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 THE QUEEN IS DEAD - Pollux von der Marsch.

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BeitragThema: THE QUEEN IS DEAD - Pollux von der Marsch.   Mo Aug 31, 2015 2:09 pm

MEIN HERZ IST WIE EINE BERLINER SYNAGOGE, ES WIRD TAG UND NACHT BEWACHT.
"traumweber"

Wie immer wenn ich nach dem Leben griff blieb nichts in meiner Hand
Ich möchte Flamme sein und Asche werden und hab noch nie gebrannt
Ich will hoch und höher steigen und sinke immer tiefer ins Nichts

Ich will ein engel oder ein teufel sein und bin doch nichts als eine kreatur
die immer nur nur will was sie nicht kriegt


✥ NAME ✥ Pollux Zerberius von der Marsch.

✥ ALTER ✥ 39 Jahre.

✥ GEBURTSORT & -DATUM ✥ West-Berlin, 14.04.1975.

✥ WOHNORT ✥ Berlin Grunewald, Villa Serdenfrey.

✥ BERUF ✥ Autor von Science-Fiction- / Horrorthrillern.

✥ FAMILIENSTATUS ✥ Ledig, keine Kinder.

Pollux von der Marsch war auch schon ein bekannter Name, bevor er angefangen hat, Menschen von übernatürlichen Wesen auf’s Brutalste zerfetzen zu lassen. Sein Vater ist Puntila von der Marsch, einer von diesen altadligen Geldsäcken, die bestimmt zwölf vollgestopfte Konten in je acht Ländern haben, mittlerweile. Mag ja schön und gut sein, dass sie vor hundert Jahren eine große Nummer waren, aber heutzutage? Naja, jedenfalls war es irgendwie klar, dass der jüngste Sohnemann des nahen Arms der von-der-Marsch-Familie Autor wird – sein ältester Bruder schreibt ebenfalls, aber Sachbücher und über Kunstgeschichte und sowas. Und Papi ist Verleger. Das ganze Familienspektakel wäre also wirklich herzallerliebst, wenn Herr Pollux dann auch mal ein Frauchen finden würde. Leider scheint er sich immer noch die Hintertür offen halten zu wollen, Priester zu werden. Oder ist schwul. …anders kann ich mir das einfach nicht erklären.

✥ AUGENFARBE ✥ Hellblau und Hellgrün unterteilt (siehe Auffälligkeiten).

✥ HAARFARBE ✥ Dunkelbraun bis schwarz.

✥ GRÖSSE ✥ 184 Zentimeter.

✥ GEWICHT ✥ 75 bis 80 Kilogramm schwankend.

✥ AUFFÄLLIGKEITEN ✥ Sektorielle Iris-Heterochromie, was bedeutet, dass die Iriden seiner Augen in sich unterschiedliche Farben haben. Während sie unten und in den Mitten hellblau sind, weisen sie deutlich abgeteilte grüne Färbungen im Bereich des oberen Auges auf. Dadurch besitzt Pollux einen sehr intensiven Blick - woran das liegt, fällt einem aber nicht sofort auf.

Es gibt da dieses Phänomen – Menschenmasse, alle laufen durcheinander, gegeneinander, ineinander, übereinander. Und in der Mitte dieses ganzen Tumults bewegt sich ein einziger Mensch mit einer unendlichen Gelassenheit und Selbstsicherheit, ohne an überhaupt irgendwen heran zu stoßen, ohne überhaupt berührt zu werden, als würde um ihn herum die Zeit still stehen. Es ist nicht so, dass ihn alle sehen und ihm Platz machen würden – überhaupt nicht, sie übersehen ihn sogar. Und trotzdem bewegt er sich mit einer traumwandlerischen Sicherheit durch all diese gehetzten, rempelnden, unaufmerksamen Personen. Schon mal von so was gehört? Vielleicht in nem Film gesehen? Gut. Denn dann könnt ihr euch ungefähr vorstellen, wie sich Pollux von der Marsch durch Berlin und über irgendwelche Messen bewegt. Eigentlich sollte man ja meinen, mit knapp über eins achtzig und diesen hypnotisierenden, zweifarbigen Augen fällt ein Mann eher auf, aber… so ist es irgendwie nicht. Ich kann nicht sagen warum, wirklich, keine Ahnung. Ausstrahlung? Er scheint jemand zu sein, der alles im Griff hat – das Schlimme ist, dass er es weiß. Und er lässt dich genau das spüren; mit einer Oberflächlichkeit, die man entweder seinem Erfolg oder der allgemeinen Bestseller-Autoren-Szene in die Schuhe schieben kann. Klar war er schon auf ein paar Conventions als Ehrengast eingeladen, und zu der ein oder anderen hat sich der Herr sogar bequemt – trotzdem wirkte er da nicht wirklich gelassen und nicht wirklich amüsiert; zumindest nicht auf mich. Sondern… irgendwie künstlich. Er scheint jedem vorzumachen, dass er Mister Perfect ist, und genau so versucht er auch auszusehen und zu wirken. Aber auch der blank polierteste Marmor kriegt irgendwann Sprünge. Mal sehen, wie lange es hier noch dauert.

✥ MUTTER ✥ Patrizia Renate Gustava von der Marsch, geborene von Mengersen († mit 33) .

✥ VATER ✥ Puntila Herrmann von der Marsch (83) .

✥ GESCHWISTER ✥ Parzifal Herrmann von der Marsch (50), Philipp Wotan von der Marsch (49), Patrizia Ursula Christiane von der Marsch (36).

✥ PARTNERIN ✥ Keine.

✥ SONSTIGE ✥ Josephine Bleickard (36, Agentin), Magda Saß (53, Putzdame), Jenny Saß (29, Putzmädchen).

Verlegerkette „Marschall“ sagt euch was? Gut. Puntila von der Marsch auch? Ja fein! Dann klicklick, das ist nämlich Verlag und Inhaber dieses Verlags – der mit 83 Jahren scheinbar zu null Prozent darüber nachzudenken scheint, aus der Branche auszusteigen und seinem ältesten Sohn, Parsifal, aktuell noch Autor von Sachbüchern, das Unternehmen zu vererben. Man kann es ihm aber auch nicht verübeln, der Herr hat ja seit gut 50 Jahren schon keine Frau mehr an seiner Seite. Patrizia von Mengersen starb mit 33 Jahren während der Geburt der jüngsten und einzigen Tochter der von der Marschs – Patrizia, genannt Pia, die heute mehr schlecht als recht als Sekretärin in einer Botschaft in Kanada. Sie und der zweitälteste Sohn von Parsifal gehören zu dem sogenannten langen (oder auch fernen) Arm der Familie; die eher weniger, wenn auch für deine und meine Verhältnisse astronomisch gut betucht sind. Besagter Zweitältester ist Philipp, übrigens Vorsitzender der deutschen Botschaft in Toronto. Parsifal, Philipp und Pia sind verheiratet (oder es schon öfter gewesen), jedenfalls fallen sie nicht durch besondere Zurückhaltung auf. Pollux hingegen schon; die einzige Frau in seinem Leben ist Josephine Bleickard, seine Agentin. Von der die Klatschpresse aber mal genau EINEN Artikel gebracht hat – in dem stand, dass diese Dame angeblich eine Lesbe ist. Und es ist auch schwer vorstellbar, dass der Bestseller-Autor sich in eine seiner Putzen liebt – kurzum, ich glaube nicht, dass wir den Kerl so schnell unter die Haube kriegen. Schade eigentlich, wären sicher gute Gene.

✥ VORLIEBEN ✥ Etikette, Pünktlichkeit, Hygiene, Höflichkeit, Gehorsam, Haltung, Pflichtbewusstsein, Hilfsbereitschaft, Engagement, ein gewisses Maß an Eigensinn, Kreativität, Hartnäckigkeit.

Romane, Schlaftabletten jeder Art, sehr dunkle Nächte, gute Ideen, Stille, Abgeschiedenheit, die Anatomie des Menschen, Baldrian, Sauberkeit, frisch bezogene Betten, Indoor-Pools, Aufmerksamkeit (wenn auch nicht im Übermaß), Kontrolle, Respekt, Anerkennung seiner Arbeit, das offene Meer, Bibliotheken, Rätsel um seine Person, stilles Wasser.

✥ ABNEIGUNGEN ✥ Herzlichkeit, Unzuverlässigkeit, Schlampigkeit, Völlerei, Unterwürfigkeit, Unaufmerksamkeit.

Lautstärke, extremen Presserummel, Kontrollverlust, Geheimnisse (in die er nicht eingeweiht ist), Alkohol, Exzesse, Völlerei, öffentliche Verkehrsmittel, Lügen (abgesehen von wirklich guten Lügen), Sport, Brillen, Hitze, Schnüffler, Staub und insgesamt Unaufgeräumtheit, unklare Formulierungen, Gedichte (insbesondere Liebesgedichte), das meiste an Musik, Familienangelegenheiten, Albträume.

✥ STÄRKEN ✥ Ruhig, geduldig, sachlich, leidlich intelligent, scharfsinnig, selbstbewusst, teilweise etwas vorlaut, gesittet, unauffällig, spendabel, zuverlässig, gebildet, kontrolliert, reich.

Guter Schauspieler, exzellenter Autor, unübertroffen guter Oneironaut.

✥ SCHWÄCHEN ✥ Arrogant, versteift, altmodisch, kalt, geheimnistuerisch, intolerant, überheblich, sarkastisch, streng, verbissen, abweisend, krankhast perfektionistisch, selbstmitleidig, aalglatt.

Schlechter Familienmensch, Schlafmittel- und Pyridoxinabhängig, trockener Alkoholiker.

✥ BESONDERE FÄHIGKEITEN ✥ Oneironaut (luzider Träumer); ist ein Mensch, der gezielte Klarträume erleben kann, in welchen er bewusste Entscheidungen treffen, Formen annehmen und Dinge aussprechen kann. Mithilfe einer täglichen Dosis Pyridoxin stellt er sicher, dass er den Klartraum nicht verpasst.

Wer ist Pollux von der Marsch? Ihr fragt Sachen. Erste Antwort wäre „ein Autor“. Von einer Reihe echt heftiger Psychothriller mit Sci Fi Einschnitt. Zweite Antwort wäre „ein Rätsel“. Die Presse hat so gut wie nichts über den Typen, und wenn doch, dann geht’s eher darum, wie wenig man über ihn hat (merkste was?). Dritte Antwort wäre „ein Träumer“ – was nur die wenigstens verstehen, denn Pollux ist alles andere als verträumt. Nein, obwohl er seinen Großteil vermutlich über beschriebenem und unbeschriebenem Papier verbringt – seine Agentin verriet kürzlich, dass er all seine Bücher per Hand schreibt, weil er nicht gerade ein PC-Genie ist – zählt er nicht als das urtypische, leicht nerdige Autoren-Sensibelchen. Stattdessen ist er ein gut gekleideter Altadliger, der einen Knigge gefressen zu haben scheint und sich auch sonst eher wenig zu Schaden kommen lässt – mal von der ein oder anderen Stichelei abgesehen, die er zwischen den Zeilen verliert, benimmt sich Pollux schon beinahe zu tadellos durch die Öffentlichkeit. Ich will jetzt nicht sagen, dass Autoren so verfolgt werden wie Schauspieler oder Models, aber…   man könnte schon sagen, dass bereits der ein oder andere BILD-Reporter versucht hat, das Haar in der Suppe des Herrn zu finden. Aber die Welt hat keine Ahnung, dass Pollux von der Marsch ein Pyridoxin-Abhängiger Kerl ist, der sich in seine Träume stürzt. Hej, man fragt sich doch häufiger „wo haben Thriller-Autoren ihre kranken Scheißideen her?“ Er hat sie aus seinen Träumen. Die er steuern kann; die ihn aber genauso gut völlig überrollen können. Und ich hatte ja schon erwähnt, dass der Kerl abartig intelligent ist? Keine Ahnung, wie es sich anfühlen muss, sich nachts den Ausgeburten seines eigenen Unterbewusstseins stellen zu müssen, aber möglicherweise erklärt das, warum sich kein Mädchen das Bett des bald 40-Jährigen teilt. Denn entgegen des ach so gesitteten Auftretens, das er an den Tag zu legen versucht, zerwühlt Pollux von der Marsch nachts alle seine Laken. Und ich wette meinen Arsch drauf, dass er nicht erst ein Mal schreiend aufgewacht ist.

✥ ZEITLINIE ✥
1975 ~ Geburt in West-Berlin
1978 (3) ~ Geburt der Schwester & Tod der Mutter
1983 (8) ~ erster luzider Traum
1988 (13) ~ betrinkt sich mit seinem Bruder "versehentlich" fast ins Koma
1989 (14) ~ Berliner Mauerfall
1990 (15) ~ beginnt Ideen aus seinen Träumen für Geschichten zu nutzen
1990 (15) ~ liest erste Romane von H. P. Lovecraft
1994 (19) ~ beendet Schule, reist nach Amerika
1996 (21) ~ bezieht nach viel Hin und Her ein Haus in Salem (Massachusetts)
1997 (22) ~ nimmt das erste Mal Pyridoxin
1997 (22) ~ pendelt mehr zwischen Metropolen, als in Salem zu sein
1997 (22) ~ feiert unerkannt High Society Partys
1998 (23) ~ erleidet durch extremen Alkoholkonsum Bauchspeicheldrüsenentzündung
1998 (23) ~ beginnt Alkoholentzug
1999 (24) ~ hält sich vermehrt in Salem auf, schreibt seinen ersten Roman "CKADARTH & IBID"
1999 (24) ~ Vater bringt Roman direkt auf den Markt, erste Auflage sehr schnell vergriffen
2000 (25) ~ erzwingt die Wachträume mitterweile, schläft kaum eine Nacht durch
2000 (25) ~ beginnt mit übermäßigem Konsum von Pyridoxin und Schlaftabletten
2000 (25) ~ schreibt Nachfolgeroman "CKADARTH & THE ELDERS OF NODENS"
2001 (26) ~ flüchtet sich nach gutem Verkauf, aber sehr schlechten Kritiken erneut in Alkohol
2004 (29) ~ macht zweiten Alkoholentzug
2005 (30) ~ schreibt dritten Roman "DON'T WHISPER TO CKADARTH", in welchem er beinahe alle Hauptcharaktere aus den ersten zwei Büchern brutalst hinrichten lässt und ersetzt
2007 (32) ~ dritter Band wird zum Weltbestseller
2008 (33) ~ verwechselt das erste Mal Wachtraum mit Realität
2008 (33) ~ daraufhin erneuter Rückfall zum Alkohol
2009 (34) ~ macht dritten Alkoholentzug
2009 (34) ~ beschließt, dass Salem zwar Inspiration, aber schlecht für seine Gesundheit ist
2009 (34) ~ zieht zurück nach Berlin, Grunewald
2010 (35) ~ schreibt und veröffentlicht einzelstehenden Roman "UNAUSSPRECHLICHKEITEN"
2011 (36) ~ schreibt und veröffentlicht einzelstehenden Roman "CTHULHU, VERGIB IHNEN"
2012 (37) ~ bekommt neue Agentin (Josephine Bleickhard)
2012 (37) ~ sucht anonym nach anderen Oneironauten, wird aber enttäuscht
2014 (38) ~ hostet eine Fernseh-Jungautoren-Castingshow (von Pro7)
2014 (38) ~ nutzt diese, um psychiologische Tests zu Oneironauten durchzuführen (Auswertung enttäuschend erfolglos)
2015 (39) ~ träumt am Vorabend der Verleihung des Büchner-Preises von einem Gesicht...
2015 (39) ~ ...dem er Tags darauf auf der Verleihung begegnet

Pollux Zerberius von der Marsch sollte euch ein Begriff sein, zumindest wenn ihr gerne lest, schon mal auf der Leipziger Buchmesse wart oder das letzte halbe Jahr mal Pro7 geguckt habt. Das ist der Typ aus dieser Next-Writers-Generation-Fernsehshow, bei der sie nicht versucht haben, Topmodels zu finden, sondern halt… Autoren. Er war der einzige Kerl in der Jury und jaaaaaah, er hat schon ein bisschen Eindruck gemacht, oder? Aber der Kerl war nicht immer so ein Profi. Seinen Schulabschluss hat er geschafft, ohne eine Finger krumm zu machen, was wahrscheinlich einfach daran liegt, dass irgendjemand (im Zweifelsfall Gott, wenn ihr möchtet) der Familie von der Marsch seit Beginn immer ein paar Körner mehr Verstand in die graue Masse gezaubert hat, als Normalsterblichen wie euch und mir. Die ganze Sippe muss einfach beschissen klug sein, wenn sie es seit Anno fünfzehnhundertweißichnichtwas geschafft hat, ihre Linie so gut wie rein adlig zu halten und außerdem noch die ganze Knete nicht zu verlieren. Ein von der Marsch hat jedenfalls keine Geldprobleme, das heißt, die vom nahen Arm nicht. Es gibt da noch den fernen Arm, das ist… muss was mit einem Streit oder mit Heiraten oder so zu tun haben. Jedenfalls sind die nur halb so reich wie der Rest (worüber ich mich aber auch nicht beschweren würde, ist nämlich immer noch ein ganzer Haufen Schotter, nur so nebenbei). Okay, sorry, wir sprachen über Pollux – der schon während seiner Schulzeit dem Alkohol nicht ganz abgeneigt war. Und dann, kaum dass man ihn von der Leine ließ, setzte sich der Kerl kackendreist nach Amerika ab und verplemperte seine Zeit zwischen New York und Florida, immer auf der Suche nach einer noch größeren Party. Aber pssschhht, das weiß eigentlich keiner. Damals war er ja noch wahnsinnig unbekannt, erst recht in den fernen USA, und ich bin mir ziemlich sicher, dass er auch einen falschen Namen annahm. Der offizielle Grund, warum der feine Herr ins Ausland entschwunden ist, trägt übrigens einen kuriosen Namen: H.P. Lovecraft. Sagt euch auch nix? Sollte es aber. Der war auch Autor, allerdings ist das schon ein paar Jahrzehnte her, und er hat hauptsächlich ekliges Sci Fi Zeug geschrieben. Für jemanden aus dem Jahr 1900 war er wahnsinnig, ähh… kreativ. Er hat den Cthulhu-Mythos ins Leben gerufen, nur durch ein paar (okay, es waren ganz schön viele) abgefreakte Geschichten. Und genau an denen hatte sich Pollux einen Narren gefressen. Felsenfest davon überzeugt, der nächste H.P. Lovecraft zu werden, ist er nach Salem in Massachusetts gezogen. Das ist die Stadt, die vor allem für ihre Verrückten und ihre Hexenverbrennungen bekannt ist und häufig Ort des Geschehens von Lovecrafts Geschichten war.  Sollte wohl inspirierend sein. War es dann auch, nach dem… wievielten Mal, dass er einen Entzug durchgemacht hat? Oh, ihr wusstet nicht, dass er trocken gelegter Alki ist? Stimmt, da war was – das weiß eigentlich kaum jemand außerhalb der Familie. Die Ammis sind ja bekannt dafür, dass sie so was gut verschleiern können. Alkohol ist wirklich ein schlimmer Finger. Trotzdem hat es Pollux in der Zeit geschafft, zwei Bestseller zu schreiben, die natürlich von Papi herausgegeben worden sind. Der erste Band war meiner Meinung nach hammergeil, der zweite hat ein bisschen geschleift. Das hat er gemerkt, haben alle gemerkt. Seine Entscheidung war radikal – für den letzten Teil der Trilogie hat er eiskalt fast alle Hauptcharaktere abgeschnetzelt und ersetzt. Und es war grandios.
Nach noch einem Entzug  hat er dann wohl beschlossen, dass das abgeschiedene Landleben in Salem oder Amerika allgemein ihm zu bauchspeicheldrüsenschädlich sind und er ist wieder zurück nach Berlin gekommen. Jetzt schreibt er Ein-Band-Romane und hat ein irrational brennendes Interesse an menschlicher Psyche. Pollux von der Marsch scheint auf der Suche zu sein. Aber wonach, … weiß nicht mal ich.



GROMI, Jahrgang 94, findet BEN CUMBERBATCH wahnsinnig smexy,
würde es deshalb gar nicht gerne sehen, wenn man ihr Baby weitergibt,
und hat noch keinen Zweitcharakter im Board

Bogencode C mit Kreis drumherum Gromi für " kaputt & glücklich" 2015
working since 26/02/15


ICH WÜNSCHTE ES WÄRE ANDERS ABER ES IST ANDERS ALS GEDACHT.
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BeitragThema: Re: THE QUEEN IS DEAD - Pollux von der Marsch.   Fr Jan 01, 2016 6:25 pm

MEIN HERZ IST WIE EINE BERLINER SYNAGOGE, ES WIRD TAG UND NACHT BEWACHT.
"traumweber"

Wie immer wenn ich nach dem Leben griff blieb nichts in meiner Hand
Ich möchte Flamme sein und Asche werden und hab noch nie gebrannt
Ich will hoch und höher steigen und sinke immer tiefer ins Nichts

Ich will ein engel oder ein teufel sein und bin doch nichts als eine kreatur
die immer nur nur will was sie nicht kriegt


___NAME Pollux Zerberius von der Marsch.

___ALTER 39 Jahre.

___GEBURTSORT & -DATUM West-Berlin, 14. April.

___WOHNORT London, City of Westminster, Serdinger House.

___BERUF Autor von Science-Fiction- / Horrorthrillern.

___FAMILIENSTATUS Ledig, keine Kinder.

Pollux von der Marsch war auch schon ein bekannter Name, bevor er angefangen hat, Menschen von übernatürlichen Wesen auf’s Brutalste zerfetzen zu lassen. Sein Vater ist Puntila von der Marsch, einer von diesen altadligen deutschen Geldsäcken, die bestimmt zwölf vollgestopfte Konten in je acht Ländern haben, mittlerweile. Mag ja schön und gut sein, dass sie vor hundert Jahren eine große Nummer waren, aber heutzutage? Naja, jedenfalls war es irgendwie klar, dass der jüngste Sohnemann des nahen Arms der von-der-Marsch-Familie Autor wird – sein ältester Bruder schreibt ebenfalls, aber Sachbücher und über Kunstgeschichte und sowas. Und Papi ist Verleger. Das ganze Familienspektakel wäre also wirklich herzallerliebst, wenn Herr Pollux dann auch mal ein Frauchen finden würde. Leider scheint er sich immer noch die Hintertür offen halten zu wollen, Priester zu werden. Oder ist schwul. …anders kann ich mir das einfach nicht erklären.

___AUGENFARBE Hellblau und Hellgrün unterteilt (siehe Auffälligkeiten).

___HAARFARBE Dunkelbraun bis schwarz.

___GRÖSSE 184 Zentimeter.

___GEWICHT 75 bis 80 Kilogramm schwankend.

___AUFFÄLLIGKEITEN Sektorielle Iris-Heterochromie, was bedeutet, dass die Iriden seiner Augen in sich unterschiedliche Farben haben. Während sie unten und in den Mitten hellblau sind, weisen sie deutlich abgeteilte grüne Färbungen im Bereich des oberen Auges auf. Dadurch besitzt Pollux einen sehr intensiven Blick - woran das liegt, fällt einem aber nicht sofort auf.

Es gibt da dieses Phänomen – Menschenmasse, alle laufen durcheinander, gegeneinander, ineinander, übereinander. Und in der Mitte dieses ganzen Tumults bewegt sich ein einziger Mensch mit einer unendlichen Gelassenheit und Selbstsicherheit, ohne an überhaupt irgendwen heran zu stoßen, ohne überhaupt berührt zu werden, als würde um ihn herum die Zeit still stehen. Es ist nicht so, dass ihn alle sehen und ihm Platz machen würden – überhaupt nicht, sie übersehen ihn sogar. Und trotzdem bewegt er sich mit einer traumwandlerischen Sicherheit durch all diese gehetzten, rempelnden, unaufmerksamen Personen. Schon mal von so was gehört? Vielleicht in nem Film gesehen? Gut. Denn dann könnt ihr euch ungefähr vorstellen, wie sich Pollux von der Marsch durch London und über irgendwelche Messen bewegt. Eigentlich sollte man ja meinen, mit knapp über eins achtzig und diesen hypnotisierenden, zweifarbigen Augen fällt ein Mann eher auf, aber… so ist es irgendwie nicht. Ich kann nicht sagen warum, wirklich, keine Ahnung. Ausstrahlung? Er scheint jemand zu sein, der alles im Griff hat – das Schlimme ist, dass er es weiß. Und er lässt dich genau das spüren; mit einer Oberflächlichkeit, die man entweder seinem Erfolg oder der allgemeinen Bestseller-Autoren-Szene in die Schuhe schieben kann. Klar war er schon auf ein paar Conventions als Ehrengast eingeladen, und zu der ein oder anderen hat sich der Herr sogar bequemt – trotzdem wirkte er da nicht wirklich gelassen und nicht wirklich amüsiert; zumindest nicht auf mich. Sondern… irgendwie künstlich. Er scheint jedem vorzumachen, dass er Mister Perfect ist, und genau so versucht er auch auszusehen und zu wirken. Aber auch der blank polierteste Marmor kriegt irgendwann Sprünge. Mal sehen, wie lange es hier noch dauert.

___MUTTER Patrizia Renate Gustava von der Marsch, geborene von Mengersen († mit 33), Deutsche.

___ VATER Puntila Herrmann von der Marsch (83), Deutscher.

___GESCHWISTER Parzifal Herrmann von der Marsch (50), Philipp Wotan von der Marsch (49), Patrizia Ursula Christiane von der Marsch (36).

___PARTNERIN Keine.

___SONSTIGE Josephine Bleickard (36, Agentin, Deutsche), Magdalène Stass (53, Putzdame, Engländerin), Jenny Stass (29, Putzmädchen, Engländerin).

Die deutsche Verlegerkette „Marschall“ sagt euch was? Gut. Puntila von der Marsch auch? Ja fein! Dann klicklick, das ist nämlich Verlag und Inhaber dieses Verlags – der mit 83 Jahren scheinbar zu null Prozent darüber nachzudenken scheint, aus der Branche auszusteigen und seinem ältesten Sohn, Parsifal, aktuell noch Autor von Sachbüchern, das Unternehmen zu vererben. Man kann es ihm aber auch nicht verübeln, der Herr hat ja seit gut 50 Jahren schon keine Frau mehr an seiner Seite. Patrizia von Mengersen starb mit 33 Jahren während der Geburt der jüngsten und einzigen Tochter der von der Marschs – Patrizia, genannt Pia, die heute mehr schlecht als recht als Sekretärin in einer Botschaft in Kanada. Sie und der zweitälteste Sohn von Parsifal gehören zu dem sogenannten langen (oder auch fernen) Arm der Familie; die eher weniger, wenn auch für deine und meine Verhältnisse astronomisch gut betucht sind. Besagter Zweitältester ist Philipp, übrigens Vorsitzender der deutschen Botschaft in Toronto. Parsifal, Philipp und Pia sind verheiratet (oder es schon öfter gewesen), jedenfalls fallen sie nicht durch besondere Zurückhaltung auf. Pollux hingegen schon; die einzige Frau in seinem Leben ist Josephine Bleickard, seine Agentin, die er aus Deutschland mit nach London geschleppt hat. Von der die Klatschpresse aber mal genau EINEN Artikel gebracht hat – in dem stand, dass diese Dame angeblich eine Lesbe ist. Und es ist auch schwer vorstellbar, dass der Bestseller-Autor sich in eine seiner britischen Putzen liebt – kurzum, ich glaube nicht, dass wir den Kerl so schnell unter die Haube kriegen. Schade eigentlich, wären sicher gute Gene.

___VORLIEBEN Etikette, Pünktlichkeit, Hygiene, Höflichkeit, Gehorsam, Haltung, Pflichtbewusstsein, Hilfsbereitschaft, Engagement, ein gewisses Maß an Eigensinn, Kreativität, Hartnäckigkeit.

Romane, Schlaftabletten jeder Art, sehr dunkle Nächte, gute Ideen, Stille, Abgeschiedenheit, die Anatomie des Menschen, Baldrian, Sauberkeit, frisch bezogene Betten, Indoor-Pools, die deutsche Sprache, Aufmerksamkeit (wenn auch nicht im Übermaß), Kontrolle, Respekt, Anerkennung seiner Arbeit, das offene Meer, Bibliotheken, Rätsel um seine Person, stilles Wasser.

___ABNEIGUNGEN Herzlichkeit, Unzuverlässigkeit, Schlampigkeit, Völlerei, Unterwürfigkeit, Unaufmerksamkeit.

Lautstärke, extremen Presserummel, Kontrollverlust, Geheimnisse (in die er nicht eingeweiht ist), Alkohol, Exzesse, Völlerei, öffentliche Verkehrsmittel, Lügen (abgesehen von wirklich guten Lügen), Sport, Brillen, britische Hooligans, Hitze, Schnüffler, Staub und insgesamt Unaufgeräumtheit, unklare Formulierungen, Gedichte (insbesondere Liebesgedichte), das meiste an Musik, Familienangelegenheiten, Albträume.

___STÄRKEN Ruhig, geduldig, sachlich, leidlich intelligent, scharfsinnig, selbstbewusst, teilweise etwas vorlaut, gesittet, unauffällig, spendabel, zuverlässig, gebildet, kontrolliert, reich.

Guter Schauspieler, exzellenter Autor, unübertroffen guter Oneironaut.

___SCHWÄCHEN Arrogant, versteift, altmodisch, kalt, geheimnistuerisch, intolerant, überheblich, sarkastisch, streng, verbissen, abweisend, krankhast perfektionistisch, selbstmitleidig, aalglatt.

Schlechter Familienmensch, Schlafmittel- und Pyridoxinabhängig, trockener Alkoholiker.

___BESONDERE FÄHIGKEITEN Oneironaut (luzider Träumer); ist ein Mensch, der gezielte Klarträume erleben kann, in welchen er bewusste Entscheidungen treffen, Formen annehmen und Dinge aussprechen kann. Mithilfe einer täglichen Dosis Pyridoxin stellt er sicher, dass er den Klartraum nicht verpasst.

Wer ist Pollux von der Marsch? Ihr fragt Sachen. Erste Antwort wäre „ein Autor“. Von einer Reihe echt heftiger Psychothriller mit Sci Fi Einschnitt. Zweite Antwort wäre „ein Rätsel“. Die Presse hat so gut wie nichts über den Typen, und wenn doch, dann geht’s eher darum, wie wenig man über ihn hat (merkste was?). Dritte Antwort wäre „ein Träumer“ – was nur die wenigstens verstehen, denn Pollux ist alles andere als verträumt. Nein, obwohl er seinen Großteil vermutlich über beschriebenem und unbeschriebenem Papier verbringt – seine Agentin verriet kürzlich, dass er all seine Bücher per Hand schreibt, weil er nicht gerade ein PC-Genie ist – zählt er nicht als das urtypische, leicht nerdige Autoren-Sensibelchen. Stattdessen ist er ein gut gekleideter, deutscher Altadliger, der einen Knigge und das britische Gesetzbuch gefressen zu haben scheint und sich auch sonst eher wenig zu Schaden kommen lässt – mal von der ein oder anderen Stichelei abgesehen, die er zwischen den Zeilen verliert, benimmt sich Pollux schon beinahe zu tadellos durch die Öffentlichkeit. Ich will jetzt nicht sagen, dass Autoren so verfolgt werden wie Schauspieler oder Models, aber… man könnte schon sagen, dass bereits der ein oder andere GUARDIAN-Reporter versucht hat, das Haar in der Suppe des Herrn zu finden. Aber die Welt hat keine Ahnung, dass Pollux von der Marsch ein Pyridoxin-Abhängiger Kerl ist, der sich in seine Träume stürzt. Hej, man fragt sich doch häufiger „wo haben Thriller-Autoren ihre kranken Scheißideen her?“ Er hat sie aus seinen Träumen. Die er steuern kann; die ihn aber genauso gut völlig überrollen können. Und ich hatte ja schon erwähnt, dass der Kerl abartig intelligent ist? Keine Ahnung, wie es sich anfühlen muss, sich nachts den Ausgeburten seines eigenen Unterbewusstseins stellen zu müssen, aber möglicherweise erklärt das, warum sich kein Mädchen das Bett des bald 40-Jährigen teilt. Denn entgegen des ach so gesitteten Auftretens, das er an den Tag zu legen versucht, zerwühlt Pollux von der Marsch nachts alle seine Laken. Und ich wette meinen Arsch drauf, dass er nicht erst ein Mal schreiend aufgewacht ist.

___ZEITLINIE
(0) ~ Geburt in West-Berlin
(3) ~ Geburt der Schwester & Tod der Mutter
(8) ~ erster luzider Traum
(13) ~ betrinkt sich mit seinem Bruder "versehentlich" fast ins Koma
(14) ~ Berliner Mauerfall
(15) ~ beginnt Ideen aus seinen Träumen für Geschichten zu nutzen
(15) ~ liest erste Romane von H. P. Lovecraft
(19) ~ beendet Schule, reist nach Amerika
(21) ~ bezieht nach viel Hin und Her ein Haus in Salem (Massachusetts)
(22) ~ nimmt das erste Mal Pyridoxin
(22) ~ pendelt mehr zwischen Metropolen, als in Salem zu sein
(22) ~ feiert unerkannt High Society Partys
(23) ~ erleidet durch extremen Alkoholkonsum Bauchspeicheldrüsenentzündung
(23) ~ beginnt Alkoholentzug
(24) ~ hält sich vermehrt in Salem auf, schreibt seinen ersten Roman "CKADARTH & IBID"
(24) ~ Vater bringt Roman direkt auf den Markt, erste Auflage sehr schnell vergriffen
(25) ~ erzwingt die Wachträume mitterweile, schläft kaum eine Nacht durch
(25) ~ beginnt mit übermäßigem Konsum von Pyridoxin und Schlaftabletten
(25) ~ schreibt Nachfolgeroman "CKADARTH & THE ELDERS OF NODENS"
(26) ~ flüchtet sich nach gutem Verkauf, aber sehr schlechten Kritiken erneut in Alkohol
(29) ~ macht zweiten Alkoholentzug
(30) ~ schreibt dritten Roman "DON'T WHISPER TO CKADARTH", in welchem er beinahe alle Hauptcharaktere aus den ersten zwei Büchern brutalst hinrichten lässt und ersetzt
(32) ~ dritter Band wird zum Weltbestseller
(33) ~ verwechselt das erste Mal Wachtraum mit Realität
(33) ~ daraufhin erneuter Rückfall zum Alkohol
(34) ~ macht dritten Alkoholentzug
(34) ~ beschließt, dass Salem zwar Inspiration, aber schlecht für seine Gesundheit ist
(34) ~ zieht von Salem nach London
(35) ~ schreibt und veröffentlicht einzelstehenden Roman "UNAUSSPRECHLICHKEITEN"
(36) ~ schreibt und veröffentlicht einzelstehenden Roman "CTHULHU, VERGIB IHNEN"
(37) ~ bekommt neue Agentin direkt aus der Fuchtel seines Vaters (Josephine Bleickhard, eine Deutsche)
(37) ~ sucht anonym nach anderen Oneironauten, wird aber enttäuscht
(38) ~ hostet eine Fernseh-Jungautoren-Castingshow (von BBC)
(38) ~ nutzt diese, um psychiologische Tests zu Oneironauten durchzuführen (Auswertung enttäuschend erfolglos)

Pollux Zerberius von der Marsch sollte euch ein Begriff sein, zumindest wenn ihr gerne lest, schon mal auf einer SciFi-Messe wart oder das letzte halbe Jahr mal BCC One geguckt habt. Das ist der Typ aus dieser Next-Writers-Generation-Fernsehshow, bei der sie nicht versucht haben, Topmodels zu finden, sondern halt… Autoren. Er war der einzige Kerl in der Jury und jaaaaaah, er hat schon ein bisschen Eindruck gemacht, oder? Aber der Kerl war nicht immer so ein Profi. Seinen Schulabschluss hat er geschafft, ohne eine Finger krumm zu machen, was wahrscheinlich einfach daran liegt, dass irgendjemand (im Zweifelsfall Gott, wenn ihr möchtet) der Familie von der Marsch seit Beginn immer ein paar Körner mehr Verstand in die graue Masse gezaubert hat, als Normalsterblichen wie euch und mir. Die ganze Sippe muss einfach beschissen klug sein, wenn sie es seit Anno fünfzehnhundertweißichnichtwas geschafft hat, ihre Linie so gut wie rein adlig zu halten und außerdem noch die ganze Knete nicht zu verlieren. Ein von der Marsch hat jedenfalls keine Geldprobleme, das heißt, die vom nahen Arm nicht. Es gibt da noch den fernen Arm, das ist… muss was mit einem Streit oder mit Heiraten oder so zu tun haben. Jedenfalls sind die nur halb so reich wie der Rest (worüber ich mich aber auch nicht beschweren würde, ist nämlich immer noch ein ganzer Haufen Schotter, nur so nebenbei). Okay, sorry, wir sprachen über Pollux – der schon während seiner Schulzeit dem Alkohol nicht ganz abgeneigt war. Und dann, kaum dass man ihn von der Leine ließ, setzte sich der Kerl kackendreist nach Amerika ab und verplemperte seine Zeit zwischen New York und Florida, immer auf der Suche nach einer noch größeren Party. Aber pssschhht, das weiß eigentlich keiner. Damals war er ja noch wahnsinnig unbekannt, erst recht in den fernen USA, und ich bin mir ziemlich sicher, dass er auch einen falschen Namen annahm. Der offizielle Grund, warum der feine Herr ins Ausland entschwunden ist, trägt übrigens einen kuriosen Namen: H.P. Lovecraft. Sagt euch auch nix? Sollte es aber. Der war auch Autor, allerdings ist das schon ein paar Jahrzehnte her, und er hat hauptsächlich ekliges Sci Fi Zeug geschrieben. Für jemanden aus dem Jahr 1900 war er wahnsinnig, ähh… kreativ. Er hat den Cthulhu-Mythos ins Leben gerufen, nur durch ein paar (okay, es waren ganz schön viele) abgefreakte Geschichten. Und genau an denen hatte sich Pollux einen Narren gefressen. Felsenfest davon überzeugt, der nächste H.P. Lovecraft zu werden, ist er nach Salem in Massachusetts gezogen. Das ist die Stadt, die vor allem für ihre Verrückten und ihre Hexenverbrennungen bekannt ist und häufig Ort des Geschehens von Lovecrafts Geschichten war. Sollte wohl inspirierend sein. War es dann auch, nach dem… wievielten Mal, dass er einen Entzug durchgemacht hat? Oh, ihr wusstet nicht, dass er trocken gelegter Alki ist? Stimmt, da war was – das weiß eigentlich kaum jemand außerhalb der Familie. Die Ammis sind ja bekannt dafür, dass sie so was gut verschleiern können. Alkohol ist wirklich ein schlimmer Finger. Trotzdem hat es Pollux in der Zeit geschafft, zwei Bestseller zu schreiben, die natürlich von Papi herausgegeben worden sind. Der erste Band war meiner Meinung nach hammergeil, der zweite hat ein bisschen geschleift. Das hat er gemerkt, haben alle gemerkt. Seine Entscheidung war radikal – für den letzten Teil der Trilogie hat er eiskalt fast alle Hauptcharaktere abgeschnetzelt und ersetzt. Und es war grandios.
Nach noch einem Entzug hat er dann wohl beschlossen, dass das abgeschiedene Landleben in Salem oder Amerika allgemein ihm zu bauchspeicheldrüsenschädlich sind und er hat sich was "Gesitteteres" gesucht. London. Sein Vater hat ihm trotzdem eine deutsche Agentin auf den Hals gehetzt - als ob das irgendwas ändern würde. Jetzt schreibt er Ein-Band-Romane und hat ein irrational brennendes Interesse an menschlicher Psyche. Pollux von der Marsch scheint auf der Suche zu sein. Aber wonach, … weiß nicht mal ich.



GROMI, Jahrgang 94, findet BEN CUMBERBATCH wahnsinnig smexy,
würde es deshalb gar nicht gerne sehen, wenn man ihr Baby weitergibt,
und hat noch keinen Zweitcharakter im Board

Bogencode C mit Kreis drumherum Gromi für " the queen is dead" 2015
working since 26/02/15
first edit 20/12/2015


ICH WÜNSCHTE ES WÄRE ANDERS ABER ES IST ANDERS ALS GEDACHT.
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THE QUEEN IS DEAD - Pollux von der Marsch.

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