt bewegt sie sich“, murmelte der Professor mehr für sich selbst, als für die um ihn herum sitzenden Mitarbeiter. Einige Lautsprecher pfiffen leise, als das Forschungsobjekt langsam eine Hand hob und mit leicht verengten Augen zu erkennen schien, dass zwischen ihren Fingern keine Schwimmhäute mehr waren. Jetzt würde es nicht mehr lange dauern, bis sie...
“Oh nein, entfuhr es der Rothaarigen in dem leeren Becken. Sie war bleich geworden, noch blasser als zuvor, wenn das überhaupt möglich war. Ihr Blick war starr auf ihre Füße gerichtet; zwei lange nackte Beine mit zwei gesunden, vollständig ausgebildeten Füßen und jeweils fünf Zehen. Der Professor verkniff sich ein grimmiges Grinsen – sie waren jetzt schon weiter mit dieser Arielle, als mit den beiden davor. Seine Anspannung wuchs von Sekunde zu Sekunde, während er zusah, wie sie sich kennenlernte – erst ihre Beine entlang strich, sie dann bewegte; jeden Zehn einzeln, die Knöchel, die Knie.
“Der zweite Schub wäre bereit“, verkündete die kleine Asiatin laut, “soll ich absenden, Sir?“
“Nein, warten Sie noch“, raunte der Professor. Er machte einen Schritt auf das Becken zu, mittlerweile völlig fasziniert von der Arielle; die gerade versuchte, aufzustehen. “Mal sehen, ob sie sich von selber erinnert.“
Er hatte so etwas noch nie gesehen. Seit Jahren, achwas, Jahrzehnten probierte er es – so weit wie heute war er noch nie gekommen. Sie stand nicht nur, sie hatte auch bereits etwas gesagt. Konnte er dieses Mal Erfolg haben – hatte er aus einem Hirngespinst mit Fischschwanz eine echte, menschliche Frau aus Fleisch und Blut erschaffen? Der Professor räusperte sich, dann griff er nach dem Mikrofon, dessen Übertragung bis zum Becken reichen würde.
“Arielle. Kannst du mich verstehen?“, sagte er, bemüht darum, gefasst und seriös zu klingen. Ihre Reaktion war einmalig – weit aufgerissene Augen, heftiges Atmen. “Alle Frequenzen leicht erhöht. Steigend.“ Der Professor kniff die Lippen zusammen; bitte, bitte...
“Daddy?“, formten ihre vollen Lippen; ein heiseres Flüstern nur. “...Fabius? Se-sebastian? ...irgendwer?“ Hilflos glitten ihre Finger an der Betonwand des Beckens entlang, den Blick noch immer suchend durch den Raum gleitend – doch es war der Professor, dessen Augen nun weniger aufgeregt funkelten. Sekunde. Sie klingt nicht, wie.... Er stockte, ballte die Hände zu Fäusten, und wandte sich dann leicht zitternd zu seinen Mitarbeitern um. “Vergleichen Sie ihre Stimme mit dem O-Ton“, wies er schroff an. Hinter allen Monitoren senkten sich die Köpfe. Der Professor schloss die Augen, schickte ein Stoßgebet gen Himmel, doch... “Dreizehn Prozent Übereinstimmung, Sir“, flüsterte die Asiatin.
Dreizehn Prozent. Er hatte die perfekte Arielle – doch ohne ihre Singstimme. Die Enttäuschung, die den Professor ergriff, war mitreißender als eine Flutwelle. Was zum Teufel nützte ihm eine menschliche Sirene, wenn sie nicht singen konnte? Er schüttelte den Kopf. Zwecklos.
“Projektabbruch wird eingeleitet. Flutung des Beckens in drei, zwei, ...“
Der Professor wandte sich ab. Er sah nicht hin, als seine achtundsiebzigste Arielle ertrank.
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Endstation Sehnsucht
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BeitragThema: Re: Zwischenspeicher   Di Feb 16, 2016 2:20 am

Sixsmith wusste gar nicht, wann genau er das letzte Mal etwas essen gewesen war. Möglicherweise mit seiner Mutter, im... in... nein, keine Ahnung. Er bemerkte, dass darüber nachzudenken es nicht gerade besser machte, weil er schon wieder anfing nicht nur die Kapazität seines Hirns, sondern auch die Vergangenheit selber in Frage zu stellen. Etwas angestrengt blinzelte er auf die III und hoffte, dass sich nicht ausgerechnet das exotischste Gericht von allen ausgesucht hatte – das wäre kein guter Start für seinen Wieder-Einstieg in seinen Versuch, sich ein wenig mehr in die soziale Welt außerhalb seiner Wohnung einzugliedern... obwohl Phase eins (Kneipengang mit seinem Bruder) ja schon gründlich fehlgeschlagen war.
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Endstation Sehnsucht
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BeitragThema: Re: Zwischenspeicher   Di Feb 16, 2016 2:49 am

Na, immer noch nicht durchgesetzt? Immer wieder versetzt? Immer wieder übersehen? Sie fallen nicht auf und Ihnen fällt nichts ein, wie Sie es noch versuchen sollen? Ich weiß schon, ich weiß. Sie haben es mit dem netten Weg versucht. Sie haben sich herumschubsen lassen und ja, natürlich haben Sie versucht mit Ihren Kollegen, mit ihren Mitbewohnern oder mit ihren Vorgesetzten zu reden. Nichts davon hat geholfen, nicht wahr? Kein sogenannter Freund, kein Personalrat, kein Therapeut kann Ihnen bei so etwas helfen – irgendwann müssen Sie sie einfach einmal rauslassen.
Die Wut. Och, kommen Sie schon. Sie wissen genau so gut wie ich, dass sie da drin ist, tief in Ihnen. Und für Wut kann es so viele Ursachen geben – Hass, Empörung, Eifersucht, Angst, Verzweiflung, Kummer. Ihr eigener Egoismus kann ein genau so guter Katalysator sein wie das Gefühl, aufgrund Ihrer Schüchternheit immer wieder vergessen oder überredet zu werden. Sie haben eine Ahnung wovon ich rede – kommen Sie, ich kann sehen, dass Sie es auch wollen. Sie brennen förmlich dafür, und wissen Sie, was Sie noch entflammen lässt? Die Wut selber. Es heißt nicht umsonst kochen vor Wut - wenn Sie erst einmal wutentbrannt sind, breitet sich das Gefühl in Ihnen aus wie ein großflächiges Buschfeuer in einem trockenen Sommermonat. Sie müssen sich verzehren lassen von dem Gefühl, Sie müssen sich blind machen lassen von ihr – der nackten, kalt-heißen Wut, die wie in Schauern über Sie kommt.

Schreien Sie mal. Lassen Sie es ruhig heraus. Sie müssen sich nicht so behandeln lassen, Sie nicht. Es ist die Empörung, die sich durch ihren Zorn frisst, das Gefühl von völligem Unverständnis. Und nehmen Sie ruhig noch eine Prise Hilflosigkeit hinzu – schließlich haben Sie es anders versucht, mit den besten, seichtesten Absichten. Aber Sie haben sich die Knie aufgeschlagen, Sie haben sich den Mund fusselig geredet; und jedes Mal, dass Sie hingefallen sind, ist die Wut in Ihnen größer geworden.

Werfen Sie etwas um. Lassen Sie es ruhig heraus. Sie müssen sich diesem Gefühl der Ohnmacht nicht hingeben, Sie nicht. Sie sind nicht machtlos, nicht so machtlos wie ihr Vorgesetzter vielleicht denkt, Sie können etwas bewegen. Und wenn Sie die Kontrolle verlieren – warum sollte Sie das kümmern? Der Raum steht ohnehin schon in Flammen, bevor ihr Hass Sie selbst verzehrt, müssen sie ihn aus ihrem Bauch heraus bekommen. Wie ein Stein hat beides dort gelegen, die Frustration und der Ärger über Dinge, die Sie immer ändern wollten. Es bringt nichts, immer nur die Fäuste in den Taschen zu ballen, auf den Innenseiten ihrer Wange herum zu kauen, sich auf die Zunge zu beißen, die Nägel in Ihre Haut zu krallen. Was auch immer Sie tun wollen, tun Sie es jetzt! Mit diesem wütenden Brennen in der Brust werden Sie wenigstens ehrlich sein, mit diesem Funken können Sie einen Flächenbrand legen. Verstecken Sie sich nicht mehr!

Ziehen Sie eine Konsequenz. Lassen Sie es ruhig heraus. Sie müssen nicht immer Haltung bewahren, Sie nicht. Was nützt Ihnen schon ihr Stolz, wenn sie an ihm kaputt gehen – wenn Sie immer wieder an Ihrer äußeren Fassade herum verschönern, obwohl Sie Ihr Innerstes schon in Schutt und Asche gelegt haben. Sie sind wütend, Sie sind angriffslustig, Sie sind entsetzt, Sie sind enttäuscht worden – lassen Sie nicht mehr mit sich spielen; werden Sie zum Spieler. Glauben Sie mir, niemand hat Ihnen mehr viel entgegen zu setzen, wenn er bemerkt, wie heiß Sie brennen - und glauben Sie mir, niemand spielt gerne mit Feuer.

Ich verstehe, dass Sie Angst haben. Und ich verstehe, dass man Ihnen beigebracht hat, was für eine schlechte, eitle, sündige Emotion die Wut ist. Doch Sie wird Ihnen helfen – sie ist das einzige, was Ihnen noch helfen kann. Sie werden ausgenutzt, Sie werden betrogen, Sie werden übergangen. Und das macht sie rasend. Jetzt heißt es fressen oder gefressen werden. Jetzt heißt es durchhalten oder Dampf ablassen. Sie sind nicht besser, wenn Sie immer nur auch vierzig Prozent Leistung laufen, weil die restlichen sechzig pfeifend unter einem Deckel kochen, blubbern und gifte Blasen schlagen, mit denen Sie sich selbst vergiften und vergessen werden.
Ich bitte Sie, Ich beschwöre Sie, seien Sie wütend. Seien Sie zornig, seien Sie verbittert, seien Sie unbeherrscht, seien Sie entflammt, seien Sie bissig, seien Sie explosiv, seien Sie aufschäumend, seien Sie verletzt. Das ist in Ordnung.
Das ist Wut.
Das geht wieder vorbei. Das kühlt wieder aus. Sie sind nicht allein damit. Aber Sie müssen es zulassen.
Schreien Sie. Jetzt.
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Endstation Sehnsucht
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BeitragThema: Re: Zwischenspeicher   Fr Feb 19, 2016 6:20 pm

Also Freunde,
vorab: noch mal mach ich so einen Poll nicht. Auf keinen Fall. Für alle Unwissenden – letzte Woche habe ich entscheiden lassen, unter welche Tiergesellschaft ich mich Mittwoch (also gestern) mal mische. Rein aus… Interesse. Es war ein Fehler, das gebe ich ganz offen und ehrlich zu – allein dass auf Platz zwei der Abstimmung „Kanalfische“ gekommen ist (ernsthaft??) hat mir mal wieder verdeutlicht, dass ihr mich lieber quälen wollt, als mich ernst zu nehmen! Wenn es das nächste Mal eine Abstimmung gibt, dann maximal über meine nächste Fellfarbe oder sowas.
Den ersten Platz haben also die Tauben belegt. Tauben. Ich habe mich ehrlich gesagt nicht lange an dem Gefieder und so weiter aufgehalten, meiner Meinung nach sind die sogenannten „Ratten der Lüfte“ ohnehin keine besonders anmutigen Tiere. Ich hätte vielleicht nicht so schluderig sein sollen, denn tatsächlich durfte ich feststellen: obwohl Tauben kein Maul haben, können sie es sich doch ziemlich derbe zerreißen. Das ging bei den Möwen los. Tauben und Möwen: nicht gut. Da gibt es diese große Seemöwe direkt am Boothafen unten, die alle Buster nennen. Buster ist nicht nur angeblich der ungefähr vergesslichste Vogel, den man sich vorstellen kann, nein – Buster hat es ohne Witz geschafft, sich mal in der Frisur eines Touristen zu verheddern, bei dem Versuch, ihm ein Stück Waffel aus der Hand zu klauen. Muss man sich mal vorstellen: große Möwe, nichtsahnender Passant und am Ende lag die Waffel im Wasser und keiner hatte was davon. Meine neue Tauben-Gang hat mir allerdings später erzählt, dass Courtney, eine von den Lachmöwen, die aufgeweichte Waffel dann doch noch gefressen hat – ehrlich Courtney, es gibt Grenzen…
Die Lachmöwen haben ohnehin ihr Fett weg bekommen: laut Sylpha, Tauben-Lästerschwester #1, verkrümeln sich die Lachmöwen schon bei 10 Grad und kälter zum Werftgebäude. Unsereins sollte meinen, das sei nicht so schlimm – ist halt windgeschützter da, man merkt nicht, dass es so kalt ist, ab und an lässt mal ein Menschlein was fallen und so weiter. Sylpha und ihre Mädels vertreten aber die Meinung, dass die Werft was für Memmen ist. Also, liebe Lachmöwengemeinde – wenn ihr das nächste Mal in Richtung Osten flattert, dann betont doch bitte, dass ihr nur mal einen anderen Strand zukacken und nicht etwa irgendwo Windschutz suchen wollt.
Ultimatives Läster-Oper der Tauben sind allerdings die Menschen. Es gab nicht einen Zweibeiner, der nicht sein Fett weg bekommen hätte. Sie machen da keinen Unterschied zwischen groß und klein, dick oder dünn, Bürgermeisterin oder Busfahrer. Ich frage mich, ob das an meiner Anwesenheit lag; vielleicht haben sie ja was gerochen... aber ehrlich gesagt glaube ich, dass sie einfach gerne lästern. Darüber, wie oft Rick Nighy (der kleine Krawallmacher aus der Fünften des Einstein-Collges) diese Woche schon bei Hanna Lamaack (Blumenmädchen von dem Shop an der Ecke der Zwölften) abgeblitzt ist. Darüber, wie viel Geld die Touristenfamilie mit dem atemberaubend fetten Familienvater, die in der Hafenresidenz wohnen, die letzten zwei Tage im Starbucks gelassen hatten. Und natürlich darüber, dass man in die Wohnung von dem Blogger im obersten Stock des letzten Hauses des Drive Ways gucken kann, weil er zum sich-umziehen immer vergisst das Licht auszumachen.
Ja, mir war es auch peinlich, dass ich es so erfahren habe.
Wenn ihr mich jetzt entschuldigt, ich muss noch Vorhänge oder sowas auf amazon bestellen.

Cheers und bis nächste Woche,
Humphrey
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Endstation Sehnsucht
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BeitragThema: Re: Zwischenspeicher   Mi Feb 24, 2016 12:32 am

Hättet ihr mal behauptet, dass es ein Vorteil ist, einen großen Hintern zu haben? Also bei euch selber. So rein spontan betrachtet, glaubt ihr, man könnte euch dadurch für irgendwie wichtig halten? Ich nämlich nicht – ich hab's immer gehasst, wenn sie mich Riccy Fettarsch gerufen haben, nur weil mein Hinterteil ein wenig klobiger geformt ist als das der anderen Arbeiterinnen. Sind halt Frauen. Die sind grausam zueinander. Dabei hab ich es ohnehin schon nie leicht gehabt – abgesehen von meiner vergleichsweise klobigen Form bin ich nämlich auch noch wesentlich heller als die anderen Ameisen meiner Kolonie-Sektion. Punkt Nummero zwei, den die anderen immer gerne als Grund genommen haben um mich aufzuziehen, und bei der Königin, das hab ich vielleicht gehasst.
Niemand von diesen Vollpfosten hätte wohl geglaubt, dass ich, Riccin Lobstah, eines Tages zu einer Spionageheldin werde! Am Allerwenigsten ich selber, wenn ich ehrlich bin, denn offen gesprochen war ich noch nie in irgendwas besonders gut. Meine Freundin Lee Falgh, die ist eine Heldin – sie hat mal innerhalb einer Nacht fünf Kammern alleine angelegt (ich schaffe nicht mal eine). Oder Dandi Shae, aktuell amtierende Rekordhalterin im Blätterschleppen – niemand kann so schwere Sachen heben wie Dandi. Dagegen habe ich immer ausgesehen wie eine billige Halbtags-Aushilfskraft, die versucht sich mit absichtlich leichten Aufgaben den Platz in der Kolonie zu erhalten. Dabei stimmt das überhaupt nicht, und ich habe es auch wirklich in anderen Sektionen versucht – ich war bei den Jägern (bin zu nett und zu langsam), ich war bei den Züchtern (mir waren die Pilze gruselig, die sie da angrabbelt haben, als würden die davon schneller wachsen), ich war bei den Eierpflegern (öde). Am Ende bin ich wieder in eine Sammler-Sektion geraten, Sachen von A nach B tragen bekomme sogar ich hin. Natürlich wär's auch total knorke gewesen, wenn mein Lebensalltag nicht nur darin bestanden hätte, allen möglichen Scheiß in den Hügel zu schleppen, aber hey – jeder muss seinen Teil für den Staat beitragen. Und wenn's mein Schicksal geblieben wäre, irgendwann hätte ich mich damit schon abgefunden.

Aber dann kamen die Soldatinnen der Königin. Zu mir, Ricky Fettarsch, Alles-Fallenlasserin, Bummelletzte, Trantüte, Bleichkokon, Albino. Natürlich dachte ich zuerst, dass sie mich mit Dandi verwechselt hätten, schließlich arbeiten wir oft zusammen, aber... man musste schon ziemlich schlecht informiert sein, um so ein hässliches Stück wie mich mit der großen Dandi zu verwechseln. Dann dachte ich, dass sie einen Witz machen. Vielleicht waren sie zu lange bei den Pilzzüchterinnen gewesen und hatten sich da mit irgendwelchen Bakterien angesteckt, über die Sporen oder sowas, und dachten sich dann ey, lass mal Ricky Lobstah hochnehmen.
Ersteres stimmt nicht – sie machten keine Witze und es war ihnen tatsächlich ernst gewesen. Letzteres stimmt – sie haben mich buchstäblich hochgenommen und weggetragen.
Der Beginn meiner Superspion-Karriere.

„Wie heißt du?“, fragt mich Ant-tennant Leene zum gefühlt hundertsten Mal.
„Rindred“, maule ich zurück und klappere ungehalten mit den Oberkiefern, „ich heiße Rindred, ich bin eine Termite aus der siebten Arbeiter-Kaste der Parhaled-Königsfamilie der Termitidae.“ Nicht, dass mich das irgendwer fragen würde. Und nicht dass ich genau so antworten würde, wenn mich jemand fragt, wie ich heiße – wahrscheinlich würde ich einfach „Rinny“ murmeln und abhauen, bevor irgendwer mitschneidet, dass ich keine Termite bin.
Die Ant-tennant sieht nicht besonders begeistert aus, aber immerhin nickt sie. „In Ordnung, Soldatin.“
Oh, ihr habt richtig gehört. Ich bin jetzt Soldatin, auch wenn mir Superspionin im Prinzip besser gefällt. Tagelang haben Leene und ein paar weitere Soldatinnen der Königin mich ausgebildet, auch wenn sie mir hauptsächlich Fakten zu unserem Erzfeinden, den Termitidae, gesteckt haben. Und wir haben natürlich meine Tarnidentität zusammen entwickelt, also Rindred. An den Namen werde ich mich gewöhnen müssen, bis ich meinen Auftrag erfüllt habe. Der besteht darin (Trommelwirbel), mich als eine Termite getarnt in ihren Hügel einzuschleichen. Das Ziel der Operation ist nichts besonders Ruhmreiches – ich habe nicht vor ein Heilmittel gegen die Menschheit zu finden oder sowas. Nein, es ist viel simpler als das: unsere Königin hätte gerne einfach einen hübscheren Hügel. Besonders größer soll er sein, größer als der von den Parhaleds zumindest. Dass die schon von Generation zu Generation daran arbeiten, während unsere Königin gerade erst mal vor einigen Wochen ihre ersten Eier gelegt hat, lasse ich mal lieber unerwähnt. Ihr sollt ja auch kein schlechtes Bild von ihr haben – sie ist nicht wirklich so oberflächlich. Ehrlich gesagt geht sie nie an die Oberfläche (haha, ich weiß, ich bin urkomisch).
Nein, jetzt mal ernsthaft: ich wurde von unserer Königin ausgesucht, Termite zu spielen, damit sie ihren Hügel höher bauen kann als den der Parhaleds. Weil die den Bogen irgendwie raus haben, und wir – egal wie sehr sich die Mädels in Zeugs legen und Lee Falgh Überstunden schiebt – es nicht schaffen, stabil nach oben anzubauen. Dass ich hauptsächlich gecasted wurde, weil ich mit meinem enormen Hintern und meiner hellen Färbung einer Termite ziemlich ähnlich sehe (und nicht etwa, weil ich so überaus klug, charmant und gerissen bin), behandeln wir mal nicht weiter. Ich werde das Geheimnis lüften, zurück zu meiner Kolonie kehren und Königin Hawrelinn-...
„Es ist sehr aufopferungsvoll von Ihnen, dass Sie das tun. Viele Ameisen haben schon ihr Leben im Termitenbau gelassen. Die Termitidae sind ein brutales, gefräßiges Volk, deren Adulti sich schon häufiger mit unserer angelegt haben. Es wird Zeit, dass wir die Population der Parhaleds ein für alle Mal untergraben.“ (Irgendwas sagt mir, dass sie das wortwörtlich meint). „Wir setzen sehr große Hoffnungen in Sie, Soldatin. Machen Sie sich darauf gefasst, das Grauen mit einen Augen zu sehen. Und möge Königin Hawrelinns Segen mit Ihnen sein.“
...okay, ich glaube, es ist doch ein bisschen spät, Pilzzüchterin sein zu wollen.
Shit.
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BeitragThema: Re: Zwischenspeicher   Mi Feb 24, 2016 3:52 pm

Bobaq
Ryne
Ysela
Lovisa
Reeni
Renly
Yanniq

BOBAQ SENNHEISER verlor seine Schwester Ysela, als er sechzehn Jahre alt war.
Sein bester Moment geschah am seit dem schlimmsten Tag seines Lebens.

Es gibt Dinge im Leben, vor denen man sich praktisch permanent fürchtet. Dass man ausgeraubt wird, beispielweise, oder dass man den Herd angelassen hat. Es gibt auch Leute, die davon Angst haben, irgendwo auf der Welt würde eine Ente existieren, die sie beobachtet – auch wenn Bobaq das für Schwachsinn hielt. Wenn man im Alter von sechszehn Jahren das erste Familienmitglied an Krebs verliert, dann hat man generell irgendwie andere Sorgen als Stalker in Federn. Jetzt war Bobaq keine sechzehn mehr, und dass Ysela gestorben war, lag auch schon knapp neun Jahre zurück – trotzdem, die Angst war nach wie vor da, immer, immer. Irgendwen aus seiner Familie würde es noch mal erwischen, wenn nicht sogar ihn selbst. Bobaq hatte sich das sogar teilweise gewünscht. Dass es ihn traf. Das wäre leichter zu ertragen, als zusehen zu müssen, dass einer der Zwillinge sich den Kopf rasieren musste oder dass Lovisa, die mit ihrer Diabetes ja schon reichlich Medikamente nahm, noch mehr Pillen fressen musste. Er war ein großer klobiger Kerl, er würde das schon irgendwie schaffen.
Sie hatte nichts davon hören wollen, wenn er das mal laut sagte, und ihm jedes Mal in die Rippen gepiekt, bis er endlich die Klappe gehalten oder das Thema gewechselt hatte – sie hatte die Vorstellung, dass ihr Verlobter irgendwann mal mit einem Tumor anstelle von einem Strauß Rosen nach Hause kommen würde, immer verdrängen wollen. Nahm er ihr auch nicht übel. Änderte aber nichts an der Tatsache, dass Bobaq immer auf der Hut war; jederzeit bereit einen Anruf entgegen zu nehmen, sein Hausarzt an der anderen Leitung und eine schwere Botschaft: dass er sterben sollte. Er selber, Reeni oder Renly, Lovisa, Yanniq, seine Ma.
Aber nicht sie.
Warum sie.

Das alles wäre leichter ertragen zu gewesen, wenn sie irgendwas gewusst hätten. Aber es gab nur Vermutungen, Überlegungen, Befürchtungen. Stundenlang war er auf und ab gerannt und hatte sich geweigert, das Krankenhaus zu verlassen, solange er noch keine Gewissheit bekam. Sie lag schlafend in ihrem Zimmer; verkabelt, erschöpft von der Operation, Narkosenachwirkungen, das ganze Programm. Er kannte das. Es fühlte sich so unendlich vertraut an, dass ihm mindestens zwei Mal das letzte Essen hochkommen wollte, auch wenn er keine Ahnung mehr hatte, wann er das eigentlich zu sich genommen hatte. Er war sich so zurückversetzt in sein sechzehnjähriges Ich, dass, als der Arzt dann endlich um die Ecke kam, er schon bereit war. Für ein Kopfschütteln. Eine tröstende Geste. Ein wir konnten nicht alles entfernen, wir haben es versucht, der Tumor hat Mikrometastasen gebildet, es tut mir Leid. Er war bereit dafür zu ihr zu gehen und zu warten bis sie wach wurde, um es ihr selber zu sagen. Um ihr zu schwören, dass er sie nicht verlassen würde, dass sie ihre letzten Jahre oder Monate oder Tage auskosten würden. Bobaq war so weit. Wirklich.

Aber dann lächelte der Arzt. Lächelte und nickte und reckte einen Daumen nach oben.
Und das war er dann. Der beste Moment in Bobaqs Leben.  


2507 ohne Leerzeichen ♥

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BeitragThema: Re: Zwischenspeicher   Do Feb 25, 2016 3:46 am


NYLO


(Sie lesen nun die Muggel-Version dieses Artikels.)


Nylo
Nylo performing on Brisbane Riverstage, July 2023

Background information
Birth name Farintosh Niles Shutterworth
also known as NYLO
Born 27 December 2017 (age 16), Melbourne, Victoria, Australia
Origin Melbourne, Victoria, Australia
Genres Pop, Pop Rock,
Indie Rock
Occupation(s) Singer-songwriter, guitarist, pianist
Instruments Vocals, guitar, piano, drums, keyboard
Years active 2021-present (semi-hiatus)
Labels persePHONES, Never Fade, AUS1 Records, Warner Bros
Website nylo.music.com.au
Farintosh Niles Shutterworth (* 27. Dezember 2017 in ), bekannt als NYLO, ist ein australischer Sänger-Songwriter und Sohn des Musikers . Nylo zog während seiner ersten Australien/Neuseeland Tour im Juli/August 2023 zum Promoten seines ersten Albums "" größere Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich und gewinnt seit dem stetig an Popularität, besonders online.

Juli 2020 unterschrieb Nylo (aufgrund seiner Minderjährigkeit vertreten durch seine Großmutter) einen Plattenvertrag mit udnd begann mit der Aufnahme seines Debütalbums. Er gewann an breiter Aufmerksamkeit im folgenden Januar, als er dazu ausgewählt wurde, den Soundtrack für s Fernsehserie "", ein Cover von ' "Wonderwall" aufzunehmen, welches sich auf Nummer eins der AUS Singles Chart und Nummer eins der NZ Singles Chart im February 2021 platzierte.
Sein Debutalbum Australian Summer wurde im Juli 2022 veröffentlicht und erhielt sehr gute Kritiken, besonders oim Internet. Es stieg auf Platz ein der AUS album Charts ein und lief auch dort wieder aus (insgesamt sieben Wochen) und führte zu folgenden Single-Auskopplungen:
"", "", "I Want" und "She's Not Afraid". Australian Summer wurde in Australien mit Gold ausgezeichnet, verkaufte über 100,000 Kopien.

Nach der Australian Summer-Tour 2023 berichtete Nylos Manager, , dass der Musiker in eine Teil-Auszeit bis zum Sommer 2024 nehmen wird. Aktuell besucht er ein Internat in Schottland, während er an seinem zweiten Studio-Album arbeitet, das für Mai/Juni 2024 angesetzt ist.



Biographie


Lloyd Shutterworth, Nylos Vater und TWENTYTHIRD DEVISION Frontmann, stellte nie Anspruch auf  Sorgerecht
Nylo wurde am 27. Dezember in Melbourne, Victoria, Australien geboren. Seine Großmutter,  Amalthea Shutterworth, bestand darauf, dass er den Nachnamen seines Vaters tragen würde. Trotzdem wuchs er bei seiner Mutter, Farina Levianne Nguyen, auf. Berichten zufolge reisten die beiden innerhalb von Australien sehr viel herum und lebten nirgendwo länger als ein halbes Jahr. Sein Vater vermeidet in Kontakt mit Nylo, seinem unehelich geborenen Sohn, zu kommen. In einem Interview mit , sagte Shutterworth "Ich habe davon gehört, dass er Platz eins in den Charts belegt hat, natürlich, er hat ja das gleiche Label wie wir [...] also denke ich, er ist auf einem guten Weg".

Nylo besucht seit seinem elften Lebensjahr ein in Schottland. Da er nur zwei Mal im Jahr nach Australien zurückkehrt - während der Winter- und Sommerferien - geht man davon aus, dass er das Jahr über an den Aufnahmen arbeitet und jeden Sommer tourt. Über den Rest des Jahres verbreitet das Management vorher aufgenommene Video-Botschaften, Photoshoots und Status-Updates über .

Nylo hat keine Geschwister und ist in keiner offiziellen Beziehung.

Um die Jahreswende 2023-2024 herum entstanden die ersten Gerüchte, dass Nylo eine romantische Beziehung zu führen würde. Der ältere der beiden Wood-Zwillinge war bis dahin nur als Mitglied des engeren Freundeskreises bekannt gewesen. Es blieb bei Spekulationen, bis im März 2024 weiteres Bildmaterial der beiden Jungen auf einem in Reading, England, auftauchte, welches die Theorie unterstützte. Von dort an hielten sich die Gerüchte hartnäckig bis Mai 2024, zur Veröffentlichung des zweiten Albumsnamens, "". Fans und Medien bezogen den Titel als direkte Anspielung auf Ioann Wood, da er nachweislich - wie auch alle anderen Texte und Titelnamen - von Nylo selber gewählt worden waren. Anfang Juli 2024 wurde das Thema von , Nylos Management, auf die gesetzt.
Am , bei dem ersten neuseeländischen Konzert der im , dem insgesamten sechsten der Tour, spielte Nylo zum ersten Mal einen seiner neueren Songs. Er kündigte "" mit den Worten "das hier ist für meinen Freund [eng. boyfriend], ich liebe dich" an und wurde noch am selben Abend dabei gesehen, wie er Arm in Arm mit Ioann Wood das Stadium verließ. Am 20.07.2024 bestätigte never fade gegenüber offiziell die Beziehung zwischen den beiden Jungen.
Seit seinem Schulabschluss Sommer 2025 arbeitet Ioann Wood als für Nylo.


Musical Career

Karriereanfänge und Australian Summer (2020-2022)

Nylo mit Morgan Melone, Januar 2024
Obwohl es nie offiziell bestätigt wurde, dass Nylo und sein Vater Kontakt zueinander hatten, ist Shutterworths Mutter (Nylos Großmutter väterlichseits) die Erziehungsberechtigte. Sie war diejenige, die "buchstäblich ins Studio gezerrt hat", damit er vor , heute sein Agent, singen konnte. "Er war bereits so jung ein auffallend guter Gitarrist", lautete das damalige Urteil. Melone gab zu, dass sie sich Nylo vermutlich niemals angehört hätten, wenn er nicht der Sohn von Lloyd Shutterworth wäre. Überzeugt von seinem Talent wurde damit begonnen, eine Platte aufzunehmen, die als EP erscheinen sollte. Während der Studio-Arbeiten im Januar 2021 wurde Nylo dafür gecasted, den Titelsong von Taylor Henwrists neuer Show "" zu singen. Sein "" cover belegte Platz sein der und der . Aufgrund dem überwältigenden Erfolg, den sie mit der Single hatten, entschied sich das Label dazu ein komplettes Album mit zehn Liedern aufzunehmen, anstatt den Plan der fünf-Titel-langen EP weiter zu verfolgen.

Juni 2022 wurde die erste Single, "" veröffentlich und platzierte sich sofort als Nummer eins der AUS Single Charts und auch der NZ Single Charts. Obwohl der nationale Erfolg sehr groß war, wurde der Song nur spärlich in den (Platz 52) oder anderen bemerkt. Daraus folgte, dass das Management sich für eine ausschließlich AUS / NZ bezogene Tour for July and August 2023, promoting the "Australian Summer" album.

Upcoming album record (2024)
persePHONES officially confirmed the second NYLO-record is on its way in a press conference without Nylo's attendance in November 2023. Schedules say the first single will be released around April 2024 while the whole album should be published in May/June 2024.
Depending on the success of the single and the record itself either a regional AUS / NZ tour or a tour including places in Europe and South East Asia is planned. The artist already hinted most of the songs will be written by himself, which is different to the first album.

Discography
Main article:

(2022)
• unreleased record (coming 2024)

Tours

Nylo on a fan-meeting in Sydney, October 2022
After a whole year of promoting "Australian Summer", including the single-release of "", "I Want" and "She's Not Afraid" and supported by pre-recorded music videos and interviews, the Australian + New Zealand Summer Tour 2023 started on the 15th of July that year. Even though there were only a few fan-meetings with Nylo over late 2022 and early 2023, the tour sold out in the first two nights completely. There were considerations about expanding the tour to some stages in Europe which were dropped because of Nylo's prior engagement to visit classes up from September 2023 again.

"The upcoming tour for the non-released album will definitely include stages in Europe, maybe South East Asia as well [...] if it's as successful as we're calculating right now", said manager Mr. Melone on a press-conference in November 2023.
Since the 1st of January 2024, the and the promote the 7th of July as first date of the upcoming tour. Nylo already leaked some information via twitter, such as the fact the first show will go down in Wellington.

Fan community


after a concert in Adelaide, early August 2023
Instead of losing member by member of his fan community because of his long absences between September 2022 to December 2022 and January 2023 to May 2023, Nylo's popularity only increased since his first record. The management does a lot to keep their fans close to the artist, publishing pre-recorded and show-attendances, doing telephone / interviews and organizing on long week-ends in Australia.
The fan-community, mostly consisting of girls between 14 and 18 years, happen to call theirselves "". They are a very active internet community on platforms such as  , and


Nylo and a "Nyllie" in Wellington, January 2024
Since he turned sixteen years old, Nylo is in permission of using his twitter-account on his own. Until that, the management ran it. While his winter holyday in December 2023 / January 2024, which he spent in Wellington, Nylo got way more transparent for his fans. He posted selfies with friends and random thoughts and kept close contact to Nyllies he met that time.
On the 7th of January 2024 Nylo stated his twitter will stay on until March 2024 due to his school obligations.

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Endstation Sehnsucht
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BeitragThema: Re: Zwischenspeicher   Di März 01, 2016 11:40 pm

Wenn ich etwas an meinem Leben ändern könnte, dann – nein, eigentlich muss ich anders anfangen. Es gibt nämlich nicht nur eines, das ich an meinem Leben ändern würde, wenn ich nur die Gelegenheit dazu bekäme. Um genau zu sein würde ich gerne so ziemlich alles daran ändern, angefangen bei meinem Namen. Ken Cho ist ungefähr die... langweiligste, willkürlichste und am wenigsten individuellste Strafe, die man seinem Kind kurz nach der Geburt antun kann. Wenn man schon mit Nachnamen genau so heißt wie zwei Drittel der Nachbarn, gibt man sich doch wenigstens Mühe beim Vornamen. Sollte man zumindest meinen. Scheint... aber nicht so das Ding meiner Mutter gewesen zu sein (ich glaube zumindest, dass meine Ma Schuld ist – mein Vater wäre zwar nicht kreativer gewesen, aber in Solchen Sachen hatte sie eigentlich immer das Sagen). Sie hat sich also für Ken entschieden, und damit heiße ich nicht nur wie Barbies Geliebter, sondern auch wie ein Großteil der männlichen Bevölkerung von Seoul (oder Gesamt-Südkorea, ehrlich gesagt keine Ahnung). Ich versuche es, ihr nachzusehen – sie war so alt wie ich heute, also 22 Jahre, als sie mich bekommen hat; da kann man schon mal die ein oder andere falsche Entscheidung treffen. Womit ich jetzt nicht sagen möchte, dass es komplett die falsche Entscheidung war, ihrem Baby die Bürde des Namens Ken Cho aufzubürden – zumindest konnte ich mir daraus einen einigermaßen angenehmen Accountnamen basteln. Die Gamerwelt kennt mich folglich unter dem Namen K1ngK3N.
Ma schimpfte früher häufig, ich würde nicht in der gleichen Welt leben. Das ist Bullshit. Ich lebe genau so in Seoul, Hauptstadt der Republik Korea, wie sie auch; nur... eben ein bisschen anders. Zum Beispiel ist es mir egal, wie unser Premierminister heißt oder was jemand in meinem Alter durchschnittlich verdienen sollte. Dass unsere „Nachbarn“ immer ungemütlicher werden. Dass Seoul die Stadt mit der viertgrößten Wirtschaft der Welt ist. Ehrlich, das war einfach nicht relevant. Und bis vor kurzem musste mich das auch noch nicht interessieren – bis vor kurzem waren mir ganz andere Sachen wichtig. Sachen, die normale Menschen nicht verstehen würden.
Normale Menschen. Ich wurde jetzt selber zu einem degradiert. Ich renne mir jetzt die Hacken wund, von einem Bewerbungsgespräch zum nächsten, ich brauche einen Job - ja, ich bin in der Realität des Arbeitslosen angekommen, nachdem ich jetzt etwa sechs Jahre lang machen konnte, was ich wollte. Aber noch mal ganz von vorne. Um das zu verstehen, müssen wir erst über meine Familie reden.

Mein Vater, Sung Kyu Cho, war eigentlich immer eher der schweigsame Typ. Er hatte eine Vorliebe für europäisches Essen, Brillenputztücher und ganz besonders seine Arbeit. Wir haben uns nicht besonders nahe gestanden – ich glaube, im Prinzip war ich eine Enttäuschung für ihn. Vielleicht hat er sich gewünscht, dass ich auch mal so fleißig werde wie er, eine Frau heirate, einen Sohn mit ihr zeuge. Wir haben nie darüber gesprochen – er hat nicht mit mir gesprochen. Er war zu sehr damit beschäftigt, beschäftigt zu sein, und wenn er sich nicht gerade in seiner Arbeit vergrub, versteckte er sich hinter seinen Büchern und der Bürde, die er angeblich trug, weil er meine Ma und mich durchfüttern musste. Ursprünglich war ich der Auffassung, dass er nicht verstanden hat, wie sehr sich unsere Gesellschaft weiterentwickelt hat, kommunikativ, technisch. Er hat sich nie für das interessiert, was ich vor dem Bildschirm gemacht habe, und er hat nie versucht zu verstehen, dass es keine Zeitverschwendung war. Eins scheint er aber immerhin geschnallt zu haben: wie man das Internet benutzt. Sonst hätte er wohl nicht diese europäische Frau kennengelernt, mit der er dann Ma betrog, bevor er verschwand.
Für die ist das alles noch schwerer zu begreifen – für meine Mutter, meine ich. Andere 44-Jährige Frauen haben sich an das Internet herangetastet, würden verstehen, was es bedeutet, wenn man in der Online-Welt einen Namen hat. Andere 44-Jährige Frauen können aber auch noch laufen und haben nicht an den täglichen Belastungen ihrer unheilbaren Krankheit zu kämpfen – meine Ma, Hye Jung Cho, hat Multiple Sklerose. Aber bitte kein Gejammer jetzt; sie ist ein harter Knochen, und es geht ihr gut. Erstaunlich gut sogar, dafür, dass sie jetzt noch viel weniger weiß etwas mit sich anzufangen – wo mein Vater sie doch verlassen hat und sie ihm nicht mehr seine Brille putzen kann, bis man sie ihr wegnehmen muss. Sie war schon immer eine Kämpfernatur, was man vielleicht daran erkennt, dass sie trotz ihrer Einschränkungen – sie ist nahezu blind und kann nicht mehr laufen – trotzdem immer das Sagen in der Familie hatte. Dass Vaters Verschwinden sie so kalt lässt, wie sie tut, kaufe ich ihr trotzdem nicht ab – aber sie hat ihren Stolz, und weil es eines der letzten wenigen Dinge ist, die ihr noch geblieben sind, lasse ich ihr den. Das ist keine Ignoranz, das ist Vertrauen - so wie sie mir vertraut hat, die letzten sechs Jahre lang; dass das, was ich da am Rechner mache, keine absolute Zeitverschwendung ist.
Dass sie mir immer noch vertraut, jetzt, wo ich der Ernährer dieser Familie sein soll.
Dass sie mir immer noch vertraut, jetzt, obwohl ich sechs Jahre lang kaum das Haus verlassen und ein zweites Leben in einem Computerspiel verbracht habe.

Die Behauptung, Einzelkinder seien verwöhnt und unselbstständig und arrogant und überhaupt die schlimmste Sorte von Kindern, die man sich vorstellen kann, würde ich so nicht ganz unterschreiben. Oberflächlich bin ich nämlich absolut nicht, und das lasse ich mir auch nicht von jemandem mit drei oder dreizehn Geschwistern unterstellen – was das angeht, kommt mein Stolz garantiert direkt von meiner Mutter. Ich bin nicht verwöhnt, ich habe mich nur an einen gewissen Standard gewöhnt; und da jüngste Ereignisse mir zeigen wie sehr, würde ich mich maximal als unflexibel bezeichnen. Ich halte nichts von Spontanität; Partys, Tiere und Klimawandel sind mir im Prinzip ziemlich egal. Manch einer mag meine Gleichgültigkeit mit Arroganz verwechseln, dem kann ich dann auch nicht mehr helfen – ich kümmere mich nicht wirklich darum, was andere Leute von mir denken oder sagen. Wenn man so viel am Rechner sitzt wie ich – und noch dazu so bekannt ist, wenn auch nur unter einem Nickname – dann gewöhnt man sich irgendwann an die ganzen fiesen Kommentare der Neider und Klugscheißer. Und wie heißt es so schön? Haters gonna hate. Ich versuche, so ziemlich alles mit Gelassenheit zu sehen, sei es die Reaktion eines Mitmenschen oder ein Spiel, das gerade besonders knapp und spannend wird.
Bisher hat das ganz gut geklappt – bisher saß ich damit aber auch nur vor meinem Computer und konnte mein Mikrophon auf stumm schalten, wenn es doch mal ungemütlich wurde. Ich konnte meine webcam ausmachen, meine Verbindung trennen, meinen Bildschirm schwarz färben. In der echten Welt, wie Ma sie nennt, geht so etwas nicht – und ich fange langsam an zu lernen, dass ich nicht halb so tiefenentspannt bin, wie ich dachte. Das Schlimmste ist die direkte soziale Interaktion. Ich habe mit Leuten über Teamspeak geredet, ich habe andere Menschen – abgesehen von meinen Eltern – über webcams gesehen, in Videos, auf Bildern. Ich habe mich per getippten Buchstaben oder tatsächlich in ein Mikrophon gesprochenen Worten auch schon das ein oder andere Mal mit jemandem auseinander setzen müssen, der sich respektlos oder einfach völlig daneben benommen hat – aber jemandem face to face gegenüber zu stehen ist echt noch mal was anderes. Ich muss das neu lernen, komplett neu lernen. Sechs Jahre sind scheinbar eine zu lange Zeit, und nicht nur ich bin währenddessen älter geworden und habe mir beigebracht, nicht immer das zu sagen, was ich meine.
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BeitragThema: Re: Zwischenspeicher   Do März 03, 2016 3:14 pm

(2/2) ++ I left rly soon, I wanted to call my bff and tell her. But before I headed out I heard the cashier saying "you know you can get this in XS too, righ?" & she was showing him the sweater. Lew responded smth like "no XL is alright." & I was like ... why? this smol guy, XL jumper? So I returned after 2h & searched for the sweater annnnd... it was actually Ladies' wear. Idk why Lew would wear smth like this, but I'm pretty sure he knows a guy who likes girl's clothes... in XL......
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BeitragThema: Re: Zwischenspeicher   Di März 08, 2016 2:19 am

Er sah immer noch überall Gespenster. Sie spürte es an der Art und Weise, wie er sich bewegte, und an dem Blick, den er wachsam umherwandern ließ. Sie spürte es an dem harten Zug, der in seinen Mundwinkeln festsaß – und daran, dass er seinen Schwertgurt nicht hatte ablegen wollen, auch nicht zu ihrer Trauung. Dany wusste nicht, ob es das war, was ihn für sie noch bewundernswerter machte – in seiner Vorsicht hatte sie einen Rückzugsort gefunden, in seinem Misstrauen einen Schutzschild. Auf dem Rücken ihres Hochzeitskleides trug die Targaryen statt eines Schwertgurtes ein Bärenfell – eine Art Tribut gegenüber des Mannes, dem sie ihr Leben schenken wollen würde; Jorah, ihr Bär.
Sie gingen aufeinander zu. Es war eine Zeremonie, kombiniert aus vielen unterschiedlichen Hochzeits-Abläufen unterschiedlicher Weisen; die der Dothraki, der Westerosi, der Quartheen, der Ghiscari und einigen Traditionen, die ihr von dem Alten Valyria erzählt worden waren. Ein Flickenteppich aus Kulturen und Erinnerungen; Erinnerungen, welche sie mit Jorah teilte. Seit sie Pentos verlassen hatte, war er da gewesen. Und jeder Schritt, den Dany nun machte; die lange weiße Schleppe hinter sich her ziehend – jeder Schritt erinnerte sie daran. An all die dunklen Nächte, in denen er ihr einziger Fluchtpunkt gewesen war; ein vertrauter Fels in einer stürmischen Brandung.

Sie trafen einander in die Mitte und reichten sich die Hände. Unter der weichen Haut ihrer Finger spürte sie die Schwielen und die harte Hornhaut seinen – doch sie kannte diese Hände mittlerweile fast so gut wie Jorahs Gesicht, warm und rechtschaffend. Sie lächelte ihn an, ein bedeutsames Funkeln in den violetten Augen – doch sie sprach nicht, gegeben der Traditionen aus Quarth, schon den ganzen Tag über. Jorah hob die Arme und legte je eine seiner Bärenpranken, wie sie die großen Hände nannte, an ihre Wangen. Sie standen vor den Drachen; alle drei, nebeneinander, die Flügel gefaltet und die klugen Blicke aufmerksam auf die beiden Liebenden gerichtet. Dany spürte, wie sich ihr Herzschlag beschleunigte.
“Heute“, schwor Jorah während er ihr in die Augen sah, aufrichtig, leidenschaftlich. Viserion legte den Kopf in den Nacken und stieß Drachenflammen in den Wind.
“Morgen“, versprach Jorah, inbrünstig, ehrlich. Dieses Mal war es Rhaegal, der einen Strahl Feuer in den Himmel spie.
“Immer“, flüsterten sie beide, synchron, eins. Es war der Moment, in dem Jorah nur Augen für sie hatte, Vorsicht hin oder her – und in dem Drogon mit einem donnernden Brüllen einen dritten Schwall Flammen gen Sonne schickte.
Jorah beugte sich zu ihr herunter, die Augen geschlossen, ein Daumen streichelte ihren Wangenknochen. Als sich ihre Lippen versiegelten, spürte sie es. Für diesen Augenblick war sie nicht die Unverbrannte, nicht die Silberkönigin, keine Mhysa, weder die Sturmgeborene, noch eine Drachenkönigin oder die Tochter des Verrückten Königs – sie war einfach nur Dany, verliebt und versprochen und für immer verheiratet.
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BeitragThema: Re: Zwischenspeicher   Mi März 09, 2016 12:54 am


NYLO


(Sie lesen nun die Muggel-Version dieses Artikels.)


Nylo
Nylo performing on Brisbane Riverstage, July 2023

Background information
Birth name Farintosh Niles Shutterworth
also known as NYLO
Born 27 December 2017 (age 16), Melbourne, Victoria, Australia
Origin Melbourne, Victoria, Australia
Genres Pop, Pop Rock,
Indie Rock
Occupation(s) Singer-songwriter, guitarist, pianist
Instruments Vocals, guitar, piano, drums, keyboard
Years active 2021-present (semi-hiatus)
Labels persePHONES, Never Fade, AUS1 Records, Warner Bros
Website nylo.music.com.au
Farintosh Niles Shutterworth (* 27. Dezember 2017 in ), bekannt als NYLO, ist ein australischer Sänger-Songwriter und Sohn des Musikers . Nylo zog während seiner ersten Australien/Neuseeland Tour im Juli/August 2023 zum Promoten seines ersten Albums "" größere Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich und gewinnt seit dem stetig an Popularität, besonders online.

Juli 2020 unterschrieb Nylo (aufgrund seiner Minderjährigkeit vertreten durch seine Großmutter) einen Plattenvertrag mit udnd begann mit der Aufnahme seines Debütalbums. Er gewann an breiter Aufmerksamkeit im folgenden Januar, als er dazu ausgewählt wurde, den Soundtrack für s Fernsehserie "", ein Cover von ' "Wonderwall" aufzunehmen, welches sich auf Nummer eins der AUS Singles Chart und Nummer eins der NZ Singles Chart im February 2021 platzierte.
Sein Debutalbum Australian Summer wurde im Juli 2022 veröffentlicht und erhielt sehr gute Kritiken, besonders oim Internet. Es stieg auf Platz ein der AUS album Charts ein und lief auch dort wieder aus (insgesamt sieben Wochen) und führte zu folgenden Single-Auskopplungen:
"", "", "I Want" und "She's Not Afraid". Australian Summer wurde in Australien mit Gold ausgezeichnet, verkaufte über 100,000 Kopien.

Nach der Australian Summer-Tour 2023 berichtete Nylos Manager, , dass der Musiker in eine Teil-Auszeit bis zum Sommer 2024 nehmen wird. Aktuell besucht er ein Internat in Schottland, während er an seinem zweiten Studio-Album arbeitet, das für Mai/Juni 2024 angesetzt ist.



Biographie


Lloyd Shutterworth, Nylos Vater und TWENTYTHIRD DEVISION Frontmann, stellte nie Anspruch auf Sorgerecht
Nylo wurde am 27. Dezember in Melbourne, Victoria, Australien geboren. Seine Großmutter, Amalthea Shutterworth, bestand darauf, dass er den Nachnamen seines Vaters tragen würde. Trotzdem wuchs er bei seiner Mutter, Farina Levianne Nguyen, auf. Berichten zufolge reisten die beiden innerhalb von Australien sehr viel herum und lebten nirgendwo länger als ein halbes Jahr. Sein Vater vermeidet in Kontakt mit Nylo, seinem unehelich geborenen Sohn, zu kommen. In einem Interview mit , sagte Shutterworth "Ich habe davon gehört, dass er Platz eins in den Charts belegt hat, natürlich, er hat ja das gleiche Label wie wir [...] also denke ich, er ist auf einem guten Weg".

Nylo besucht seit seinem elften Lebensjahr ein in Schottland. Da er nur zwei Mal im Jahr nach Australien zurückkehrt - während der Winter- und Sommerferien - geht man davon aus, dass er das Jahr über an den Aufnahmen arbeitet und jeden Sommer tourt. Über den Rest des Jahres verbreitet das Management vorher aufgenommene Video-Botschaften, Photoshoots und Status-Updates über .

Nylo hat keine Geschwister und ist in keiner offiziellen Beziehung.

Um die Jahreswende 2023-2024 herum entstanden die ersten Gerüchte, dass Nylo eine romantische Beziehung zu führen würde. Der ältere der beiden Wood-Zwillinge war bis dahin nur als Mitglied des engeren Freundeskreises bekannt gewesen. Es blieb bei Spekulationen, bis im März 2024 weiteres Bildmaterial der beiden Jungen auf einem in Reading, England, auftauchte, welches die Theorie unterstützte. Von dort an hielten sich die Gerüchte hartnäckig bis Mai 2024, zur Veröffentlichung des zweiten Albumsnamens, "". Fans und Medien bezogen den Titel als direkte Anspielung auf Ioann Wood, da er nachweislich - wie auch alle anderen Texte und Titelnamen - von Nylo selber gewählt worden waren. Anfang Juli 2024 wurde das Thema von , Nylos Management, auf die gesetzt.

Nylo und sein Lebenspartner Ioann Wood, London Sessions Oktober 2025

Am , bei dem ersten neuseeländischen Konzert der im , dem insgesamten sechsten der Tour, spielte Nylo zum ersten Mal einen seiner neueren Songs. Er kündigte "" mit den Worten "das hier ist für meinen Freund [eng. boyfriend], ich liebe dich" an und wurde noch am selben Abend dabei gesehen, wie er Arm in Arm mit Ioann Wood das Stadium verließ. Am 20.07.2024 bestätigte never fade gegenüber offiziell die Beziehung zwischen den beiden Jungen.
Seit seinem Schulabschluss Sommer 2025 arbeitet Ioann Wood als für Nylo.


Musical Career

Karriereanfänge und Australian Summer (2020-2022)

Nylo mit Morgan Melone, Januar 2024
Obwohl es nie offiziell bestätigt wurde, dass Nylo und sein Vater Kontakt zueinander hatten, ist Shutterworths Mutter (Nylos Großmutter väterlichseits) die Erziehungsberechtigte. Sie war diejenige, die "buchstäblich ins Studio gezerrt hat", damit er vor , heute sein Agent, singen konnte. "Er war bereits so jung ein auffallend guter Gitarrist", lautete das damalige Urteil. Melone gab zu, dass sie sich Nylo vermutlich niemals angehört hätten, wenn er nicht der Sohn von Lloyd Shutterworth wäre. Überzeugt von seinem Talent wurde damit begonnen, eine Platte aufzunehmen, die als EP erscheinen sollte. Während der Studio-Arbeiten im Januar 2021 wurde Nylo dafür gecasted, den Titelsong von Taylor Henwrists neuer Show "" zu singen. Sein "" cover belegte Platz sein der und der . Aufgrund dem überwältigenden Erfolg, den sie mit der Single hatten, entschied sich das Label dazu ein komplettes Album mit zehn Liedern aufzunehmen, anstatt den Plan der fünf-Titel-langen EP weiter zu verfolgen.

Juni 2022 wurde die erste Single, "" veröffentlich und platzierte sich sofort als Nummer eins der AUS Single Charts und auch der NZ Single Charts. Obwohl der nationale Erfolg sehr groß war, wurde der Song nur spärlich in den (Platz 52) oder anderen bemerkt. Daraus folgte, dass das Management sich für eine ausschließlich AUS / NZ bezogene Tour for July and August 2023, promoting the "Australian Summer" album.

Upcoming album record (2024)
persePHONES officially confirmed the second NYLO-record is on its way in a press conference without Nylo's attendance in November 2023. Schedules say the first single will be released around April 2024 while the whole album should be published in May/June 2024.
Depending on the success of the single and the record itself either a regional AUS / NZ tour or a tour including places in Europe and South East Asia is planned. The artist already hinted most of the songs will be written by himself, which is different to the first album.

Discography
Main article:

(2022)
• unreleased record (coming 2024)

Tours

Nylo on a fan-meeting in Sydney, October 2022
After a whole year of promoting "Australian Summer", including the single-release of "", "I Want" and "She's Not Afraid" and supported by pre-recorded music videos and interviews, the Australian + New Zealand Summer Tour 2023 started on the 15th of July that year. Even though there were only a few fan-meetings with Nylo over late 2022 and early 2023, the tour sold out in the first two nights completely. There were considerations about expanding the tour to some stages in Europe which were dropped because of Nylo's prior engagement to visit classes up from September 2023 again.

"The upcoming tour for the non-released album will definitely include stages in Europe, maybe South East Asia as well [...] if it's as successful as we're calculating right now", said manager Mr. Melone on a press-conference in November 2023.
Since the 1st of January 2024, the and the promote the 7th of July as first date of the upcoming tour. Nylo already leaked some information via twitter, such as the fact the first show will go down in Wellington.

Fan community


after a concert in Adelaide, early August 2023
Instead of losing member by member of his fan community because of his long absences between September 2022 to December 2022 and January 2023 to May 2023, Nylo's popularity only increased since his first record. The management does a lot to keep their fans close to the artist, publishing pre-recorded and show-attendances, doing telephone / interviews and organizing on long week-ends in Australia.
The fan-community, mostly consisting of girls between 14 and 18 years, happen to call theirselves "". They are a very active internet community on platforms such as , and


Nylo and a "Nyllie" in Wellington, January 2024
Since he turned sixteen years old, Nylo is in permission of using his twitter-account on his own. Until that, the management ran it. While his winter holyday in December 2023 / January 2024, which he spent in Wellington, Nylo got way more transparent for his fans. He posted selfies with friends and random thoughts and kept close contact to Nyllies he met that time.
On the 7th of January 2024 Nylo stated his twitter will stay on until March 2024 due to his school obligations.

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BeitragThema: Re: Zwischenspeicher   Mi März 09, 2016 10:54 am


Odile Fetchburgh
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Arbeitet als Mannequin bei IMG Models Paris
Ging hier zur Schule: Hunter's Point Community Middle School NYC
Wohnt in Paris
Aus Frankfort, Kentucky

Fotos · 1.002


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interview with Iwan & Me for Chanel coming sooooooon aiaiaiai
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what a week.
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WE DONE ♥ ♥ ♥ #ODIWANRISE
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countdown for couple-walk @GUCCI #parisfashionweek - this will be so much fun. thanks for all the support. xxoo
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WE DID IT FAM off to aftershowparty now. tmr We will strike again! I really can't wait to run for GUCCI ♥
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zero fucks given
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the Sun called me "scandal model" lmao what's the fucking scandal Wootton? that i've got a boyfriend now? get over it
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30. September 2025 · via twitter
i wanna thank my younger sister for never giving up on her dreams. You're inspiring Darleene i love you ♥
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29. September 2025
look at this bitch.

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Iwan + i are confirmed for the Gucci Runway show, Paris Fashion Week in October GET FUCKING READY
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27. September 2025 · via twitter
random fact for td: Iwan is 10 entire centimetres taller than Darleene. wtf  
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Odile Fetchburgh
26. September 2025
S A V A G E

 
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23. September 2025
me = Nyllie confirmed

 
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21. September 2025 · via twitter
yes i'll run the fashion week. several shows. prepare Your asses
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20. September 2025 · via twitter
eternity is a fucking joke
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Odile Fetchburgh
18. September 2025 · via twitter
omfg I'm not your scandal puppet i am Your fucking photo model. can't believe I get hate for being in Love with someone jfc
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Odile Fetchburgh
16. September 2025 · via twitter
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Odile Fetchburgh
15. September 2025 · via twitter
waking up to rumours about Myself. seems to be a good start.
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Odile Fetchburgh
14. September 2025
thanks to these ppl for making yd night awesome af I love you fucking much!!

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jule @ storming gates ## inspiriert durch Facebook


Zuletzt von Endstation Sehnsucht am Do März 17, 2016 9:13 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Zwischenspeicher   Do März 17, 2016 1:54 am

Ahoi!!
Aufgrund zweimaliger Nachfrage (ich freu mich wie Bolle omg) heute ein Tutorial inklusive einem Colouring-Step zu folgendem Set. Das hier ist mein erstes Tutorial in der Art, wenn also etwas unklar ist, lasst es mich bitte wissen!
Ich würde mich freuen, eure Ergebnisse zu sehen und stehe natürlich für jede Art von Nachfragen zur Verfügung.
Das Programm ist natürlich Pinsel und Leinwand des Herzens: GIMP 2.8 !





Viele Leutos fangen mit der Signatur an, ich leider nicht. Also müsst ihr da jetzt mit mir durch. Los geht es mit dem Avatar und diesem Original. Ich schneide es mir direkt auf die vorgegebenen Avatarmaße (200 x 220 px) und lasse am Rand einen 16px breiten weißen Rand.
Anschließend schnappe ich mir diese Textur und lege sie mit dem Ebenenkanal „NUR AUFHELLEN“ über das Original. Dann radiere ich mit einem weichen Pinsel auf sehr geringer Deckkraft so lange, bis das Gesicht und Teile des Hintergrunds wieder zu sehen sind.



Anschließend nehme ich noch einmal die gleiche Textur wie eben und setze sie leicht versetzt nur auf den Haar-Teil, Ebenenkanal „NUR AUFHELLEN, VOLLE DECKKRAFT“. Daraufhin kopiere ich noch einmal die erste Ebene (mit dem Menschen) und lege sie darüber. Ich radiere so lange, bis ich so viel von den Texturen und dem Gesicht sehen kann, wie ich möchte. Das Ganze sieht dann wie folgt aus:



Nun komme ich zum Colouring. Hierbei wird etwas mit den FARBKURVEN gespielt. Bitte stellt an dieser Stelle sicher, dass nirgendwo Kanten von den Texturen übrig sind und alles genau so scharf ist, wie ihr es haben möchtet. Im Ebenen-Werkzeugkasten mache ich nun einen Rechtsklick auf die oberste Grafik und klicke auf „NEU AUS SICHTBAREM“. Ich erhalte eine Kopie aller meiner bisherigen Ebenen zusammengefügt auf einer. Nun öffne ich unter „FARBEN – KURVEN“ den Farbkurvenkanal und nehme folgende Einstellungen vor:



(Für alle, die nicht gut im schätzen sind, hier die genauen Angaben:
Grün: x: 195 / y: 180 + x: 76 / y: 111
Blau: x: 166 / y: 244 + x: 130 / y: 190 + x: 68 / y: 89
Rot: x: 193 / y: 226 + x: 131 / y: 207 + x: 41 / y: 141
Wert: x: 206 / y: 171 + x: 124 / y: 121
- Bitte beachtet aber, dass je nach Ausgangsfarbe eurer Originale diese Einstellungen komplett anders wirken können, wie bei jedem Colouring!)

Diese Ebene setze ich nun auf den Ebenenmodus „BILDSCHIRM“ und verringe die Deckkraft auf 60 Prozent:



Anschließend erstelle ich eine neue, komplett schwarze Ebene. Ich stelle sie auf den Ebenenmodus „ÜBERLAGERN“ und auf eine Deckkraft von 50%, ehe ich die Mitte mit einem weichen Pinsel ausradiere. So erziele ich, dass die Ecken und Seiten etwas dunkler sind. An dieser Stelle habe ich mich übrigens dazu entschlossen, die ganze Grafik zu spiegeln, weil es für mich stimmiger wirkte. ^^'
Um die Grafik nach unten hin noch etwas dunkler werden zu lassen, erstelle ich nochmals ein „NEU AUS SICHTBAREM“, mache die komplette Grafik etwas Dunkler (Menü: Farben – Helligkeit/Kontrast) und radiere den oberen Teil weg. Meine Grafik sieht nun so aus:



Optional: der Topaz-Effekt. Ich selbst habe ihn benutzt, sehr gering, auf einer Deckkraft von 15%. Hier findet ihr das Tutorial von @Akky, in dem sie beschreibt, wie man auch in Gimp an Topaz kommt.

Kommen wir zum Text! Für das Z habe ich die Schriftart ARIAL HEAVY (Schriftgröße 58, #e6e6e6) gewählt. Die kleine Schrift ist ebenfalls ARIAL HEAVY (Schriftgröße 8, Zeilenabstand -4, Zeichenabstand 2,7). Um den „Inside Out“ Effekt zu erzielen, setze ich die kleine Schrift auf: Rechtsklick auf Textebene - „AUSWAHL AUF ALPHAKANAL“. Anschließend wähle ich die Schriftebene mit dem Z aus und drücke auf entfernen. So lösche ich den kleinen Text nur auf dem Z. Anschließend gehe ich auf Menü: „AUSWAHL – NICHTS“ und wähle wieder die Textebene mit dem kleinen Text aus. Mit einem Radierer mit scharfen Kanten radiere ich nun genau den kleinen Text weg, der auf dem Z steht. Das Ergebnis ist dann wie folgt – und ist das fertige Avatar!



Für die Signatur werden im Prinzip die gleichen Schritte befolgt. Zu beachten ist, dass die ineinander geblendeten Originale farblich passend aneinander angepasst werden, damit das Colouring auf den beiden unterschiedlich farbigen Originalen gleich wirkt. Ich habe noch zusätzlich dieses Original hier verwendet.
Ich befolge genau die gleichen Steps:



Um wieder an das gleiche Colouring zu kommen, gibt es einen Trick. Geht wieder auf Farben – Kurven und sucht es euch unter folgendem Dropdown-Menü heraus. Gimp speichert automatisch die letzten paar Kurveneinstellungen. Wenn ihr euch die genaue Uhrzeit merkt, hab ihr es leichter (ansonsten probieren).



Anschließend einfach wieder alle anderen Steps – schwarzer Randkringel, nach unten hin dunkler, Text... - auch bei der Signatur durchführen. Und schon ist das Set fertig!



Ich freue mich, eure Ergebnisse auch sehen zu dürfen ^o^


Zuletzt von Endstation Sehnsucht am So Jul 03, 2016 3:28 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Endstation Sehnsucht
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BeitragThema: Re: Zwischenspeicher   Mo März 28, 2016 9:37 pm

„Frag doch deinen blassen Ritter um Hilfe, wenn’s dir so schwer fällt“, giftet Roxy und lässt Ayame mit beiden Wassereimern am Brunnen stehen. Ungerecht. Sie kann verstehen, dass Roxy wütend oder enttäuscht ist – der blasse Ritter hatte keinen zweiten Blick an sie verschwendet, gestern nicht und auch nicht vor zwei Wochen, als Roxy sich extra weiße Blüten in ihr kohlrabenschwarzes Haar geflochten hat. Dabei ist das wirklich nicht Ayames Schuld – sie hat den blassen Ritter ja nicht darum gebeten, sein Pferd zu zügeln und abzusteigen und ihr zu helfen, die beiden entlaufenen Hühner zurück zur Schar zu treiben. Er hatte es einfach getan. Er hatte nicht gelächelt und er hatte gewiss erwartet, dass sie etwas mehr als ein stammelndes “d-danke Ser“ zur Antwort gab, aber trotzdem: ihre Schuld war es immer noch nicht. Sie schnaubt frustriert, während sie Roxy nachsieht, die mit ihren schönen langen Beinen davon stolziert und sich nicht einmal zu ihr, Ayame, umdreht. Eigentlich versteht sie sich ganz gut mit Roxanne, auch wenn die aus Dorne kommt und Ayames Vorfahren aus Lys stammen. Sie arbeiten schon seit vier Jahren zusammen auf dem Hof von Rod dem Unholden. Der Ruf ihres Herren eilt Rod dem Unholden voraus – der wettergeerbte Bravoosi war Spielmann und folgte zwölf Jahre lang den Zweitgeborenen; nicht um zu kämpfen, sondern um zu unterhalten. An guten Tagen, vielleicht ein Mal in drei Monden, jongliert der Unholde oder singt mit seiner lauten, aber warmen Stimme. Ansonsten hat Rod beschlossen, dass es Zeit ist, unterhalten zu werden anstatt es selbst zu tun. Nur aus diesem Grund hat er damals wohl Roxy in seine Dienste gestellt – zumindest denkt Ayame das an schlechten Tagen wie heute. Tage, an denen Roxy fies zu ihr ist und an denen sie am liebsten dem blassen Ritter davon erzählen würde, dass der Unholde sein Dienstmädchens abends gerne mit in sein Bett nimmt.
Roxy denkt, Ayame versteht nichts von diesen Dingen; aber wenn das so wäre, hätte Ayame sie schon längst bei Ser Gideon verpfiffen. Der blasse Ritter ist der Lehnsherr der umstehenden Gehöfte und des ganzen Dorfes, und damit auch Rods. Er kann ihn nicht leiden, das weiß Ayame genau, und Ser Gideon selber scheint auch nicht besonders angetan von dem vorlauten Unholden zu sein. Doch Ayame ist nicht so dumm, wie Roxy vielleicht denkt – sie weiß wie es ist, wenn man das Bett eines Mannes wärmt, den man nicht haben sollte. Es ist ihr bestgehütetes Geheimnis. Sie lässt also Roxy die dumme Roxy sein, die Nachts zu Rod dem Unholden ins Zimmer schleicht und morgens mit zerzausten Haaren heraus wankt, um die Kühe zu melken. Sie lässt Ser Gideon Ser Gideon sein, der ihr zwar hilft, aber sie dabei nie ansieht oder sie grüßt oder sie anlächelt.
Der blasse Ritter weiß von ihrem Geheimnis. Er kennt den Mann, in dessen Bett sich Ayame schleicht, vermutlich besser als sie selbst.
Godric ist kein Ser und auch kein Maester, aber trotzdem sprechen ihn alle im Dorf mit Herr oder mit Meister an. Er ist der Onkel des blassen Ritters und lebt in seinem Haus. Begonnen hat alles vor fünf Jahren, als Ayame neu auf Rods Hof war; frisch angestellt im Dienst des unholden Bravoosi. Ser Gideon war damals ganz neu als Lehnsherr der Gehöfte aus dem Dienste der Krone abgesandt worden und sein Onkel Godric war von Hof zu Hof gezogen, um Bestandszählungen durchzunehmen und Befragungen und…
…Ayame hatte von all dem nichts verstanden. Sie konnte nicht zählen, aber sie hatte Augen im Kopf und das genügte vollkommen – der Onkel des blassen Ritters gefiel ihr sogar noch besser als dieser selbst. Schon vier Tage nachdem sie einander das erste Mal gesehen hatten, war Ayame-

„Das Wasser trägt sich nicht selbst in die Kuhtränken, oder schätze ich das falsch ein?“
Ayame sieht blinzelnd auf und erkennt auf dem Rappen, der unweit von ihr schnaubend stehen geblieben ist, genau den Mann, über den sie gerade nachdachte. “Lord Godric!“, entwischt es ihr, das kleine Herz in der flachen Brust hilflos flatternd. Der Nordmann lächelt sie weich an und macht Anstalten, abzusteigen. Sie weiß genau wie ungern er sich auf den Pferderücken schwingt und setzt einen Schritt vor; “Nein, bitte bleibt sitzen!“ – er wird Ewigkeiten brauchen, um alleine wieder auf den Rappen zu kommen. Doch der große Mann lässt sich nicht aufhalten, steigt ab und verzieht keine Miene, bis er bei ihr ist. Von seinem hohen Sitz aus hat er vermutlich viel besser in die Umgebung sehen können – zumindest hofft Ayame das. Er kommt direkt auf sie zu, nimmt ihr Gesicht in seine viel zu großen Hände und küsst sie. Am helllichten Tag. Es ist scheinbar wirklich niemand in der Nähe.
Ayame ist so überrascht, dass sie die Wassereimer fallen lässt; beide gleichzeitig. Sie landen zwar gerade auf dem Erdboden, trotzdem schwappen sie beide ein wenig über – nicht, dass sie einen Gedanken daran verschwenden könnte. Godrics Lippen bewegen sich so weich und warm auf ihren, dass sie an absolut nichts anderes denken kann, außer ihn. Mit einem leisen, kehligen Lachen löst sich der Adlige von ihr. Es ist nicht das erste Mal dass sie sich küssen (und garantiert auch nicht das letzte Mal, wenn man Ayame fragt), aber einfach mitten auf dem Pfad zu Rods Gehöft und damit so direkt an der Öffentlichkeit – das ist neu. Fragend blinzelt die junge Dienstmagd zu dem Onkel ihres Lehnsherrn herauf. Es ist ja nicht so, dass Godric sie nicht küssen dürfte - der Mann ist erwachsen und seinem Neffen gehören die Ländereien; er darf tun und lassen, was und mit wem er will – es ist eher, dass… Godric ein Adliger ist. Ein Lord. Und sie? Ist Ayame. Nur Ayame. Manchmal, wenn Roxy besonders wütend ist, dann ist sie auch Ayame mit den dünnen Ärmchen. Ayame Bohnenauge. Ayame Flatterhaar.
“Lass mich dir mit diesen Eimern helfen“, murmelt Godric, ehe er sie noch mal küsst. Sie fragt sich, was ihn beschäftigt – denn dass da etwas ist, das bemerkt sie, deutlich. “Hat Rod dich ganz alleine Wasserholen geschickt? Er sollte das lassen. Die Wilden aus den Bergstämmen trauen sich in letzter Zeit viel zu viel. Du bist alleine nicht sicher.“
Sie versucht, eine Ausrede zu finden, doch Godric sieht sie so fest und auffordernd an, die leicht besorgte Miene so offen und ehrlich wie eh und je – wie soll man jemanden belügen, der einem immer, immer die Wahrheit sagt? Ayame könnte das nicht. Die Gerissenheit, die man Mädchen in ihrem Alter nachsagt, verliert sie bei nur einem Blick in die strahlend grünen Augen des Nordmannes. “Roxanne sollte mir helfen, aber sie ist fort gegangen.“ Wütend, wegen Ser Gideon. Aber das sagte Ayame nicht. Stattdessen nimmt sie die Eimer wieder in die schmalen Hände und hebt sie an. “Ich kann das alleine.“ Godric stellt sich ihr halb in den Weg, aber sie tänzelt einfach um ihn herum. Die ersten zwanzig Pferdelängen schafft sogar Ayame mit ihren dünnen Ärmchen ohne Probleme – sie ist nicht ganz so hilflos wie Rod und Roxy und auch Godric immer sagen oder denken.
“Ayame, …warte.“ Er folgt ihr. Er ihr. Dabei war er das letzte Mal, als sie sich auf dem Marktplatz nicht von ihm trennen hatte wollen und er am Ende einfach fort gegangen war, ohne ein Wort oder eine Geste des Abschieds richtig wütend gewesen. Wir können nicht so offensichtlich sein, hatte er geklagt, Nicht vor all den Leuten, verstehst du?! …aber jetzt hatte Godric sie geküsst. Am helllichten Tag. Sie bleibt stehen und sieht sich zu ihm um.
“Ich habe nach dir gesucht“, gibt Godric zu. Er nickt zu dem Rappen; sie versteht ihn, ohne dass er weiter erklären muss - deshalb das Pferd. Er zieht die Augenbrauen zusammen. “Ich will dich dem Unholden abnehmen.“
Sie versteht nicht. Nicht richtig, zumindest. Von Rod weg zu sein wäre, …toll. Sie muss zugeben, sie würde Roxy vermissen. Ayame stellt die Wassereimer wieder ab. “Ich… verstehe nicht?“ - Mylord. Sie hat er schon wieder verschluckt. Godric geht zu ihr herüber, bedächtig und langsam. Was auch immer es ist, das sich in seinen Augen spiegelt – so richtig glauben, dass es Liebe sein soll, kann Ayame nach all den Jahren immer noch nicht – ein Funke Stolz ist darin. Und… Unsicherheit?
“Gideon und ich geben unser Lehen ab. Wir werden zurück in das Anwesen unserer Familie ziehen, Schloss Imogrible. Und… ich… ich will dich mitnehmen. Als Zofe von Gideons Frau. Ihr Name ist Andee. Sie wird gut zu dir sein.“
So viele neue Informationen. So viele Veränderungen. Ayame macht einen Schrritt zurück. Der blasse Ritter hat eine Frau? Die Familie ein Schloss? Sie, eine Zofe?! Sie weiß nicht, was sie sagen soll, und sie stellt sich sehr un-lady-haft an, als sie das erste fragt, was ihr in den Sinn kommt. “Geht das denn?“
Aber natürlich geht das. Er ist Lord Godric Depier.
“W-wenn du möchtest?“
Ayame und Godric führen seit fünf Jahren eine versteckte kleine Liebschaft. sie nennt ihn seit fünf Jahren Mylord und er sagt ihr seit fünf Jahren, dass sie nicht so offensichtlich sein soll.
Und sie dachte wirklich, er kennt sie.
“Machst du Witze?!“
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BeitragThema: Re: Zwischenspeicher   So Apr 03, 2016 11:13 pm

„Heilige Scheiße, was ist das denn bitte für ein abartig geiler Ausblick!“, entwischte es mir. Vor uns erstreckte sich ein Abhang, vollkommen unberührt. Es war absolut umwerfend. Hinter uns lag der Wald, aber vor uns war diese Wiese und dann das Tal, kilometerweise malerische Natur, halb angeschienen von der Morgensonne, der Himmel blau und... die Luft, so klar und rein und derartig befreiend, wie ich es noch nie erlebt hatte. „Du hast Recht, es ist WAHNSINN!“ Erst als ich zu ihr herüber sah, bemerkte ich, dass Perry sich hatte ins Gras fallen lassen. Sie grinste zufrieden zu mir hoch und zuckte dann leicht die Schultern. „Ich wusste, dass du so reagierst.“ Vorher hatte mich Perry damit aufgezogen, dass ich wahrscheinlich komplett durchdrehen würde, und ich hatte die Augen gerollt und für wie leicht zu begeistern hältst du mich eigentlich gemurrt. Aber Himmelherrgott, sie hatte so Recht, es war einfach zu schön, um nicht auszurasten. Allein wie das Licht auf den kompletten Abhang schien, aber man von hier aus sah, wo eine Wolke ihren Schatten auf einen Teil des Tals warf – ich war einfach... ich hatte noch nie etwas Vergleichbares sehen dürfen. „Ich komm mir vor wie bei, hier... Dings. Heidi“, gestand ich absurd breit grinsend. Unfassbar schön hier. Und das war es in diesem Zeichentrick-Vorspann auch immer gewesen, und ich hatte davor gesessen und mir immer wie übertrieben gedacht. Nur jetzt, wo ich es mit eigenen Augen sah, verstand ich, dass es das auch in der Realität gab. „Dann musst du aber auch so... tanzen und jodeln und hüpfen und so weiter!“, forderte Perry mich auf. Ihr süffisantes Grinsen wurde breiter, als ich zu ihr sah, und ich war so kurz davor ihr die Zunge raus zu strecken. Aber es war Perry – wann hatte ich schon mal etwas ausschlagen können, das Perry sagte? Eben. Besonders nicht, wenn sie mich so ansah, immer noch absolut selbstzufrieden, aber mit diesem stolzen Funkeln in den Augen. Nicht darüber, dass sie Recht behalten hatte – sondern darüber, dass ich mich so freute.
Also tat ich ihr den Gefallen. Zumindest den Teil mit dem Tanzen und Hüpfen. Ich machte ein paar unkontrollierte Bewegungen und ich drehte mich ziemlich awkward im Kreis, bis sie anfing zu grinsen. Dann richtete ich meinen Blick wieder auf das Tal vor uns und sprang, so hoch ich konnte und laut jauchzend, in die Luft. Wahrscheinlich hätte ich dabei noch MEINE WELT SIND DIE BERGE grölen sollen, aber Perry fing auch schon so an zu lachen.
„Hast du eine Ahnung, wie absolut bescheuert das von hier unten aussieht?!“, fragte sie mich mit diesem Tonfall, den sie immer auflegte, wenn sie mich aufzog. „Hast du eine Ahnung, wie absolut bescheuert DU von HIER aussiehst?!“, gab ich lachend zurück, dann warf ich mich neben sie und versuchte sie trotz dem halben Kilo Grasbüschel zwischen uns umarmen, weil Perry einfach Perry war und Perry wirklich absolut immer gut aussieht. Sogar besser als der Ausblick damals – weshalb ich den auch dann mal getrost ignorieren konnte.
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BeitragThema: Re: Zwischenspeicher   Fr Apr 08, 2016 12:37 am

Er hatte einfach nur Glück, dass es bisher noch nicht angefangen hatte, heiß vom Himmel zu regnen. Hätte Sixsmith gewusst, dass Azamber genau das bevor stand – kochend heißes Wasser direkt vom Himmel – hätte der Sechsundzwanzigjährige vermutlich die Beine in die Hand genommen und wäre um sein Leben zurück nach Hause gerannt. Jetzt war es allerdings noch recht früh am Tage. Er hatte gerade seine Nachtschicht hinter sich gebracht und die Wolken standen zwar schon über ihnen, doch niemand konnte ahnen, was sie für die Bevölkerung bereit hielten. Sixsmith nutzte die Zeit die er brauchte um vom Police Department durch den Park zu seiner Wohnung zu kommen und hatte seine Mutter angerufen.



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Endstation Sehnsucht
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BeitragThema: Re: Zwischenspeicher   So Apr 10, 2016 8:40 pm


(WEISS HINTERLEGT ZUR BESSEREN ANSICHT IN ALLEN STYLES.)

CLARE LEWISON - 19 - RAVENCLAW
DIANA MODEST - 18 - RAVENCLAW


„Hör zu, du kannst nicht-“
„Ich muss zum Training, okay? Ich bin schon die letzten beiden Male zu spät gekommen.“
„Na und?! Scheiß auf Quidditch. Ernsthaft, ich finde, du bist mir was schuldig.“
„...ja?“
„JA! Bei Merlins Barte, du TUST ja nicht mal so, als würde es dir Leid tun!“
„Natürlich tut es mir Leid, ich- ...natürlich-“
„Achja? Und warum hast du es dann gemacht? Als Professor Jenkins gefragt hat, wen du als deinen Partner wählst, da hast du nicht an deine FREUNDIN gedacht?!“
„Diana- ...im ernst, ich hab nicht mal hingehört, als Jenkins geredet hat, ich bin da beinahe eingeschlafen, und als er dann plötzlich mich dran genommen hat, hab ich den erstbesten Namen genannt, der mir einge-“
„Das heißt STARVINGS Name fällt dir als erstes ein? Von allen gottverdammten Namen die du hättest nennen können, rutscht dir der von PANDORA STARVING heraus?!“
„Wir sind eben befreundet, ich hab ni-“
„Lewis – soll ich dir mal was sagen? Pandora Starving ist absolut NICHT mein Niveau und es geht mir wirklich sowas von am Arsch vorbei, ob du sie leiden kannst oder nicht-“
„-Di...!“
„-nein, nichts Diiii, halt die Klappe. Seit Wochen ist wirklich alles mögliche wichtiger als ich. Dass du irgendwem eine bescheuerte Eule schicken willst, dass du zum Training musst, dass du für deine UTZ lernen musst, dass du euren kack Schulausflug im März planen musst, ALLES. Und in dem einzigen Moment, in dem du eventuell mal so tun könntest, als hättest du eine Freundin – hallo, das bin ich nebenbei – da rutscht dir der Name von Starving raus?“
„Machst du mir ernsthaft gerade eine Szene, weil ich nicht mit dir zusammen die Anatomie eines Thestralen an so einem Ding bestimmt habe?!“
„NEIN Lewis, ich mache dir eine verschissene SZENE, weil du offenbar nicht mal ansatzweise an mich denkst! Weißt du wie ich mich gefühlt habe, als du Pandora gesagt hast? JEDER hat erwartet, dass du MICH bittest dir zu helfen, weil ich verdammt noch mal deine Freundin bin!“
„...aber ich hab das doch nicht mit Absicht gemacht? Wie oft soll ich denn noch sagen, dass mir das rausgerutscht ist? Ich war mit den Gedanken woanders und-“
„Wo warst du denn mit deinen Gedanken? Bei Starvings Hintern?“
„Nein, Diana, ich- ...warte, dein ernst? Denkst du ich hab was mit Pandora? Ernsthaft jetzt?!“
„Nein, aber mit irgendwem hast du irgendwas!“
„...ich kann nicht glauben, dass wir das gerade wirklich- … Di, ich hab mit niemandem irgendwas außer mit dir, okay? Ich war einfach fertig und ich hab nicht weiter darüber nachgedacht und Pandora stand neben mir. Das war nicht mit Absicht. Hätte Jenkins mich zwei Minuten später gefragt, hätte ich vielleicht Albus' Namen gesagt. Würdest du dann auch glauben, ich hätte was mit dem?“
„Nein, aber-“
„...siehst du, nein. Ich hab nichts mit Pandora und, für's Protokoll, sie ist überhaupt nicht so übel wie du sagst.“
„Das ändert aber nichts daran, dass du nicht meinen Namen genannt hast.“
„Warum zur Hölle ist dir das so wichtig?! Und wenn ich gesagt hätte, ich will das mit einem Knallrümpfigen Kröter zusammen machen! Ist doch total egal, ich wa-“
„-weil ich das Gefühl habe, dass ich dir EGAL bin, okay? Weil du mit deinen Gedanken IMMER woanders bist, aber nicht BEI MIR!“
„...du kannst nicht wirklich erwarten, dass ich permanent an dich denke.“
„Warum nicht?“
„Weil- ….Di, das ist doch total absurd, worüber reden wir hier gerade?“
„Über unsere BEZIEHUNG.“
„Ich hab wirklich- …können wir das vielleicht auf nach meinem Training verschieben?“
„Du- … hast du gerade- … IST DAS DEIN SCHEISS ERNST?!“
„Diana, hör auf mich anzuschreien, ich-“
„Weißt du was, Clare Lewison? Fick dich. Halt einfach deine verdammte Klappe und lass mich in Ruhe.“
„Aber DU wolltest doch über unsere Bezie-“
„WELCHE BEZIEHUNG DENN BITTE?! Nennt du DAS HIER eine Beziehung?!“
„Di. ...jetzt werd nicht melodram- … ich- … weinst du?“
NEIN! LASS MICH!“
„.... schön, von mir aus. Beruhige dich erst mal und wenn ich wiederkomme reden wir noch mal. Ich verspreche dir, dass wir darüber reden. Ich- ...es tut mir Leid, okay? Ich hätte deinen Namen sagen sollen. Ich... ah, später. Komm, wir reden später.“
„Verzieh dich einfach.“
„... bis später. Tut mir Leid. Bis... später.“


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BeitragThema: Re: Zwischenspeicher   Do Apr 14, 2016 4:21 pm

ESL: Hi rage! Thanks for taking the time to chat with us. So, how did your adventure with cosplay begin?
rage: I’ve always kind of side-eyed cosplay but it all got more serious when I decided to actually craft my own cosplay for ESL 2015, ...which was in January that year I reckon. Before that I already worked on LARP (live action roleplay) costumes so I wasn’t completely unfamiliar with the topic.

ESL: What about Dota? When and how did you get into the game?
rage: I can’t exactly remember the date or my age to be honest. My brother played a lot of computer games and I enjoyed sitting next to him and just watched him play. Dota (old WC3 times) was the one I preferred most. I kinda lost the track of it when he moved out but around 2014 I figured I was able to watch him play via steam and my own Dota2 client which I created for this very reason. Then I started to watch professional Dota.

ESL: Which heroes are your favorites in terms of gameplay and design?
rage: Tidehunter and Broodmother in all terms, even though I can’t say how it’s to play them since I only watch games and don’t play at all. Also Techies, just because they’re fun. I remember I wanted my brother to pick them every single game he played...

ESL: Last year, you attended ESL One Frankfurt as Bloodseeker. Tell us something about that cosplay.
rage: If I remember correctly I chose it because I wanted to craft the bloodstone blades soooo badly and didn’t want to focus on a lot work with fabric and sewing. I used materials I now wouldn't touch ever again, made my weapons waaaay to heavy etc. But it was a lot fun, the progress of crafting and wearing it on the event. I dare to say I made the right choice. I still love to see pictures of it.

ESL: What were your impressions of the many other cosplays we were lucky to see at the venue?
rage: I was completely stunned how many different characters were portrayed. The quality was super high and the people were so friendly and kind. I genuinely believe we’ll have even more detailed, carefully created high quality cosplays in 2016 - and I can’t wait to see them!

ESL: What are your memories from the 2015 event?
rage: My beloved Team Secret winning with my cosplay - a Bloodseeker - in their team was simply the best thing that could have happened. Also making so many new friends and contacts. The Dota2 cosplayer-scene are a bunch of lovely persons. Bonus: meeting Team Secret.

ESL: What are you preparing for the cosplay competition this year and why?
rage: Well I already mentioned my brother and my strange adoration for the Techies right? My brother supported me and my cosplays two huge Dota2 events in 2015. Time to include him and make him an even more important part of it. We’ll cosplay Techies Default Set. Like the team that we’ve always been.


ESL: Which costume elements are the most difficult to make?
rage: As I said I’ve always some problems with sewing and fabrics and stuff… shoutout to my mum. I’d be lost without her when it comes to this.

ESL: What made you come back to ESL One Frankfurt for another event?
rage: I’ve already experienced some other events such as general cosplay events, LANs and Dota2 events - but none of it was as well organized as ESL One Frankfurt. Moreover the people I’ll meet again, I haven’t seen some of them for more than half a year now. Can’t wait to hug everyone to death.

ESL: Do you have favorite pro teams or players? Who will you be cheering for in Frankfurt?
rage: Obviously I’m a 100% Team Secret fangirl….. My favourite player is Zai. I still watch his streams from time to time, even though he’s on hiatus right now.

ESL: What are you most looking forward to at ESL One Frankfurt 2016?
rage: I just hope my brother will have a great time to be honest, I dragged him into something… also, as I said, meeting friends again. Maybe getting some autographs - I have a huge Team Secret flag but there are still some names missing on it.

ESL: Thanks for your time, Marielle, and see you at the event! The last words are yours.
rage: Thank you so much!! All fingers crossed for Secret. And loads of love to my bro! We can do it!
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BeitragThema: Re: Zwischenspeicher   Sa Apr 16, 2016 12:46 am

Willkommen zu einem weiteren Tutorial eines Sets, das sich besonders gut für Leute eignet, die keine Lust haben, Haare auszuschneiden! Natürlich wird gearbeitet mit dem Programm des Herzens – GIMP 2.8 <33
Folgendes Set ist unser Endergebnis und wird dann hoffentlich so aussehen, wie hier:





Wie der ein oder andere vielleicht schon bemerkt hat, starte ich immer mit dem Avatar – also, auf geht’s! Zuerst öffente ich eine neue Kartei mit den Maßen meines Avatar (200 x 300px). Anschließend lege ich DIESES Pattern darüber, sodass die Striche von unten links nach oben rechts gehen. Anschließend öffne ich DIESE Textur und lege sie mit dem Ebenenmodus FASERN MISCHEN über das Pattern. Ich habe die Textur etwas verkleinert und so gedreht, dass die hellgrauen Wolken ebenfalls von unten links nach oben rechts reichen, um eine Anpassung an das Pattern zu erzeugen. Meine Grafik sieht jetzt voll knorke aus, nämlich so:



Weiter geht es mit meinem Model! Ich habe das Original dieser wunderhübschen Dame, Antonia, gewählt. Antonia schneide ich ordentlich an ihrem Mantel aus, lasse aber einen Streifen hinter ihrem Kopf und ihren Schultern des Originals stehen. Idealerweise spart man sich so das Haare ausschneiden. Tipp: Damit das ganze harmonischer wirkt orientiere ich den Streifen an den Linien auf den Pattern. Die Schnittkante des Streifens läuft also im gleichen Winkel wie die Linien auf dem Pattern.
Anschließend wähle ich einen zerstreuten Pinselkopf mit geringer Deckkraft (zum Beispiel „ACRYLIC“) und entferne etwas von Antonias Seite und dem Streifen. Das ganze müsste nun so aussehen:



In den folgenden Schritten mache ich folgendes:
Ich radiere hinter Antonia etwas von der grauen Textur weg, sodass die Grafik zur Mitte hin dunkler wird (am besten auch hierfür einen Radierer mit weichen Kanten und auf geringe Deckkraft). Anschließend dupliziere ich diese Ebene, spiegele sie horizontal und stelle sie auf den Kanal NACHBELICHTEN. Diese Ebene dupliziere ich ein weiteres Mal und stelle sie auf HARTE KANTEN.



Zeit für noch ne Textur, oder? Ich schnappe mir DIESE hier und lege sie im Ebenenkanal BILDSCHIRM mittig auf meine Grafik. Weil mir Antonias Gesicht ein bisschen zu blass ist, radiere ich an dieser Stelle mit einem weichen Pinselkopf und geringer Deckkraft das schwarz fort.
Außerdem kümmere ich mich jetzt schon um den Text – das „E&T“. Dafür schreibe ich „E&T“ (Steelfish Italic, Größe 35, Hinting: Glanzlichter) auf meinen Kreis. Über Rechtsklick auf die Ebene in der Ebenenübersicht und „Auswahl auf Alphakanal“ markiere ich das „E&T“. Danach blende ich die Textebene aus und klicke dafür die Ebene meiner Textur mit dem Kreis und dem Dreieck an. Nun drücke ich die Entfernen-Taste (sollte das bei euch nicht funktionieren, könnt ihr stattdessen auch radieren). Anschließend gehe ich aus Auswahl ~> Nichts und habe meinen fertigen Text in den Kreis „graviert“.



Kommen wir zum Colouring! Ich mache einen Rechtsklick auf meine oberste Ebene und dann auf NEU AUS SICHTBAREM. Diese Ebene färbte ich nun ein über Farben ~> Kurven. Hier könnt ihr meine Kurveneinstellung sehen – wer nicht im schätzen ist, bekommt auch meine Werte. Bitte beachtet, dass je nach der Farbigkeit eures Originals das Colouring bei euch anders enden könnte!




Rot: x:87 / y: 69 und x: 202 / y:235
Grün: x:50 / y: 43 und x: 190 / y: 205
Blau: x: 44 / y: 52 und x: 198 / y: 202


Meine eingefärbte Ebene stelle ich nun auf den Ebenenkanal WERT. Anschließend dupliziere ich diese Ebene und stelle sie auf den Kanal NUR AUFHELLEN. Auf der Ebene mit „Wert“ radiere ich nun vorsichtig etwas um Antonias Kopf herum, sodass das orange/blau durchschimmert.



Zeit für den letzten Schliff! Zunächst öffne ich noch einmal unsere graue Textur von vorhin und lege sie über meine Grafik im Ebenenmodus NUR ABDUNKELN und mit einer Deckkraft von 50%. Außerdem lege ich eine voll farbige Ebene in dunkelblau (#232330) darüber und stelle sie auf NUR AUFHELLEN. Der Rand ist auf einer neuen Ebene, die über allen anderen liegt; in weiß und 6 Pixel hoch. Meine Grafik sieht nun so aus:



Zu guter letzt füge ich noch den Text hinzu! Ich habe wieder habe für meinen Text (Steelfish Italic, Schriftgröße 8, Zeichenabstand 1,0, Farbe #ffffff) den Ebenenkanal ÜBERLAGERN gewählt und ihn so gedreht, dass er sich an den Kanten des Streifens und den Linien des Patterns orientiert. Genau wie bei dem Streifen werden die oberen und unteren Enden der Schriftzeilen vorsichtig radiert.

Das Avatar ist nun fertig! Bei der Signatur verfolgt man im Prinzip genau die gleichen Schritte. u beachten ist, dass die ineinander geblendeten Originale farblich passend aneinander angepasst werden, damit das Colouring auf den beiden unterschiedlich farbigen Originalen gleich wirkt (in meinem Fall dieses hier). Ich befolge genau die gleichen Steps:



Um wieder an das gleiche Colouring zu kommen, gibt es einen Trick. Geht wieder auf Farben – Kurven und sucht es euch unter folgendem Dropdown-Menü heraus. Gimp speichert automatisch die letzten paar Kurveneinstellungen. Wenn ihr euch die genaue Uhrzeit merkt, hab ihr es leichter (ansonsten probieren).



Ich freue mich, eure Ergebnisse sehen zu dürfen! <3 Bei Fragen oder Problemen könnt ihr euch gerne an mich wenden.


Zuletzt von Endstation Sehnsucht am So Jul 03, 2016 3:30 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Zwischenspeicher   Sa Apr 23, 2016 7:24 pm

Jetzt wo ich darüber nachdenke... bin ich mir gar nicht mehr so genau sicher, ob es von Anfang an Bhuskus Plan gewesen ist, die Hochzeits-Zeremonie an genau dem Punkt zu unterbrechen. Eigentlich ein bisschen melodramatisch. Es war die Stelle, an welcher der Wellenlauscher – der oberste Priester der Me'er – fragte, ob jemand etwas gegen die Verbindung vorzubringen hatte. Ich musste mir da wirklich das Lachen verkneifen. Natürlich hatten wir was dagegen, wir alle. Niemand sah gerne zu, wie eine Sirenenprinzessin einen Sterblichen mit gekauften Flossen heiratet. Das gehört sich eben einfach nicht – nicht für normale Me'erfrauen, aber ganz sicher nicht für Prinzessin Tjiedrij. Aber sie hat schon immer einen feuchten Algenschlamm darauf gegeben, was ihr Schwarm von ihr hielt, und auch den Gesetzen der Gezeiten stets die Rückenflosse zugewandt. Regeln? Nicht für Tjiedrij. Und weil sie sich nicht an die Vorschriften hielt, welche die Wellenlauscher, Muschelfinder und Seegarnspinner vor Generationen für uns in die Korallen gewoben hatten – na, da hielten wir uns ganz sicher auch nicht mehr dran. Im Prinzip ist es nämlich auch verboten, Hochzeiten zu überfallen, besonders Tiefseetrauungen. Und ganz besonders Tiefseetrauungen von Prinzessinen, wenn doch so viele bekannte Gäste eingeladen wurden.
Ich konnte die Walweiber aus Esbos sehen, die Seespinnen mit ihren engen schwarzen Farnkleidern, die Delegierten des Reiches Oputcoo mit Tentakeln anstelle einer Flosse, und natürlich auch die Wassermänner aus Tief Unten, deren blinde Augen im gebrochenen Licht der Leuchtkugeln noch gespenstischer aussahen. Nur eines sah ich nicht: die Familie des Bräutigams. Was mich auch nicht weiter verwunderte. Er war ein Sterblicher. Es gab viele Geschichten darüber, wie er und die Prinzessin einander trafen, und jede war hoffnungslos romantischer als die andere. Meine Meinung: er hat sie verführt. So lange, bis sie eine Fischfresserin gefunden hat, die ihm Flossen schenkte. Dabei sollte es eigentlich anders herum sein, oder? Sirenen verführen Männer – nicht anders herum. Die Strömungen trugen schon seit Wochen eine Witterung von Hass und Verrat mit sich.
Jedenfalls: ich war reichlich erheitert, als Bhusku genau an diesem Punkt der Zeremonie das Signal gab. Ein einziges, lautes Grollen. Das genügte. Dafür, dass wir ausschwärmten – über fünfzig Kaltäugige, nur bewaffnet mit unseren scharfen Zähnen – und auch dafür, dass die Schreie ertönten. “HAIE!“, brüllten die Nixen, “HAIMENSCHEN! DIE HA'RUUI KOMMEN!“ Bei dem Großen Weißen, ich liebe es, wenn sie schreien. Wir schrien auch. “TOD DEN ME'ER!“ und natürlich “TOD DER PRINZESSIN!“. Dabei habe ich Tjiedrij nicht einmal ansatzweise angerührt. Und auch keine einzige Sirene. Nein – es war ihr Sterblicher mit seinen erkauften Flossen, in dessen Fleisch sich meine Haifischzähne bohrten. Niemand kauft sich Flossen, wenn der Preis dafür der Untergang des Ozeans sein würde.
Niemand.
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BeitragThema: Re: Zwischenspeicher   Mo Mai 09, 2016 12:58 am

Was war das Schlimmste, dass passieren konnte? Dass ihm der Hund nachlief? Sixsmith war sich ziemlich sicher, dass er nicht schneller sein konnte als ein großer, schwarzer Rüde, aber... er könnte zur Not in irgendein Geschäft verschwinden und dort warten, bis er wieder alleine war, aber... er hatte sich ja vorgenommen, nicht mehr so ein Pessimist zu sein. Was absolut nicht einfach war, denn als er sich umblickte, schien immer noch niemand Interesse an dem Hund zu haben. Zögernd streckte er die Hand nach ihm aus und ließ das Tier daran schnüffeln. In seinen dunklen Vorstellungen bildeten sich schon wieder Szenarien, in welchen der Schwarze ihm plötzlich in die Finger bis – tödlich für jemanden, der damit zehn Stunden pro Tag auf einer Tastatur und einer Maus herum hackte. Doch der große Hund schob nur seine breite Schnauze darunter und wirkte damit auch ganz glücklich. Unsicher begann Sixmsiht, ihm seinen Kopf zu streicheln. Es war seltsam: das hatte was beruhigendes. Eben gerade noch war er ziemlich mürrisch gewesen, das löste sich soeben auf. Der Hund strahlte eine nahezu seltsame Ruhe aus, eine Selbstverständlichkeit, die Sixsmith so nur von seinem

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BeitragThema: Re: Zwischenspeicher   Do Jun 09, 2016 10:29 pm

Hej,
da das ein PDF war antworte ich mal hier in der Mail. Ich hoffe, das ist okay
Es wäre ganz prima, wenn man mein Instagram und mein twitter verlinken könnte...! das wäre beides: @ragefulthinking
Außerdem wäre es super, wenn man nicht meinen vollen Namen - Marielle Flucke - erwähnt, sondern mich entweder als "rage" betitelt, oder als Elle (oder wenn es sein muss als Elle Flucke).
DANKESCHÖN jedenfalls für die Möglichkeit!!

Wie kam es zum letzten Cosplay, was ist Dein aktuelles?
Im Prinzip arbeite ich immer auf ein bestimmtes Event zu. Mein letztes Cosplay war für die Winter Dreamhack in Schweden und für das Frankfurt Major, beides im November. Kurz darauf habe ich mit meinem aktuellen Cosplay begonnen, das ich für die ESLOne Frankfurt im Juni fertig stellen möchte. Dieses Jahr habe ich meinen Bruder mit ins Boot geholt und wir werden zusammen die Techies (Default Set), natürlich aus DotA2, gemeinsam cosplayen.

Wie lange dauert es im Schnitt von der Idee bis zur Umsetzung?
Ich weiß nicht genau wie andere das machen, aber bei mir geht das alles total planlos und eher aus dem Bauch heraus - ich entscheide mich für einen Charakter, mache mir eine ToDo Liste und lege spontan los. Meistens muss ich vorher nicht mal mehr großartig Material zusammen sammeln, weil ich noch so viele "Reste" von alten Sachen habe. Für spezifischere Parts wird dann natürlich länger geplant - wie jetzt bei den Techies für das Fass und den Karren. Da ich nebenbei Vollzeit arbeite, rechne ich immer ein halbes Jahr pro Cosplay.

Ist es schwierig, bei all dem Aufwand und den Kosten motiviert zu bleiben?
Teils-teils. Bei mir kommt das so in Schüben. Manchmal verzweifle ich und wünschte mir, ich hätte gar nicht erst angefangen geld dafür auszugeben hahah.... naja und dann guckt man drei, vier Dota-matches und ein paar alte Fotos, skypt mit einem befreundeten Cosplayer und schon ist die Motivation wieder da! Dieses Mal war ich besonders motiviert, da mein Bruder im gleichen Boot sitzt und ich ihn natürlich auch nicht hängen lassen möchte.

Vergleicht man sich mit anderen Cosplays und sieht das als Herausforderung oder ist man eine neidlose "Familie"?
Ich kann natürlich nicht für die ganze Szene sprechen, aber ich vergleiche mich auf jeden Fall mit anderen. Und dass ich dann mal neidisch bin, kann ich auch nicht von der Hand weisen.... aber ich werde deshalb nicht missgünstig oder sowas. Ich versuche bessere Cosplayer, und von denen gibt es einen ganzen Haufen, als Inspiration zu sehen. Am Ende zählt natürlich, dass ich selber mit dem zufrieden bin, was ich gebaut habe. Und ja, ich kenne einige andere Cosplayer, die wir für eine Familie für mich sind, und deren Lob tut dann noch mal extra gut.

Gibt es Cosplays, die Du noch auf der Liste hast, die aber (zu) schwierig umzusetzen sind oder sonstwie scheitern?
Ich würde unendlich mal gerne die Broodmother aus Dota2 cosplayen. Neben dem Tidehunter ist die mein Lieblingsheld. Aber... sie ist eine gigantische Spinne. Ich denke nicht, dass ich das jemals irgendwie hinbekommen werde und konzentriere mich deshalb lieber auf realistischere Projekte, ...auch wenn ich echt gerne würde! Hach.

Wie wichtig sind große Turniere wie die ESL One in Frankfurt für die Szene?
Extrem wichtig. Leider stehen Cosplays immer noch sehr im Schatten oder leiden unter gewissen Vorurteilen. Gerade die ESL One bietet uns Cosplayern so viel Möglichkeit und Aufmerksamkeit - das ist einfach großartig! Alle großen Turniere sollten versuchen, ihren Fokus zu erweitern. Das würde der Szene meiner Meinung nach extrem helfen, noch polpulärer und anerkannter zu werden. DotA und eSports generell sind keine Kellerprojekte mehr.

Spürst Du Support seitens Unternehmen wie der ESL?
Auf jeden Fall. Gerade die ESL ist einer der Organisatoren, die seit dem letzten Jahr vermehrt Cosplayer und die Szene generell stützen. Ich - und ich würde sagen, wir als Cosplayer insgesamt - sind sehr dankbar. Die Events und ihre Organisation sollten als Vorbilder für andere Turniere gelten! Soweit ich das beispielsweise bei dem Manila Major mitbekommen habe, ist das bereits auch der Fall.

Was würdest Du dir für die Szene generell wünschen?
Auf jeden Fall mehr Akzeptanz, gewissermaßen auch Respekt, für Cosplayer und ihre Arbeiten. Viele Leute wissen einfach immer noch nicht, wie aufwändig so ein Cosplay ist und wie viel Verwirklichung, Persönlichkeit, Herzblut darin steckt. Aber wir gehen definitiv in die richtige Richtung! Ich freu mich wahnsinnig, diese Entwicklung selbst mitzuerleben!

Hilft der allgemeine Boom des eSports auch den Cosplayern?
Ich denke schon. Allein schon durch die Turniere und die dadurch sich ergebendenen Möglichkeiten und Cosplay-Competitions. Außerdem gehört Cosplay für mich zu eSports einfach dazu. Wenn das eine mehr Aufmerksamkeit bekommt, hat das andere auch etwas davon - ein Geben und Nehmen...

Braucht die Szene mehr männliche Cosplayer?
Ich würde es nicht "Brauchen" nennen, aber schaden würden sie nicht! Das ist so ähnlich wie die Frage, ob eSports mehr weibliche Spieler braucht. Ich würde mal salopp sagen: geht auch ohne, wäre aber sicher auch fein mit. Also Jungs, traut euch! heheh

Oft zeigen Cosplays viel nackte Haut - wie geht die Szene mit diesem "Vorwurf" um?
Unterschiedlich. Ich für meinen Teil halte mich da komplett heraus. Jeder sollte genau das tragen, was er möchte und den Charakter darstellen dürfen, den er verkörpern will. Wenn jemand ein Cosplay so interpretiert, dass der Rock kürzer ist, dann ist das eben so! Und dann sollte es keine Rolle spielen, wie viel Haut man zeigt, wie die körperliche Statur eines Menschen zu dem Charakter passt, ob er Tattoos hat oder sonst irgendwas. Es geht um die Arbeit an dem Cosplay, um die künstlerische Verwirklichung daran und darin. Ich hoffe, dass mit dem Größerwerden von eSports und Cosplay auch mehr Leute einfach ein bisschen gechillter werden, was das angeht - völlig egal ob innerhalb der Szene oder als Betrachter von Außen.

Gibt es aktuelle Trends in der Szene? Wird es professioneller?
Trends sind natürlich immer die neu heraus kommenden Spiele, jetzt zum Beispiel hatten wir eine große Witcher Flut und ich glaube, als nächstes wird es massig viele Overwatch-Cosplays geben. Was großartig is! Und ja, ich würde sagen, dass es professioneller wird. Die alten Hasen werden immer noch besser, die damaligen Anfänger sind nun lange genug dabei, um sich qualitativ zu steigern, und wir haben viel Nachwuchs durch die wachsende Akzeptanz der Szene. Früher gab es "nur" Worbla, jetzt gibt es Wonderflex und Cosplayflex und der Markt an Profi-Materialien wächst und wächst... . Noch ein Grund, sich auf die Zukunft des Cosplay zu freuen...!

Schaut man sich schon früh im Vorfeld eines Spielereleases genau die Cosplay-Möglichkeiten der Figuren an?
Ich selber cosplaye nur DotA. Wenn neue Sets heraus kommen, schaue ich sie mir an und diskutiere auch gerne mal mit Freundinnen durch, ob und wie man das machen könnte. Auf andere Spiele achte ich hinsichtlich Cosplayideen so gar nicht.

Wird ein Cosplay mehr nach Machbarkeit und Aussehen oder nach Zuneigung zu Spiel oder Figur entschieden?
Tja also meine Zuneigung zu meinen beiden Lieblingshelden ist gigantisch, aber... beide sind für mich eben unmöglich. Daher: es muss ein Zusammenspiel sein. Ich würde niemals den Charakter Lion aus Dota cosplayen wollen, einfach weil ich ihn nicht leiden kann. Wirklich etwas wird es nur, wenn alles passt: Machbarkeit UND Zuneigung.

Welches Gefühl hat man als Cosplayer auf Events wie der ESL One, wo man oft viel angeguckt und fotografiert wird?
Ich habe damit absolut kein Problem. Ich ermutige die Leute auch immer zu mir zu kommen, mit mir zu reden, Fotos zu machen. Dafür bin ich ja da!! Außerdem glaube ich, dass sich die Szene nur so integrieren kann. Wenn wir alle irgendwelche unberührbaren Porzellanpüppchen wären, die im Schatten im Schrank bleiben müssen, hätten wir irgendwas falsch gemacht. Soll heißen: ich genieße das, solange niemand aufdringlich wird und ich nach dem Event auch erst mal wieder abschalten kann.
Auf wie vielen Events pro Jahr ist man im Schnitt mit Cosplay?
Mehr als drei Events pro Jahr sind für mich leider nicht drin - lässt die Arbeit nicht zu. Ich will allerdings bald anfangen zu studieren und hoffe, dass ich in der Zeit dann mehr Platz für Cosplay und auch für Events in meinem Leben schaffen kann...!
Was braucht es, um Cosplayer zu werden?
Muse und Willen. Selbst wenn man nicht besonders viel Geld hat, findet man eine Möglichkeit, in die Szene einzusteigen. Ich bin überzeugt davon, dass Motivation und Inspiration komplett ausreichen, um zumindest zu starten. Soll heißen: jeder kann Cosplayer werden, wenn er ein Ziel vor Augen hat! Das klingt jetzt wahnsinnig pathetisch, aber ich empfinde das wirklich so. Ich hab ja selber auch einfach irgendwann angefangen, aus dem Nichts heraus. Ich spreche also aus Erfahrung hahah
Die schönste/schlimmste Story ein Cosplay (oder das entsprechende Event dazu) betreffend?
Ich wähle mal die schönste: ich habe auf der ESL One 2015 drei wundervolle Menschen kennen gelernt - rehab, Fayela und ihren Freund Oli. Und mit genau diesen drei bin ich im November auf die Dreamhack gefahren. Obwohl wir in völlig unterschiedlichen Teilen Deutschlands wohnen und ich bis auf rehab zwischendurch niemanden noch mal getroffen habe. Das ist nämlich das Großartigste an Cosplay: dass es Menschen verbindet und Freundschaften entstehen lässt, die sonst so gar keine Möglichkeit dazu bekommen hätten.
Ich hoffe, dass das so okay ist! Wenn noch irgendwelche Infos von mir benötigt werden, einfach Bescheid sagen :3
Liebste Grüße, Elle
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BeitragThema: Re: Zwischenspeicher   Do Jun 16, 2016 12:47 am

» TITEL «
UNTERTITEL ---



...ÜBERSCHRIFT---------------
KAUM GEKANNTE CHARAKTERE




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Beschreibung----------
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...ÜBERSCHRIFT---------------
GEMOCHTE UND GESCHÄTZTE CHARAKTERE




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Beschreibung----------




...ÜBERSCHRIFT---------------
BEFREUNDETE UND FAMILIÄR VERBUNDENE CHARAKTERE




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Beschreibung----------
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...ÜBERSCHRIFT---------------
UNVERSTANDENE UND UNGEMOCHTE CHARAKTERE




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Beschreibung----------
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Beschreibung----------
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Beschreibung----------
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Beschreibung----------
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Beschreibung----------




...ÜBERSCHRIFT---------------
VERGÖTTERTE UND GELIEBTE CHARAKTERE




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Beschreibung----------
» Name »
Beschreibung----------



Δ # SG
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BeitragThema: Re: Zwischenspeicher   Fr Jul 01, 2016 12:58 pm

#H. eyheyhey! HEYHEYHEYHEY! (Bokuto stfu). Okay nein im Ernst, den Text hab ich wirklich sooo gerne gelesen... für mich hätte er auch noch länger sein können hahah. Und da war schon wieder eine Forumlierung drin, die ich gerade nicht finde aber DAMN GURL STAHP ich finde das nicht okay. xD Ich bilde mir hier was auf meinen silbernen Writing-Pokal ein und du kommst an und machst... mein Wortschatz ;__; well, nvm. Übrigens fand ich am besten, wie man noch mal einen Blick auf die anderen Grausamkeiten bekommen hat? Because ?? Und Mathew ist eh so ein Herzchen... ach was sage ich... das Ende ist MINDFUCK! Hör auf damit!! (tu's nicht).

#A.lter wehe dir du hättest mich zappeln lassen. Meine Abraxius-feels sind so real. Besonders für Zari. Because... damn. Ich hab das selten, dass mich ein einziges Gesicht so inspired, aber TONI MAHFUD ALS AZARIUS (!!!!!11!!1!1!111!!) der fancast hype ist real! Ich komm von dem Gesicht nicht mehr los und selbst wenn ich gerade eigentlich in einer Phase bin, in der ich Händezeichnen übe oder nur so scribble.... sein! Gesicht! Zayn-lovechild ohne jeden Zweifel. Gut gemacht Erez. Ich weiß, das hier ist ein Writing Battle, aber... ich will mal einen kurzen Einblick geben wie obsessed ich bin... because dammmmnmnnnnn (so viel zu meinem Wortschatz btw).

Okay zur Aufgabe, urgh. Bedeutender Moment? So etwas in die Richtung hast du wohl schon angeteasert (whatsapp). Azarius ist ein lockerer Typ und ich glaube, es gibt nur zwei Dinge, die ihn auf die Palme bringen: dass sein Freund ein "Verführer" ist und dass Marush seinen Hintern nicht hoch bekommt lolz.



#17. Er konnte nicht anders, als zu lachen. Es war kein schönes Lachen und gewiss nicht glücklich und Himmel, hätte man es aufgenommen und ihm später vorgespielt, Azarius hätte sich selbst davor gegruselt. Aber er musste; in diesem absurden Moment gab es für ihn keinen anderen Ausweg als dieses enttäuschte, harte, leicht übersteuert klingende Lachen. Der Knoten in seinem Hals machte einen kleinen Hüpfer, als sein Lachen den höchsten Ton traf, und schließlich blieben sie beide still. Erst nach einer ganzen Weile beugte sich Azarius vor, legte beide Handflächen auf den alten Holztisch mit der dunklen Maserung und erhob sich langsam. Er spürte, wie ihm die Knie leicht unter seinem eigenen Gewicht zitterten, und es war erbärmlich zuzugeben, dass er sich nicht traute, seinem Gegenüber ins Gesicht zu sehen. Er wusste, was er dort finden würde: kaltes Eis, in dessen Blässe sich der Schatten eines Krieges spiegelte.
„Und das ist dein letztes Wort“, folgerte er mit schwer tropfender Stimme. Sein Blick hing sich an einer Kerbe im Holz fest. Azarius konnte sich nur ausmalen, welcher Wächter einst protestiert und mit so viel Gewalt auf die Tischplatte eingehämmert hatte, dass er die resistente Oberfläche beschädigte.
„Glaub mir“, erwiderte Gideon Arzanagoll de Pière, „es ist besser so.“
Azarius glaubte ihm nicht. Er holte tief Luft, um zu widersprechen, doch er hatte Gideon schon viele Male zum letzten Mal widersprochen, und der Wächter hob die Hand. Man konnte spüren, wie sich die Zirkulation der Luft im Raum änderte; alle Moleküle schienen schwerer und kälter und unwillkürlich huschte dem Hexer eine Gänsehaut von Nacken bis Ferse hinab. Er war absolut machtlos in Dezembers Gegenwart. Immerhin sagte er nicht, dass er abtreten konnte. Immerhin war es Azarius‘ eigene Entscheidung sich umzudrehen und die harten Schritte bis zur Tür zu machen. Als er seine tätowierte Hand auf den kalten Knauf legte, hielt er inne. Sag was, schoss es ihm durch den Kopf, irgendwas.

„…aber dann bin ich einfach los. Naja. Was soll’s.“ Er schnaufte. Die Idee, Abraxas seinen Fehlschlag mit ernsterer Miene kund zu tun, war gut gewesen – kaum dass er dem gebürtigen Argentinier gegenüber stand, war er wieder in seinen üblichen Plauderton verfallen. Es gefiel ihm nicht, dass er über scheinbar alles Mögliche Kontrolle hatte, außer über seine eigenes, bescheuertes Verhalten. Oh, und natürlich darüber, wer in welchem Guard diente. Abraxas hatte eine ganze Weile überhaupt nichts gesagt. Jetzt lehnte er sich leicht zurück.
„Das bedeutet, du bleibst im Vanguard“, fasste er mit neutraler, typisch-rauer Stimme zusammen.
„Yupp“, bestätigte Azarius. Er streckte sich lang auf der Wiese aus und verschränkte die Arme hinter seinem Kopf, um ein Kissen zu haben. Er sah Abraxas nicht an – musste er auch nicht. Als er das tiefe Seufzen des Älteren vernahm, wusste er genau, wie dieser dabei aussah.
„Er hat wohl seine Gründe“, stellte der Verführer schließlich fest. Azarius spürte seinen Blick auf sich und starrte absichtlich reglos in den Himmel über ihnen. Er verkniff sich sogar das Schlucken.
„Trotzdem, schade ist es. Ich hätte gern auf dich aufgepasst.“
„Du hättest auf mich aufgepasst?“, wiederholte Azarius höhnisch und richtete sich abrupt auf. Dass er so tat, als wäre ihm die Entscheidung de Pières egal – schön, so ging er eben mit Dingen um. Aber die völlige Gleichgültigkeit Abraxas‘ schockierte ihn. Er wusste nicht mehr genau, wessen Idee es gewesen war, dass Azarius aus dem Vanguard in die Einheit des Argentiniers wechselte, aber sie beide waren dafür gewesen.  
„Du bist wütend“, stellte Abraxas fest und zog die dunklen Augenbrauen nach oben. Nur weil seine Aura bei Azarius nicht wirkte, bedeutete das nicht, dass er die des Hexers nicht lesen konnte. In den dunklen Augen des Älteren flackerte Verwirrung auf.
„Ich hätte auf dich aufgepasst. Darum ging’s mir“, erwiderte Azarius heftig. Er lehnte sich leicht vor, um den Maisohn an der Schulter zu packen, und überlegte es sich dann doch anders. Sattdessen grub er seine Hände links und rechts von sich in die Erde. Manchmal war es gut, die schlechten Schwingungen seiner magischen Stimme über die Beständigkeit des Bodens auszugleichen. Heute brachte es ihm kaum etwas. Er holte tief Luft. „Du bist derjenige, der mit einem Raeras und einem mittelmäßig begabten Telekineten zusammenarbeitet. Du bist-….“
„-nicht in Gefahr.“ Abraxas lächelte leicht. Er hob seinerseits eine Hand und legte sie auf die Schulter des Hexers, doch selbst während er ihn berührte, prallten seine Kräfte an der natürlichen Magieresistenz ab. Er blinzelte. Wenn er schon nicht seine Macht einsetzen konnte, um den Jüngeren zu beruhigen, dann musste er es eben einfach so probieren.
„Azarius, wenn du in mein Guard versetzt worden wärst, hätte das den Sinn des Vanguard völlig außer Kraft gehoben. De Pière weiß das. Die Truppe ist nur so stark, weil du sie anführst. Glaubst du im Ernst, dass die Augustgeschwister mit Marush zusammen arbeiten könnten, wenn du nicht dazwischen stehen würdest? Und glaubst du sie hätten auch nur ansatzweise genug Disziplin, wenn deine Sommerstimme nicht wäre?“
Eine Weile lang sagte Azarius gar nichts. Er starrte in die schwarzen Augen seines Gegenübers und fragte sich, wass er aufgehört hatte, in ihnen nur tote, finstere Löcher zu sehen. Der Maisohn war nicht ansatzweise der schattenhafte, unergründliche Verführer, den de Pière aus ihm machte. In ihm steckte so viel mehr Wächter als Grausamkeit.
„Du verstehst nicht“, flüsterte der Hexer. Seine Stimme bebte vor leisem Zorn. Jetzt hatte er die Ernsthaftigkeit in seiner Tonlage, die er von Anfang an hatte erreichen wollen. „Abe, du verstehst nicht. Es geht nich um die Funktionalität des Vangaurd.“ Ein Ruck ging durch den Körper des Jüngeren als er die Hand Abraxas‘ abstreifte und sich aufrichtete. Sein Blick lag auf dem dunklen Gesicht des Argentiniers. „Es geht um meine Funktionalität in deinem Guard.“
Als er sich umwandte und durch das Gras davon stapfte, klangen ihm die Worte de Pières in den Ohren nach. Wenn du sehen würdest, wie Abraxas arbeitet, würdest du sein Guard von innen heraus zerfleischen. Azarius, du kannst nicht neben einem Verführer dienen, den du gleichzeitig aufrichtig liebst.
Scheiße, er hatte Abraxas nicht einmal gesagt, dass Gideon doch von ihnen wusste. Oh, warum konnte er nicht mehr lachen.



#S.o langsam reicht es auch mal mit dem ganzen Rumgemieserpeter. Ich möchte ne bekloppte AU lesen, in der die Raeras Urlaub auf Hawaii machen. Irgendwas lustiges. Kein Plottwist. Gerne Alkohol. Oder nein, weißt du was? Viel besser. Lass die Raeras auf Wacken sein xD ja, das machen wir. Wacken, Raeras, ...Santiano. Los. xD

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BeitragThema: Re: Zwischenspeicher   Fr Jul 01, 2016 3:46 pm

„Das ist doch nicht- …das…. dAS WAR EIN FOUL! FOUL!! FOOOOULLLL!!“ Sie sprang beinahe auf den Sitz, riss die Arme in die Luft und begann, heftig auf Russisch zu fluchen. Das schwarze Haar peitschte nach hinten, dann wieder nach vorn – was auch immer das hier für ein Wetter sein sollte, es Sturm zu nennen war untertrieben. Rosemary war froh, dass ihre Locken egal bei welchem Wind in Kugelform von ihrem Kopf abstanden – die hätten vermutlich selbst einen direkten Schockzauber abgewehrt. Iveta allerdings, das musste die Price-Tochter zugeben, sah auch mit einer unkontrollierten Flut an schwarzem Haar immer noch wahnsinnig gut aus. Als sie sich schnaufend zurück auf ihren Platz fallen ließ und noch immer dabei war, russische Morddrohungen in alle Richtungen zu verteilen, trafen sich die Blicke der beiden Freundinnen. „Hast du das gesehen?!“, knurrte sie, während Rosemary entschuldigend lächelte. „…ehrlich gesagt, nicht wirklich. Wie erkennst du überhaupt irgendwas?!“ Klar, sie hatten in dieser VIP-Loge gute Plätze und der Vergrößerungszauber, den Icarus ihnen wie eine Wand gewirkt hatte, half auch schon um einiges, aber…
„Training“, knurrte Iveta verbissen und stierte quer über das Quidditch-Feld nach unten. Rosemary konnte sich vorstellen, wen ihr Blick suchte – ihren Dad, den Trainer der spielenden Mannschaft. Sie war eigentlich ganz froh, dass der nicht auch noch hier drin saß. Nicht, weil sie Lewison nicht mochte (ganz im Gegenteil!), sondern eher, weil sie vermutlich einen Gehörsturz bekommen hätte, wenn sich beide gleichzeitig aufgeregt hätten.
„Sie hätte auch Foul gebrüllt, wenn sie es nicht gesehen hätte…“, murmelte Icarus von seinem Platz aus. Er hatte das ganze Spiel über gelesen und machte gerade zum ersten Mal den Mund auf. Interessanter weise fühlte sich seine Schwester aber weniger provoziert als beruhigt. Sie zerrte ihr Smartphone aus ihrer Hosentasche und twitterte ein paar wütende Smilies, dann begann sie schon wieder zu grinsen. Bestimmt weil ihr Madeleine geschrieben hatte.
Rosemary seufzte und wandte sich wieder dem Spiel zu. Sie war froh, endlich auch mal mit zu dürfen – Sage und Juniper waren wahnsinnig neidisch – aber von sich zu behaupten, es absolut großartig zu finden, wäre… vermutlich gelogen. Als Iveta sich zu ihr rüber beugte und grinsend „und, wie gefäll’s dir?“ fragte, wurde ihr Lächeln trotzdem zu einem Strahlen. „Wahnsinnig gut!“
Sah so aus, als würde sie für Iveta eben lügen müssen.

„Ist das dein scheiß Ernst?!“, zischte Iveta durch den Hörer. Für eine Vierzehnjährige konnte sie außergewöhnlich gut fluchen. Unruhig ließ Rosemary ihren Blick durch den Gang huschen, dann wieder zu der Slytherin. Das Spiel lief immer noch und von hier konnten sie nur ungefähr hören, was passierte – mehrere Pfiffe und Gejubel. Für welche Mannschaft – Lewisons oder die des Gegners – konnte Rose allerdings nicht sagen. Es war im Prinzip ein kleines Wunder, dass Iveta hier überhaupt Empfang hatte. Wahrscheinlich wünschten sie sich aber gerade beide, dass es nicht so wäre. Madeleine hatte spontan beschlossen, ihre Freundin während der Winterferien abzusägen. Und die machte ihr jetzt die Hölle heiß. „Du rufst mich an dem scheiß ersten Spieltag der scheiß Mannschaft meines scheiß Dads an und sagst mir auf so eine scheiß Art, dass du mich scheiße findest?!“ Die Stimme der jungen Frau überschlug sich mehrfach. Während Madeleine zu antworten schien, stierte die Slytherin geradeaus die Wand an. Dann fluchte sie auf Russisch und legte auf. „FUCK!“
Etwas unbeholfen schob sich Rosemary zu ihr hin. Noch bevor sie Iveta erreicht hatte, kam Icarus aus der Loge heraus. Er hob leicht die Brauen, dann drückte er Rosemary im Vorbeigehen ungefragt sein Buch in die Hand und nahm seiner Schwester das Handy aus den zitternden Finger. „So eine Scheiße“, murmelte diese noch, ehe sie sich von Icarus in die Arme nehmen ließ und ihr Gesicht an der Brust ihres Bruders versteckte. Rosemary verstand nicht, was sie abgedämpft durch den Stoff fragte, doch der Zwilling antwortete nicht. Vielleicht war es auch auf Russisch gewesen.
Es dauerte eine ganze Weile, bis Iveta sich von Icarus löste und ihm dankbar die Schulter klopfte, ehe sie sich nach Rosemary umsah. „Tut mir Leid“, brummte sie zerknirscht, aber Rose schüttelte nur den Kopf.
„Mach dir nichts draus.“
Icarus, der nach wie vor ziemlich unbeeindruckt aussah, wandte sich wieder um, bekam von der Price-Tochter das Buch zurück und stolzierte wieder zurück in die Loge. Iveta atmete hörbar ein und aus. Sie wirkte nicht mehr wirklich sauer oder aggressiv, eher… deplatziert, durcheinander, verunsichert. Sie hob die dünnen Arme und wickelte sie um sich selbst. „Man“, murmelte sie mit etwas weicherer Stimme, „das ist so… unfair.“
Es brach Rosemary beinahe das Herz, die Slytherin so zu sehen. Sie verzog den Mund, während sie auf das andere Mädchen zuging und sie schließlich auch noch mal umarmte. „Das hast du nicht verdient“, flüsterte Rosemary. Hatte Iveta wirklich nicht. Wer auf der ganzen Welt könnte zu diesem Mädchen schon nein sagen?! „Schon gar nicht heute.“
„Ich kann noch nicht wieder zusehen. Und ich will nicht wissen wie es steht. Können wir- …können wir einfach erst mal hier bleiben?“ Iveta schien kurz davor zu stehen, doch zu weinen. Rose beeilte sich, aufmunternd zu nicken.
„Klar, alles was du willst.“ Wirklich alles.

Es dauerte genau 35 Minuten, bis sich Iveta Lewison-Wood wieder so weit gefangen hatte, dass sie zurück in die Loge kehrte. Icarus sah gar nicht auf, als seine Schwester gefolgt von der Hufflepuff mit dem weißen Affro zurück auf ihren Sitz kletterte. Sie brauchten einen Moment, bis sie durch den Regen die Anzeigetafel erkannten.
„Zweihundertzwanzig zu NEUNZIG?!“, las Iveta ungläubig vor. „Das ist doch nicht…!!“
Danach sagte sie nichts mehr. Irgendwann war Rosemary so unwohl, dass sie begann, unruhi auf ihren Platz herum zu rutschen. Fünf Minuten später raunzte Iveta sie an. „Lass das!“ Sie war nicht nur gerade von ihrer Freundin verlassen worden, das Team ihres Vaters schien auch zu verlieren. Rosemary konnte sich nur vorstellen, wie die Schwarzhaarige sich gerade fühlte. Trotzdem, sie hatte solches… Mitleid mit ihr. Sie wollte Iveta in den Arm nehmen, ihr sagen dass alles gut werden würde, dass sie jemand besseren als Madeleine McLaggen finden würde, dass die Canons gewinnen würden. Doch Iveta wirkte ziemlich hoffnungslos. „Das verkacken die eh“, murmelte sie leise.
Keine drei Sekunden später brüllte die Menge auf. Auch Iveta stand plötzlich wieder auf beiden Beinen neben ihrem Sitz. „LOS!! KOMM SCHON MARTY ! MARRRRTTYYYYYY!“
Rosemary sah nicht zum Feld. Sie sah nicht, wie der Sucher von Lewisons Mannschaft sich nur noch mit den Knien an seinem Besen festhielt, um den Schnatz zu fangen und sie sah auch nicht, wie die Menschen auf den nassen Tribünen laut brüllen von ihren Sitzen sprangen und als gesammelte Masse von den Treppen stürmten, um Marty Manchester entgegen zu rennen, der gerade mit einem kleinen Goldball zwischen den Finger gelandet war.
Rosemary sah Iveta an, wie sich ein absolut strahlendes Lächeln über das vorher so finstere Gesicht ausbreitete; ein plötzlicher Sonnenschein in einem stürmischen Unwetter – und sie wusste, dass sie irgendwie dafür sorgen musste, dieses Lächeln für immer zu bewahren.
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