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 AU BORD DE LA SEINE - Arthur Auden Grimmoire

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Endstation Sehnsucht
An der Endstation Angekommene
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BeitragThema: AU BORD DE LA SEINE - Arthur Auden Grimmoire   Do Jan 03, 2013 12:34 am



n ame.
„Ihr wollt die Geschichte von Arthur Auden Grimmoire hören? Es ist eine lange Geschichte. Eine merkwürdige Geschichte. Nicht die eines Helden, oh nein. Und ganz ohne fröhliches Ende. Aber wenn ihr wirklich zuhören wollt – und es erfordert ehrlich aufgeschlossene Mienen und gute Absichten, sowie eine Portion Geduld – dann werde ich erzählen.“

a lter.
„Der arme Kerl. Viel zu viele Falten. Er hat schon einiges mitgemacht – aber davon erzähle ich euch später. Wisst ihr, eigentlich ist Arthur erst 32 Jahre jung. Er sieht älter aus? Finde ich auch. Aber das machen nur die Sorgenfalten, die anfänglich ergrauenden Haare und die rote Stupsnase. Ist wohl den schlechten Gegen zu verschulden. Ehrlich, armer Kerl - noch so jung und kann sich nicht einmal mehr über das älterwerden freuen. Seinen Geburstag – am ersten Mai nämlich – feiert er schon gar nicht mehr.“

g eburtsort.
„Hm, gute Frage. Ich glaube, er wurde in Bristol, Groß Britannien geboren. Aber er hat da nicht lange gelebt, da bin ich mir ziemlich sicher. Seine Eltern sind gestorben, da war er noch ganz klein – oh ja, eine schreckliche Geschichte. Ich komme mal darauf zurück. Aufgewachsen ist er in Paris, Frankreich, also würde er das wohl als seine Heimatstadt bezeichnen. Er ist durch das Blut hindurch Franzose, hat aber auch eine britische Staatsbürgerschaft.“

b erufung.
„Schon seit er ein kleiner Junge ist, wollte Arthur anderen Menschen helfen. Deshalb hat er Medizin studiert – dachte er. Währenddessen wurde ihm aber klar, dass er die meisten Menschen trotz all dem Wissen, das er angehäuft hatte, nicht retten konnte. Also wurde Arthur Pathologe am Universitätsklinikum. Das findet ihr merkwürdig? Ich auch. Gerade der vorsichtige, immer so säuberlich wirkende Arthur – hantiert schamlos mit nackten Leichen! Pathologen sind aber auch immer komische Vögel. Zwischenzeitlich war er übrigens Kriegsreporter, aber ah, da würde ich doch jetzt schon sehr abschweifen. Später, später. Nur Geduld.“



f amilienstand.
„Oh, hahaha, ha, ha nein. Also nein, ich meine, allein die Vorstellung, er könnte… ihr wisst schon. Nein nein, Arthur gehört zu einer dieser Figuren der Weltgeschichte, die einsam sterben, ohne auch jemals… na ihr wisst schon. Er ist einfach nicht der… Typ für so was. Ganz und gar nicht. Ich bin mir zu einhunderttausend Prozent sicher, dass er noch nie eine Freundin, geschweige denn eine an ihm interessierte Frau hatte. So spielt das Leben manchen Gestalten eben mit, hm?“

f amilie.
„Ich versuche mal, dabei nicht ins Detail zu gehen. Also… wie schon gesagt, Jennifer und Jean- Baptiste Grimmoire, die Eltern von Arthur, sind bereits tot. Er war Franzose, sie Britin, und die beiden lebten gemeinsam in Bristol, bevor… es passierte. Sie hatten zwei Kinder – Arthur und seine ältere Schwester Marlène Jennifer Grimmoire. Nachdem ihre Eltern allerdings nicht mehr dazu in der Lage waren, sich um ihre Kinder zu kümmern, kamen Arthur und Marlène nach Paris, zu ihren Großeltern – väterlicherseits. Also nach Paris. Berthe Grimmoire, Arthus Großmutter, kümmert sich immer noch um ihren Enkel, Gerard Grimmoire ist leider bereits verstorben. Was seine Schwester angeht, so ist da ebenfalls etwas Wichtiges zu erwähnen – sie hat – oder hatte vielmehr – drei Kinder, zwei Töchter, deren Namen Josephine Derycke und Anne- Cathrine Derycke lauten, und einen kleinen Sohn, Jonah Derycke, der allerdings leider verstorben ist. Kommt ihr noch mit? Der Vater der drei ist übrigens Arthurs Ex- Schwager, Charles Derycke, seines Zeichens geschiedener Ehemann von Marlène.“



v erhaltensweisen.
„Wisst ihr, manche Menschen werden mutiger, wenn sie den Krieg um sich toben sahen. Sie härten daran ab und empfinden das, was in der normalen, dagegen sehr friedlichen Welt stattfindet, als einfach. Vielleicht auch ein bisschen öde. Die Leute, die aus dem Krieg gekommen sind – und besonders die, die dort etwas erlebt haben – sehen vieles gelassener. Sind weniger anspruchsvoll geworden, weil sie doch schließlich schon viel Schlimmeres erlebt haben.
Ihr denkt jetzt sicher an einen Mann, den der Krieg rau gemacht hat, abgehärtet und unnahbar, ein Überlebenskünstler, ein Furchtloser, eben ein echter Held.

So jemand ist Arthur Auden Grimmoire ganz sicher nicht.
Der Irak hat ihn nicht stärker gemacht, sondern viel, viel schwächer. Aber bevor ich jetzt anfange, seine Lebensgeschichte zu erzählen, bleibe ich lieber bei den Details, die ihr wissen müsst, wenn ihr auf Arthur trefft. Zunächst einmal dürft ihr euch nicht allzu schnell bewegen, außer, ihr wollt, dass er einen riesigen Schreck bekommt. Ja, der Gute ist sehr schreckhaft, man könnte es aber auch einfach sensibel nennen. Er sieht ständig aus, als würde er sich Sorgen machen, was schon ziemlich der Wahrheit entspricht. So groß sein herz auch ist – denn im Grund genommen ist er ein wirklich sehr liebenswürdiger junger Mann, der sowohl hilfsbereit, als auch absolut unvoreingenommen ist – es wiegt eben sehr schwer in der bebenden Brust. Er hat es gerne bequem und gemütlich, aber es macht ihm auch nichts aus, mal mit anzupacken. Man trifft ihn nie ohne sein Desinfektionsspray, denn in Sauberkeit ist Arthur ganz vernarrt. Am liebsten hat er alles steril und rund, sodass er sich nicht den Kopf an etwas stoßen kann – es kann nämlich durchaus vorkommen, dass Arthur mal wieder von jähen Gleichgewichtsschwierigkeiten gepackt wird.

Wie schon gesagt, besonders abgehärtet hat ihn das, was er erlebt hat, nicht. Ganz im Gegenteil – er ist sehr leicht zu beeindrucken und davon mal abgesehen von steter Unsicherheit verfolgt. Auf Arroganz oder Herablassung reagiert Arthur nicht etwa mit Kontra, sondern mit Verwirrung. Mit Sarkasmus kann er ebenfalls absolut nicht umgehen. Sofern gegeben schottet er sich einfach ab, er ist kein Mann großer Worte (und erstrecht keiner großer Lacher, aber das passt auch nicht wirklich zu diesem ernsten, traurigen und sorgvollen Gesicht, oder?). Mit Sprechen hat er überhaupt seine Probleme, er braucht sehr lange, um lange Sätze zu formulieren, und denkt lange nach, bevor er überhaupt den Mund aufmacht. Manchmal überlegt er es sich mitten im Satz anders und lässt dann einfach eine angefangene Wortgruppe im Raum hängen. Typisch, wirklich typisch.
Obwohl er sich als Pariser bezeichnen würde, hat das britische Blut doch eindeutig die Überhand behalten. Arthur legt sehr viel Wert auf die Teezeit – und auch auf andere altmodische Traditionen, obwohl er meistens zu langsam ist, diese auch wirklich umzusetzen. Er ist kompromisslos ehrlich, würde aber Stille bevorzugen, anstatt jemandem wehzutun. Davon einmal abgesehen hat er die selten hilfreiche Gabe, das Offensichtliche zu übersehen und dafür Details zu erkennen, die anderen verborgen blieben. Das ist nicht wirklich als ein Vorteil zu sehen, es sei denn, man arbeitet im Team – nur leider ist der gute Mann recht menschenscheu geworden. Das macht sich als so unselbstständiger junger Herr, wie er es ist, ziemlich unpraktisch – aber zur Not ist da ja noch seine Oma, bei welcher er wohnt (in Übermiete, mit eigenem Bad und eigener Küche, das sollte vielleicht erwähnt werden… obwohl ihm die Küche auch nicht so viel nützt. Er kann nur zwei Gerichte zubereiten – Suppe und Rührei…).“

v orlieben.
„Ich denke, besonders groß geschrieben sind bei ihm Sauberkeit und Höflichkeit. Mit Rüpeln oder schlechten Manieren kann er nämlich gar nichts anfangen. Er mag weiche Pullover, gut duftenden Tee und einen warmen Kamin. Er lässt sich gerne bekochen, und noch viel lieber isst er – wobei man beachten sollte, dass er den Tick hat, immer alles in Reihenfolge zu verspeisen – also zuerst die Bohnen, dann die Kartoffeln, dann das Fleisch. Er hat eine Menge solcher Merkwürdigkeiten, aber die machen ihn ja auch liebenswürdig, nicht wahr? Arthur hat es gerne, wenn man mit genau so einer Bescheidenheit, wie er sie an den Tag legt, auf ihn zugeht, und findet, dass man immer Geduld und Fürsorge für die Dinge, die man tut, übrig haben sollte.“

a bneigungen.
„Da kann ich wirklich Wochen drüber erzählen! Aber schön, ich versuche es mal zusammen zu fassen, ja? Zu allererst kann Arthur es nicht leiden, wenn man ihn für dumm verkauft. Er ist vielleicht ein bisschen langsam, aber er ist nicht blöd. Er mag nicht unterbrochen werden, wenn er redet, was wohl auf seine allgemeine Abneigung bezüglich Ungeduld zurück zu führen ist. Das häusliche Fernsehen verwirrt ihn, ebenso wie Arroganz und Sarkasmus. Mit seiner eigenen Unselbstständigkeit kommt er ebenfalls nicht richtig klar, ist aber viel zu bequem, um an diesem Zustand etwas zu ändern. Von ständigen Veränderungen wird er ganz ungemütlich, er hasst Unsicherheiten fast genau so sehr wie Unordnung. Als Mitbringsel aus dem Krieg hat er seine Schreckhaftigkeit bezüglich sehr lauten Geräuschen und Überraschungen, beides davon sollte man besser von ihm fern halten. Außerdem fühlt sich Arthur oft der Hilflosigkeit ziemlich ausgeliefert, besonders bezüglich seiner Vergangenheit oder Gespräche über seine Person - der Mittelpunkt ist kein Platz, an dem er sich wohl fühlt. Und um das ganze Bild von ihm noch abzurunden – er findet auch Löcher in Socken, undichte Regenschirme, schlechtes Essen und Witze ganz fürchterlich!“



v ergangenes.
„Na endlich sind wir so weit gekommen! Hat ja auch schon eine Weile gedauert, ihr fragt mir echte Löcher in den Kopf, hm? Auf diesen Teil der Geschichte habe ich mich ganz besonders gefreut – Arthurs Lebensgeschichte! Das ist übrigens etwas, das er euch niemals erzählen würde, also seid froh, dass ihr mich habt, ja? Schön. Gut. Hm. Wo fange ich jetzt an?
Am besten mit dem Tod seiner Eltern. Arthur war damals vier oder fünf, und er kann sich kaum noch an Bristol oder an die Umstände ihres Todes erinnern. Das Gebäude, in dem sie gearbeitet haben – sie waren Architekten mit einem eigenen Büro, müsst ihr wissen – wurde von Brandstiftern angezündet. Zwar konnten sich seine Eltern aus den Flammen retten, aber sie erlagen der Rauchvergiftung. Letztenendes. Vorher quälte man sie noch durch ein künstliches Koma, aber ach, ihre Lungen und ihre Haut waren ruiniert, also, es hat nicht besonders viel gebracht. Das Sorgerecht ging an Arthurs und Marlènes Großeltern, tja, und so kamen Arthur und seine Schwester nach Paris. Durch diesen, sagen wir mal „Vorfall“, sind sie sehr eng zusammen geschweißt worden. Er hatte eine wirklich schöne Kindheit, er kann darüber wirklich nicht klagen. Der Tod seiner Eltern hat ihn nie so angriffen, wie seine ältere Schwester, die sich noch sehr viel mehr an die unverbrannten und die verbrannten Gesichter erinnern kann.

Trotzdem war Arthur nicht gerade das, was man frei nennen konnte. Klar, er war glücklich und so, aber er hat von seiner Schwester stets eingehämmert bekommen, dass er mal einen verantwortungsvollen beruf ergreifen sollte. Also fing Arthur an, Medizin zu studieren. Er dachte, es wäre seine Idee gewesen, aber eigentlich war es Marlènes. Ihm wurde das natürlich erst gegen Ende der praktischen Semester bewusst, und weil ihm seine Erkenntnis ganz und gar nicht gefiel, entschied sich Arthur nicht für Chirurgie oder etwas in die Richtung – wie Marlène es gerne gehabt hätte – sondern für die Pathologie. Die Stille der Toten konnte er um einiges besser aushalten, als die frisch gewonnene Erkenntnis darüber, wie wenig er Menschen tatsächlich helfen konnte.

Jetzt komme ich zum Wendepunkt der Geschichte, Obwohl er nicht genau den Weg eingeschlagen hatte, auf welchem man ihn gerne gesehen hätte, verstand er sich noch immer gut mit seiner Familie. Seine Schwester hatte bereits geheiratet und drei Kinder in die Welt gesetzt, und sie lebten alle unter einem Dach, zu acht. Wirklich sehr hübsch.
Bis Jonah vom Dach des Uniklinikums hüpfte. Er hat es mit Absicht gemacht – weiß ich, weil er vorher Arthur angerufen hat. Er war übrigens zehn, also Jonah – zehn Jahre jung und schon bereit, sich umzubringen. Das waren keine Teenagerdepressionen oder pubertären Anwandlungen, das war einfach scharf nachgedacht.
„Onkel Arthur, ich mach’s jetzt“, hatte Jonah durch das Handy seiner älteren Schwester gesagt. Arthur konnte so schnell gar nicht schalten, als er den Wind pfeifen hörte und ihm klar wurde, dass Jonah keinen schlechten Scherz machte. Gerade der kluge, beliebte, hübsche Jonah! „Die Welt ist mir zu hässlich, Onkel Arthur. Ich glaube nicht, dass man ihr helfen kann. Ich halte das wirklich nicht aus. Ich mach lieber jetzt schon Schluss.“

In der Pathologie hat Arthur Jonah nie gehabt. Noch bevor es so weit kam, hatte der damals 28- Jährige Sack und Pack beieinander und war aus Paris getürmt. Man hatte ihn – ganz spontan – in ein Flugzeug nach Bagdad verfrachtet. Um der schwer zu ertragenen Alttäglichkeit zu entkommen und seiner Gewohnheit auszubrechen, unter seinem müßigen Leben endlich einen Schlussstrich zu ziehen, hatte sich Arthur dazu entschlossen, Kriegsreporter zu werden.
Im Nachhinein keine gute Wahl. Während sein Großvater an seiner Arthritis zu Grunde ging und Marlène sich – in Verarbeitung von Jonahs Selbstmord – von ihrem Mann scheiden ließ, wurde Arthur nach etwa einem Jahr Irak von Islamisten entführt und als Geisel gehalten. Als man heraus fand, dass er Arzt war, musste sich Arthur hauptsächlich um tödlich verwundete irakische Soldaten kümmern. Natürlich ohne, dass man ihm dafür dankte. Und ohne, dass kaum jemand tatsächlich überlebte. Am Ende retteten ihn die amerikanischen Einsatzkräfte, aber wie einem das Schicksal so mitspielt, wurde ihm dabei in die rechte Brust geschossen. Es brauchte zwei Operationen, bis sämtliche Kugelsplitter entfernt worden waren, und noch mal eine, bis man beschädigtes Gewebe wieder zusammen geflickt hatte.

Und so kroch Arthur zurück nach Frankreich – zu seiner Oma, die er im Sturm verlassen hatte, und die ihn trotzdem ohne Murren, sondern mit Freudentränen in den Augen, wieder bei sich aufnahm. Genau genommen hatte der „Unabhängigkeitsbeweis“ des Mannes, der mit zweiunddreißig endlich wieder zuhause war, bewirkt, dass er noch abhängiger von seiner Familie war. Mit Marlène hat er nicht mehr so viel Kontakt – hauptsächlich, weil sie immer noch nicht versteht, warum ihr Sohn seine letzten Worte an ihren Bruder und nicht an sie richtete. Und vielleicht, weil Arthur nichts unternommen hatte, um Jonah von seinem Suizid abzuhalten.

Natürlich reicht ein bisschen Kriegspension nicht. Man muss schon arbeiten – also kehrte er zurück an das Klinikum, von dessen Dach sich sein Neffe stürzte. Selbst wenn Arthur nicht der Mann ist, der viel braucht – übrigens erst recht nicht die Therapiestunden, die er nehmen muss, um seine Entführung zu verarbeiten. Verarbeiten ist ohnehin ein Wort, das in seinem Wortschatz nicht vorkommt. Verdrängen passt schon eher, meint ihr nicht auch, jetzt, wo ihr ihn ein wenig kennen gelernt habt?“

w issenswertes.
„Um es noch mal zusammen zu fassen – Arthur Auden Grimmoire sieht nicht nur Martin Freeman extrem ähnlich, sondern darf auch in keinster Weise an jemanden weiter gegeben werden. Gespielt wird er natürlich von Gromi, die auch schon Fowke Crowley Jr. unter ihre Fittiche genommen hat - denn, mal ehrlich jetzt, welche 18- Jährige würde sich selbst sonst so gerne mit einem Rollenspielcharakter quälen?“

k urzbeschreibung.
„Pathologen sind generell immer komische Vögel, das wissen wir ja sicher schon. Bei dem guten Arthur hier handelt es sich aber um einen ausgesprochen verzwickten Fall. Wenn man dem tatsächlich erst (oder schon?) 32- Jährigen dabei zuschaut, wie er sich von seiner Großmutter bekochen lässt (tatsächlich bewohnt er die obere Etage ihres Hauses), kommt man nicht auf den Gedanken, dass er mal Kriegsreporter war und im Irak von islamischen Radikalisten gefangen genommen wurde. Wenn ihr jetzt denkt, einen Helden vor euch zu haben, habt ihr euch ziemlich geschnitten – vermutlich ist keiner, der jemals aus dem Irak zurück gekommen ist, danach dermaßen verweichlicht gewesen, wie dieser Knabe hier. Er ist das, was man dezent als „social awkward“ bezeichnen würde, einer, der sich lieber in dicken Wollpullis vor einem prasselnden Kaminfeuer in ein gutes Buch vertieft, anstatt feiern zu gehen oder gar einen Fernseher anzumachen (die Wahrheit ist – er hat keinen. Sie verunsichern ihn). Dem wirklich höchst gemütlichen Zeitgenossen mit leichten Wortfindungsproblemen und ab und zu auftretenden Gleichgewichtsstörungen, sowie einem herrlichen Hang zu von Oma gestrickten Socken passt es übrigens absolut nicht, dass er wegen seiner Kriegserfahrungen in Therapie ist. Aber mal ehrlich – bei jemand dermaßen verunsicherten und zurückgezogenen wie Arthur wird das echt mal Zeit.“

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