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 i bet my life on you

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Endstation Sehnsucht
An der Endstation Angekommene
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BeitragThema: i bet my life on you   Mo Sep 28, 2015 10:50 pm

➵ I BET MY LIFE ON YOU












Name: Castor Torankusu de Naxos, genannt "Cas" oder "Trunks".
Alter: Siebenundzwanzig Jahre.
Geburtsdatum: 14. Februar.
Geburtsort: Paris, Frankreich.
Wohnort: Forêt de Thelle, bei Lalandelle, l'Oise, Frankreich.

Was ist das für ein Mann, der dort allein im Wald haust? Es ist fast wie eine Geschichte, eine alte, in der sie noch „Pfund“ statt Kilo sagen und „ein Dutzend“ statt zwölf. In der dieser Kerl einen viereckigen Holzschuppen mitten im Gestrüpp errichtet, sich zwei Hunde und zwei Pferde anschafft und dann Einsiedler spielt. Das findest du gruselig, meinst du? Dann solltest du Castor erst mal sehen.
Eigentlich hast du ja nichts gegen Aussteiger, besonders nicht gegen die ruhigen, die es still und leise machen. Ohne zerbrochene Fensterscheiben, ohne Graffiti, ohne Abrissparty. Es ist dir sogar lieber, jemand zieht sich in den Wald zurück, anstatt dass du dir seine Weltreise oder sein Work and Travel in Australien auf Fotos bei Facebook ansehen musst. Von Fernweh verstehst du schon etwas, aber hast du schon mal von der Melancholie gehört? Bei einem großen, brummigen Kerl? Du glaubst mir nicht, ich merke das schon – und nein, wir reden hier nicht über einen einsamen Alm-Öhi, sondern über einen siebenundzwanzigjährigen Franzosen namens Castor de Naxos. Einer, der auszog, das Alleinsein zu lernen.

Wenn man so viele Geschwister hat wie er, dann fühlt man sich zwangsläufig nie alleine. Stell dir vor da sind immer noch Brüder oder Schwestern, sogar nachts um halb vier, wenn du eigentlich nur kurz ein bisschen Joghurt aus dem Becher löffeln und direkt wieder in die Federn huschen wolltest. Oh, du fändest das schön. Natürlich. Du würdest es toll finden, immer jemanden zu haben, auf den du dich verlassen kannst. Mit dem du reden kannst. Der dir hilft. Aber was ist, wenn du dich lieber auf dich selbst verlässt? Ohnehin nicht gerne redest? Hilfe nicht annehmen möchtest? Castor ist so ein Mensch – ein Einzelgänger, ein Selbermacher. Du findest das seltsam, ein bisschen mürrisch und ein bisschen egoistisch. Dir würde er grobschlächtig vorkommen, vielleicht sogar ignorant. Pessimist würdest du ihn schimpfen, Eigenbrötler, Steinherz. Das stimmt nicht, nicht wirklich. Ja, er hat seine Schwächen – zum Beispiel dieses wortkarge Gehabe, diesen finsteren Blick und seinen gigantischen Stolz. Er ist schlecht im Gefühlen bewusst werden und noch schlechter darin, darüber zu sprechen. Ein von Grund auf misstrauischer Mann, der immer das Schlimmste befürchtet, aber trotzdem keine Angst hat – kommt dir da nicht auch das Bild mit dem Kopf und der Wand in den Sinn? Aber ich verspreche dir, so übel ist er gar nicht, wenn man ihn erst mal kennen gelernt hat. Hinter dem Misstrauen erkennst du dann seinen Beschützer-Instinkt und seine Rücksicht. Dir wird klar, dass das Schweigen zwischen euch gar nicht unangenehm sein muss; sondern dass es die Ernsthaftigkeit und die Ruhe, und damit die Glaubwürdigkeit sind, die er ausstrahlt. Dass er dir mit seinen kurzen, direkten Kommentaren nicht wehtun möchte, sondern einfach nur ehrlich sein will.
Und dann bist du dir nicht mehr so sicher, ob er wirklich alleine sein will. Aber du fragst ihn nicht danach, denn du weißt jetzt – wenn er keine aufrichtige Antwort geben kann, bleibt er einfach stumm.

Beruf: Revierjäger, Westteil des Forêt de Thelle.
Hunde:  Carrion Flower (Beauceron-Mischling, Hündin) und Moby Dick (Alaskan Malamute, Rüde).
Pferde: Bêtise (Percheron-Apfelschimmel, Stute) und Pouvoir (Murgese, Wallach).
Ex-Verlobte: Resa á Louir.
Lieblingsschwester: Rewbie Amidala de Naxos.
Revierjagdmeister: Éric Sy.
Mutter: Claire Sophie García.
Vater: Luke de Naxos.

Wenn du dir diese Auflistung hier ansiehst, könnte man schon fast meinen, sie wäre nach Wichtigkeit sortiert worden. Du fragst dich, warum „Beruf“ über all dem steht? Stell die Frage noch mal laut, in deinem Kopf.
Genau.
Castor hat seine gesamte Familie hinter sich gelassen, ist in ein Waldstück gut zwei Stunden von Paris weg gezogen – seines Berufs wegen. Du wirst jetzt berechtigterweise sagen, dass er ja auch wegen der Einsamkeit aus der großen Stadt und den vielen Geschwistern fort musste – aber das war nicht immer so. Da ist an ein Ring an seinem Finger gewesen, erinnerst du dich. Ja, verlobt war er einmal. Verlobt mit einer jungen Frau, Théresa à Louir, langes dunkles Haar, lange zarte Finger, Schmollmund, Rehaugen. Jeder, nicht nur du, erinnert sich an die beiden als ein Pärchen. Sie waren so lange zusammen, dass du sie schon immer zusammen in einem Atemzug erwähnt hast, wenn du über sie sprachst – das waren immer Resa und Castor; immer diese beiden zusammen. Und tatsächlich müssen sie sich auch irgendwann verlobt haben, auch wenn du dir nicht vorstellen kannst, dass es eine große, romantische Sache war. Vielleicht haben sie die Ringe auch einfach wortlos ausgetauscht. Du wüsstest gerne, ob Resa ihren noch hat – wo sie doch diejenige war, die ihn im Wald zurück ließ. Das war eine merkwürdige Zeit, und so lange ist es noch nicht her, diesen Spätsommer erst. Dir tun sie beiden ein bisschen leid, denn du weißt, dass sie sich eigentlich immer noch sehr gern haben – dass es die unterschiedliche Vorstellung für eine gemeinsame Zukunft war, die sich eben absolut nicht miteinander vereinen ließ. Dass sie im Grunde genommen beide Egoisten sind, beide zu stolz, und beide nun mutterseelenallein.
Doch halt, auch hier musst du eigentlich insistieren – denn da sind ja noch die vier Lebenwesen, die Castor seine Familie im Wald ersetzen. Ja, die beiden Hunde gefallen dir, zwei liebenswürdige Geschöpfe. Die Hündin, die eigentlich Carrion Flower heißt, aber die du immer Carry gerufen hast, gefällt dir fast noch ein bisschen besser als der gigantische Rüde, Moby. Im Prinzip kannst du mit Hunden nicht so viel anfangen, doch diese beiden sind wirklich gut erzogen und gehorchen Castor aufs Wort – vielleicht, weil er selbst immer ein bisschen wie einer von ihnen wirkt, ein Leitwolf. Nur dass er sie draußen schlafen lässt, findest du irgendwie schade – besonders im Winter. Aber vielleicht haben zwei so große Hunde auch einfach keinen Platz in Castors kleinem Haus.
Du hast nie verstanden, warum Castor sie Pouvoir und Bêtise genannt hat - Macht und Dummheit. Ehrlich gesagt hattest du sogar geglaubt, dass jemand wie Castor ein wenig sensibler in der Namensgebung wäre, aber vielleicht ist es auch einfach eine Anspielung, die du nie verstehen wirst. Besagte Namen gehören zu den beiden Pferden, die Castor hinter seiner Hütte hält. Auch sie schlafen immer draußen in einem Offenstall. Während er den gemächlichen Pouvoir auch außerhalb der umzäunten Wiese laufen lassen kann, muss er bei der mächtigen Bêtise etwas vorsichtiger sein – die Stute ist ab und an ein wenig schreckhaft.
Bei deinen Überlegungen über die vier Tiere ist dir auch noch aufgefallen: beides sind immer Pärchen. Die Hunde haben einander wie die Pferde – und so ist Castor das fünfte Rad am Wagen. Er tut dir Leid deshalb, aber das muss er nicht.

Menschen, die Castor mehr kontaktieren könnte: seine Lieblingsschwester beispielsweise, Rewbie. Du kennst die quirlige Naxotin, die so das genaue Gegenteil von dem brummigen Einsiedler zu sein scheint, mit all ihren Farbenfrohen Ideen und Präsenz im Internet. Trotzdem kannst du dir vorstellen, dass sich die beiden gut verstehen – nicht nur, weil sich Gegensätze anziehen, sondern weil sich die beiden irgendwo auch einfach sehr gut ergänzen. Und, dir fällt ein – Rewbie gibt niemanden so leicht auf. Egal, ob er sich häufig meldet oder eben Monate gar nicht.
Ein anderer Ansprechpartner für Castor wäre Eríc Sy, der Jagdreviermeister des Forêt de Thelle. Er hat Castor damals ausgebildet und teilt sich nun den Wald. Du hast Recht, Castor kümmert sich hauptsächlich um die West- und Nordseite, während der alte Eríc einen deutlich kleineren im Osten sein Revier nennen darf. Ob Castor einmal seinen Platz als Meister einnehmen kann, ist nicht ganz klar – aber du weißt ja, wie schwierig das immer zu regeln ist.
Jetzt fragst du dich sicher, was mit Castors Mutter ist. Du weißt, dass sie ebenfalls eine dieser Frauen sein muss, die von Luke de Naxos – Castors Vater – geschwängert und anschließend sitzen gelassen wurden. Einige, wie du weißt, haben das recht gut verkraftet. Du kennst aber auch genug Geschichten, bei denen es nicht so glatt lief. Die Geschichte von Claire Sophie García, eigentlich Französin, ist eine davon. Sie lebt mittlerweile in Spanien und hat dort einen Finanzbeamten geheiratet. Claire selber sagt, sie sei sehr glücklich dort, es sei warm und nett und Jesus, ihr neuer Mann, würde ihr ein unbeschwertes und arbeitsfreies Leben ermöglichen. Bei den ein Mal im halben Jahr stattfindenden Telefonaten sagt sie sogar, er würde sich freuen, Castor mal kennen zu lernen – doch du weißt, dass sie lügt, und Castor vermutlich auch.
Obwohl er näher dran lebt, hat Castor nicht unbedingt ein besseres Verhältnis zu seinem Vater. Er kommt, wenn er kommen muss, oder wenn Rewbie ihn darum bittet. Du hast Recht, als er noch mit Resa verlobt war, hat man ihn häufiger gesehen. Jetzt scheint es, als hätte er sich zurückgezogen – nicht nur vor der Stadt ab sich, sondern auch vor dem Kinomagnat, der Kinder wie iPhone-Modelle behandelt.
























Vorlieben: Einsamkeit, Stille, kleine Gesten, guten Whiskey, Kaminfeuer, Holzhacken, schwere Schuhe, Sterne, Reperaturarbeiten im Allgemeinen, kalt duschen, Sport insgesamt, Dämmerungsritte, Hängematten, Zwiebelkuchen, Zuverlässigkeit, Winter, seinen Landrover Defender, Wollkragenpullover

Abneigungen: Einsamkeit, Nadeln, Ungehorsam, Gejammere, Touristen, Streit, extreme Lautstärken, Umweltverschmutzung, Raucher, extrem heißes Wetter, Bremsen, Süßkram, krank sein, Insektenspray, Bücher, Sandalen, Egoismus, Macho-Kerle, Smartphones, Papierkram, Familienfeten, die Wollkragenpullover seine Mutter

Von Luke de Naxos hört man viele Dinge – neue Kinos, Filmpremieren, Geldinvestments, neue Frau, neues Kind. Jedes Jahr mindestens eines, und er scheint nicht damit aufzuhören. Warum noch immer Frauen mit ihm zusammen sein wollen und sich von ihm schwänger lassen? Ein Rätsel. Als er mit Claire Sophie Revallier (heute García) anbandelte, war er noch nicht so sehr dafür bekannt – oder vielmehr, offenbar hatte die Dame damals noch Hoffnung. Das würde auch erklären, warum sie ihren Sohn mit sieben Jahren direkt dessen Vater überlassen hat, welcher Castor von seinen älteren Geschwistern und Bediensteten in der Villa TARDIS aufwachsen ließ. Nachdem der Junge, der nach einem Charakter aus dem erfolgreichsten Manga aller Zeiten, Dragon Ball, mit Zweitnamen benannt worden war, seine Mittelschule abgeschlossen hatte, entschied er sich für eine Ausbildung als Revierjäger. Zu dieser Zeit lebte er noch in der Villa TARDIS und fuhr jeden Tag zwei Stunden zu seinem Meister Eríc Sy und abends wieder zurück. Manchmal musste er über Nacht dort bleiben, doch meistens konnte er abends zu seiner Freundin Resa à Louir zurückkehren, mit der er bereits seit der Schule zusammen war. Nach seinem Abschluss machte er eine Fortbildung mit Schwerpunkt Wild- und Pflanzenbestände und zog in eine selbst gebaute Hütte mitten in dem Teil des Waldes, den man ihm zugeteilt hatte. Zu diesem Zeitpunkt legte er sich bereits seine beiden Pferde – die Stute damals vier, der Wallach erst zwei Jahre – sowie Moby Dick, den Alaskan Malamute Rüden, zu. Nur ein Jahr später sammelte er die Mischlingshündin Carrion Flower am Straßenrand ein, päppelte sie auf und behielt sie schlussendlich. Seine Freundin lebte die ganze Zeit über mehr oder weniger bei ihm, zog schließlich sogar in der kleinen Hütte ohne Internetanschluss oder eine Warmwasserdusche ein – und trennte sich in diesem September von ihm.

Avatarperson: Brock O'Hurn
Spielerin: Gromi, über 18
Zweitcharaktere: Fowkie, Rewbie, Foxie
Weitergabe: no way!














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