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 S.H.I.E.L.D. // Marvelous // Worlds Collide // Avengers Academy - Jennifer Walters.

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Endstation Sehnsucht
An der Endstation Angekommene
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BeitragThema: S.H.I.E.L.D. // Marvelous // Worlds Collide // Avengers Academy - Jennifer Walters.   Mo Jul 23, 2012 11:36 pm




JENNIFER
WALTERS


NO HOPE DON'T WANT TO SHELTER NO CALM NOTHING TO KEEP ME FROM THE STORM


# NAME.
JENNIFER WALTERS - "Aber Sie können mich Jen nennen, ehrlich. Den Namen Jennifer kann ich nicht wirklich leiden, er klingt so... keine Ahnung, auf jeden Fall ziemlich wie eine, die immer richtig fein gefeilte Nägel hat. Und offen gesagt - ich bin eine scheußliche Nägelknabberin. Dass das unter uns bleibt, ja?"

# CODENAME.
SENSATIONEL SHE- HULK OR SHULKIE - "Shulkie! Auf jeden Fall Shulkie. Ich meine... She- Hulk hat sich doch die Presse ausgedacht. Oder was. Ich hab nix gegen Doc, wirklich nicht, und na klar werden wir vergleichen. Aber... aber She- Hulk?! Mal ehrlich Leute, bei Shulkie wart ihr kreativer. Also! Shulkie for the win!"

# BEZEICHNUNG.
S.H.I.E.L.D.- AVENGER - "Worauf ich auch wirklich ziemlich stolz bin. Und, äh, ne, ich lauf nicht so rum, weil ich mich irgendwie geil fühle. Ich hab's halt nur einfach akzeptiert! Und es ist eine Art Probe an mich selbst. Na, können wir das Thema lassen? Ich lenk mal geschickt ab - wussten Sie, dass ich auch als MVM bezeichnet werde? Das steht nicht für Möglicherweise- völlig- manisch - obwohl ich nicht sagen möchte, dass das nicht der Fall ist, hihi - sondern für Menschliche- Vernichtungs- Maschine. Wisst ihr Bescheid? Jen Walters, die Maschine. Yay me."

# STAATS-
ANGEHÖRIGKEIT.

AMERIKANERIN - "Mit Leid und Seele, Leute! Ich wurde in Los Angeles geboren, habe an der UCLA und an der Harvard studiert und war dann eine ganze Zeit lang Anwältin, bis ich durch, sagen wir mal, einen ungünstigen Zwischenfall zu S.H.I.E.L.D. kam."

# VORSTRAFEN.
BLÜTENWEISSE WESTE - "Bevor ich zu S.H.I.E.L.D. gekommen und eine heftige Superheldin in grün geworden bin, war ich Anwältin. Einmal sacken lassen, bitte. Anwältin, genau. Übrigens mit Harvard- Abschluss, wenn ich mal dezent angeben darf. Wiederhol ich mich? Gut! Jedenfalls hab ich mir nix zu Schulden lassen kommen! Mittlerweile könnte es übrigens sein, dass es hier und da eine kleine Beschwerde wegen Sachbeschädigung oder Hausfriedensbruch gibt. Aber im Ernst, Leute, dafür rette ich euch euer heiliges Popöchen!"

# KRÄFTE.
ÜBERMENSCHLICHE KRÄFTE IN SHULKIEFORM - "Und jetzt sagen Sie bitte nicht, es reicht ihnen nicht, dass ich locker mal mit einem Arm über hundert Tonnen stemmen kann, unglaubliche Heilkräfte und eine feine, wenn auch ein bisschen unausgefeilte Mind- Switch- Fähigkeit hab. Ich bin die stärkste Frau der Welt! ...jah, Frau. An Doc, meinen liebsten Cousin, komm ich natürlich noch nicht ganz ran. Aber zurückhalten kann ich ihn, wenn's Not tut. Ein bisschen jedenfalls. Errr... manchmal. Hm. Themawechsel. ....Lust auf Armdrücken?"

# FÄHIGKEITEN.
GEFRAGTE ANWÄLTIN - "Oder, um's auf den Punkt zu bringen, Leute aus der Scheiße holen! Obwohl das weniger geworden ist, seit ich grüne Haut hab. Haha, das hat jetzt aber nix mit Rassismus oder so zutun. Ich habe einfach weniger Zeit für solche Sachen. Damals war ich eine ziemlich unausgeglichene Persönlichkeit und dachte, ich wär glücklich. War ich aber nicht. Nicht wirklich zumindest. Anwältin sein spielt einen auf Dauer dann doch ganz schön kaputt. Aber naja... wenn S.H.I.E.L.D. mal so richtig tief in einer Klage sitzt - weil Tony wieder was zerbombt und Doc obendrauf gehauen hat - dann bin ich gerne zur Stelle."

AND YOU CAN'T SAVE ME NOW
I'M IN THE GRIP OF A HURRICANE I'M GONNA BLOW MYSELF AWAY


# AUFFÄLLIGKEITEN.
DER GROSSE GEGENSATZ - "Oh Sie meinen außer, dass ich in Shulkieform groß und grün bin? Hm. Naja, sagen wir mal, in meiner menschlichen Gestalt wirke ich ziemlich verletzlich und irgendwie... zerbrechlich. Das denkt man gar nicht, wenn man mich jetzt so sieht, he? Ich weiß. Deshalb mag ich meine Shulkieform auch lieber, in ihr bin ich stärker, größer, einfach besser!"

# CHARAKTER.


DIE FRAU MIT ZWEI GESICHTERN - "Ich soll mich selbst beschreiben? Oh man, wenn ihr das abdruckt, dann klinge ich am Ende schlimmer als Tony wenn er über seinen Reichtum prahlt! Aber soll ich Ihnen was verraten? Ist mir ziemlich egal! Die Zeit, in der ich viel Wert darauf gelegt habe, wie mich andere sehen, ist vorbei. In meiner Menschengestalt bin ich immer nur die gestresste Miss Walters gewesen, die versucht hat, es allen Recht zu machen. Im Nachhinein echt heftig, wie viel ich durchmachen musste, nur um jedem zu gefallen. Teilweise hab ich nicht mal mehr drei Stunden in der Nacht schlafen können, so fertig war ich mit mir und der Welt - und Leute, das ist echt schlimmer, als gegen jeden noch so gerissenen Schurken zu kämpfen. Diese Selbstzweifel und dieses Gefühl, ständig noch irgendwas erledigen zu müssen, dieser... ungesunde Drang zum Perfektionismus. Nicht gut. Ich meine, ich war schon immer ein freundlicher Mensch, würde ich zumindest von mir behaupten. Ein bisschen ruppig, okay, ich geb's ja zu. Und Himmelherrgott, vielleicht auch nicht gerade die Geduldigste! Aber diese Anwaltssache, bevor dem Zwischenfall mit diesem Bekloppten und der anschließenden Rettung durch meinen lieben Herren Cousin - die hat mich echt fertig gemacht. Ich war nur noch eine keifende, abgehungerte Zicke, die auf der einen Seite versucht hat, ihren Sturkopf durchzusetzen und auf der anderen heimlich alles dafür getan hat, um dies oder das jedem auf einem Silbertablett zu präsentieren. Und was hat's mir gebracht? Nix! Ich war einfach nur komplett alle, von der kleinen Jen, die über jeden ausgelutschten Witz lacht, ist in der Zeit nämlich auch nicht mehr so viel zu sehen gewesen.
Naja und dann kam eben meine... Rettung. Ich weiß genau, dass Doc sich anfangs gegen die Bluttransfusion gewehrt hat - er war der Meinung, er würde mir damit mein Leben versauen. Weil ich dadurch genau so werde wie er, wenn er die Kontrolle verliert - groß, grün, haarig, Sie wissen schon. Tja - hat er sich aber geschnitten! Ich find's total super!! Am Anfang hat es mich komplett genervt und fertig gemacht, ich wollte mein altes Leben zurück und mit dem ganzen Kram um S.H.I.E.L.D. nix zutun haben. Und jetzt? Seht mich an! Stück für Stück kam die alte Jen zurück - nur dass sie jetzt anders aussieht. Und für was anderes kämpft. Es geht mir besser, als je zuvor in meinem Leben, und ich glaube, man merkt, dass ich viel ruhiger drauf bin. Ungeduldig bin ich immer noch, haha, aber dafür lässiger. Und stärker! Ich bin eben einfach eine richtige Smasherin, hihihi.
Erm... ich will nicht sagen, dass diese ganze Sache als Anwältin mir nichts gebracht hat. Ich habe gelernt, über meinen Schatten zu springen, Befehle umzusetzen. Ohne all das wäre ich bestimmt so was von überwältigt von meiner Shulkieform, dass ich gerne auch mal so kleine Egotrips wie Tony hinlegen würde! Aber ich weiß, wie der Hase läuft, und dass es besser ist, auf dem Teppich zu bleiben. Teamwork und so. Möglicherweise habe ich meine Shulkieform deshalb besser unter Kontrolle, als Doc seinen Hulk? Ich weiß nicht. Man ist nie so unantastbar, wie man glaubt oder vorgibt zu sein.
Oh und ich hätte gern, dass sie den letzten Satz so richtig schön FETT drucken, damit man mich für hochphilosophisch und intellektuell und so weiter hält, ja?"


# STÄRKEN & SCHWÄCHEN.
+ MUTIG
+ LOYAL
+ KONTROLLIERT
+ HUMORVOLL
+ EFFIZIENT
+ TAKTVOLL

- UNGEDULDIG
- STUR
- PRAHLERISCH
- UNGESUNDER PERFEKTIONISMUS
- GROB
- WENIGER UNANTASTBAR, ALS SIE VORGIBT ZU SEIN


# VORLIEBEN & ABNEIGUNGEN.
+ ACTION
+ WITZE
+ GEBRAUCHT WERDEN
+ ANSEHEN
+ LOCKERHEIT
+ SPONTANITÄT
+ WORTDUELLE
+ FREUNDSCHAFT
+ VERTRAUEN

- UNGERECHTIGKEIT
- STRESS
- IHRE VERGANGENHEIT
- KATZEN
- UNAUFRICHTIGKEIT
- LANGEWEILE
- HILFLOSIGKEIT
- GEFÜHLSDUSELEI
- IHRE MENSCHENFORM


AND YOU CAN'T HOLD ME DOWN
CAUSE I BELONG TO THE HURRICANE IT'S GOING TO BLOW THIS ALL AWAY


# VERGANGENHEIT.
VOM ANWALT ZUM AVENGER - "Aaach Gott, das haben wir jetzt aber auch schon öfter durchgekaut, oder? Also gut. Ich wurde in Los Angeles, Kalifornien, geboren und bin mit meinem Cousin Doc - Ihnen besser bekannt als Bruce Banner oder auch "Incredible Hulk" - aufgewachsen. Mein Vater, Morris Walters, hat stets gut auf uns aufgepasst, dafür gesorgt, dass es uns weder an etwas mangelt, noch dass wir uns zu sehr gehen lassen. Doc wurde ging dann studieren, er ist immerhin 5 Jahre älter als ich - wir verloren mit der Zeit einander aus den Augen, was echt schade ist, weil er für mich wie ein Bruder gewesen ist... immer! ...erm, wo war ich? Achja. Und ich habe nach der Schule Jura studiert. Erst an der UCLA, die kalifornische Uni, dann meinen Master an der Harvard. Mit meinem Spitzenabschluss bin ich dann ziemlich direkt auch in einen wunderbaren Gerichtshof gekommen. Ich hatte viele Fälle, und obwohl ich von S.H.I.E.L.D. keine richtige Ahnung hatte, habe ich mich eine Zeit lang wie eine Superheldin gefühlt. Da habe ich auch John kennengelernt. Ja genau, John Jameson. Er ist mein Exmann, wie Sie sicherlich wissen und... naja, zu der Zeit waren wir echt ein super Team. Und was fehlt?
Genau, irgendein Oberböser. Bei uns handelte es sich hierbei um einen erst ziemlich undurchsichtigen Typen. Vor Gericht hat sich der Fall extrem weiterentwickelt, es stellte sich heraus, dass er nicht irgendein Kerl war, sondern ein echt mieser Gangster. Mit einer ganzen Mafia im Schlepptau. War nicht so witzig. Der Fall hat uns ziemlich kaputt gemacht, John und mich. Wir haben uns nicht mehr richtig verstanden und, oh... jedenfalls wurde ich dann angeschossen. Eigentlich hätte ich draufgehen müssen, aber dann ist - weiß der Himmel woher - Doc aufgetaucht. In letzter Minute! Meinen Vater hätte eine Bluttransfusion umbringen können, John - ... John hätte es vielleicht gemacht, aber er hatte ohnehin die falsche Blutgruppe. Helfen konnte mir also nur mein Cousin. Eine Weile hat er sich schon gewehrt, wegen seiner verseuchten Zellen und so... ich wusste nichts davon, aber ich hab in der Zeit eh nicht viel mitgekriegt, da waren irgendwie immer Schläuche oder Masken vor meinem Gesicht. Wasauchimmer. Viel Zeit zum Zögern hatte er aber trotzdem nicht, oder? Doc hat sich dazu entschieden, mir mein beschissenes Leben zu retten, was daraufhin sehr viel besser wurde.
Ich hatte durch die Transfusion ebenfalls affizierte Blutkörperchen abbekommen und... schwupps. Schon konnte ich, wenn ich nicht aufpasste, zur "Sensationel She- Hulk" werden. Erm, das hat die Presse so ausgeschlachtet, ich bleib bei "Shulkie". Am Anfang hat mich das fürchterlich überfordert, zumal es das letzte bisschen zerstört hat, was noch zwischen mir und John war. Er hat die Scheidung eingereicht, während ich noch mit dem ganzen S.H.I.E.L.D.- Kram fertig werden musste. Ehrlich, das hat mich voll überrollt, ich hatte keine Ahnung! Mich hat so was nie interessiert, geschweige denn, dass ich Zeit für Superheldenmärchen gehabt hätte.
Und jetzt? Sehen Sie mich an! Ich stecke mitten in einem drin."


AND I KNOW IT'S GOING TO HURT
BUT I LIKE TO THINK AT LEAST THINGS CAN'T GET ANY WORSE


# CHARADATA.
- ÀSTRID BERGÈS- FRISBEY FÜR JENNIFER WALTERS.
- MARVEL'S SENSATIONAL SHE- HULK FÜR SHULKIE.
- BISHER KEINE ZWEITCHARAKTERE.


# RECHTLICHES.
- REGELN GELESEN.
- ALS CANNON ÜBERNOMMEN.
- WEITERGABE DESHALB UNAUSWEICHLICH, DOCH BITTE WEDER BOGEN NOCH SETS UND TEXTE (DANKE! <3).
- WISSENSQUELLEN SIND FACEBOOK UND TUMBLR.
- BILDERQUELLEN SIND SHULKIE- TUMBLR UND BERGÈS- FRISBEY- TUMBLR.
- LYRCIS VON FLORENCE AND THE MACHINE'S HURRICANE DRUNK.
- GRAFIKEN VON MIR.



NO WALLS CAN KEEP ME PROTECTED NO SLEEP NOTHING BETWEEN ME AND THE RAIN


© JEN WALTERS FOR S.H.I.E.L.D. 2012



Zuletzt von Endstation Sehnsucht am Fr Apr 08, 2016 12:41 am bearbeitet; insgesamt 8-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: S.H.I.E.L.D. // Marvelous // Worlds Collide // Avengers Academy - Jennifer Walters.   Mi Jul 25, 2012 4:15 pm





Florence and the Machine - Hurricane Drunk
Sick Puppies - You're going down
Delain - where is the blood
Delain - Control the Storm


Zuletzt von Endstation Sehnsucht am Mi Jul 25, 2012 11:33 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: S.H.I.E.L.D. // Marvelous // Worlds Collide // Avengers Academy - Jennifer Walters.   Mi Jul 25, 2012 9:45 pm




PLAYLIST
JEN WALTERS AKA SHULKIE.



ALL MY EXPECTATIONS ARE SANE
SO WHY DO TAKE THE BLAME


1. JANUAR BIS 29. FEBRUAR 2014

# 03.01.2014
WHILE OUR ANCIENT FUTURE IS RECLAIMED - MIT BRUCE BANNER "...und persönlicher Kommentar folgt nach Szenenschluss!

# 03.01.2014
IT'S LIKE WE CAN'T STOP WHAT WE'RE HEARING WITHIN - MIT PETER PARKER "...und persönlicher Kommentar folgt nach Szenenschluss!

YOU YOURSELF WERE KING OF THE GAME
SO WHY DO I PAY FOR YOUR PAIN

?? BIS ?? 2014

# SPIELNAME + LINK
MITSPIELER - Zeitpunkt "...und persönlicher Kommentar!



© JEN WALTERS FOR S.H.I.E.L.D. 2012



Zuletzt von Endstation Sehnsucht am So Sep 30, 2012 8:45 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: S.H.I.E.L.D. // Marvelous // Worlds Collide // Avengers Academy - Jennifer Walters.   Mi Jul 25, 2012 9:59 pm

WICHTIG!! BITTE MELDET EUCH PER PM BEI MIR, UM BEZIEHUNGEN ZU BESPRECHEN
UND BITTE NICHT HIER DRUNTER. DANKE!



RELATIONS
JEN WALTERS AKA SHULKIE.



IT'S BEEN A LONG TIME COMING
AND THE TABLES TURN AROUND


FAMILIE

# MORRIS WALTERS [NPC]
VATER & WUNDER PUNKT - "Mein Pa ist... der Beste! Er hat sich immer um mich gekümmert, wissen Sie, er hat immer dafür gesorgt, dass es mir und Doc an nichts mangelt. Er ist ein herzensguter und leider schon ziemlich alter Mann, aber... früher, als seine Knochen ihm noch nicht so übel mitgespielt haben, da hat er auch ganz viel mit mir unternommen! Er war für mich auch immer wie eine Ersatzmutter, weil ich die ja nicht kennen lernen konnte. Mein Pa war beide Rollen in einem, Sie können mir glauben, der hatte das perfekt drauf! Aktuell ist er auf einer Weltreise, um noch mal ein paar Dinge zu sehen, bevor... naja, bevor's dann halt vorbei ist. Klar mach ich mir Sorgen, aber er schreibt mir immer Postkarten und wir telefonieren öfter. Er hat's eben drauf, der alte Sack!"

# JOHN JAMESON [NPC]
EXMANN & RIESENARSCHLOCH - "Müssen wir ehrlich über John reden? Das regt mich immer tierisch auf. Sagen wir es mal so - ich weiß nicht, wie ich mit diesem intoleranten Arsch von Mensch jemals glücklich gewesen bin. Oder was mich geritten hat, seinen Antrag damals anzunehmen. Wir waren mal ein gutes Team, aber das war, bevor ich wusste, dass er nur meine Hülle liebt. Oder meine Hülle mochte, wenn das überhaupt der Fall war. Nachdem Doc mir das Leben gerettet hat und ich mich zur Shulkie verwandeln konnte, war John am allerwenigsten begeistert. Wir hatten vorher schon eine Krise, aber jetzt tut er so, als wäre er mit einem Monster verheiratet. Aktuell fechten wir gerade übrigens den schlimmsten Scheidungskrieg aus, den ich je erlebt habe - und das will was heißen, schließlich bin ich Anwältin... ."

# BRUCE BANNER - THE INCREDIBLE HULK
COUSIN & DER BRUDER, DEN ICH NIE HATTE - "...Text folgt!"





I FEEL THE HEAT COMING OFF OF THE BLACKTOP
SO GET READY FOR ANOTHER ONEI

POSITIVE BEKANNTSCHAFTEN

# CLINT BARTON - HAWKEYE
MIT- AVENGER & EBENBÜRTIGER - "Also ich muss schon sagen, dass Hawkeye ganz in Ordnung ist. Zwar habe ich nicht übermäßig mit ihm zutun - wir haben einfach zu unterschiedliche Kräfte, als dass wir als perfektes Team oder so was agieren könnten - aber wenn wir uns über den Weg laufen, grüßt er freundlich. Darüber hinaus ist er ein sehr effizienter Kämpfer, loyal gegenüber S.H.I.E.L.D. - mal ehrlich, was will man mehr? Ich muss außerdem - jetzt mal ganz weg von dieser Avengersache - sagen, dass ich Hawkeye für ziemlich tolerant empfinde. Mir gegenüber benimmt er sich immer völlig normal, entweder interessiere ich ihn also nicht die Bohne, oder aber - und das hoffe und vermute ich eher - er akzeptiert mich einfach als das, was ich bin. Der Gedanke klingt doch schön, nicht?"

# VICTOR CROFT - THE STRANGER
SCHACHHALTER & -SPIELER - "Oh, das muss ich wohl näher erklären. Schachhalter - ich müsste eher "in Schach- Halter" sagen - weil er sich immer ziemlich darum kümmert, dass Doc sicht nicht aufregt. Die beiden sind ziemlich gut befreundet, und ich muss sagen, dass ich das ganz gut nachvollziehen kann. Victor ist wirklich in Ordnung - er wirkt auf viele Menschen zwar ziemlich undurchsichtig, aber das ist schon okay. Lassen Sie sich einfach nicht von seiner extrem ruhigen Art oder seinen fehlenden Fingern abschrecken, er ist wirklich prima!"

# PEPPER POTTS - RESCUE
SEKRETÄRIN & TONY'S SPIELBALL - "...Text folgt!"

# PETER PARKER - SPIDERMAN
KRABBELVIEH & RÜCKZUGSORT - "...Text folgt!"





YOU CAN TREAT THIS LIKE ANOTHER ALL THE SAME
BUT DON'T CRY LIKE A BITCH WHEN YOU FEEL THE PAIN

NEGATIVE BEKANNTSCHAFTEN

# KIM CHOI - LIGHT
BISHER UNBEMERKTE & ANSTARRERIN - "Hä, Light? Wartet mal nen Moment... ach, das ist doch diese Neue! Die scheint sich ja ganz besonders an Tony einen Narren gefressen zu haben. Neee, ich kenn sie nicht besonders, keine Ahnung. Aber sie gehört auch zu S.H.I.E.L.D., also wird sie schon ganz sauber sein. Das einzige, was mich ein bisschen wuschig macht, ist, dass sie mich manchmal... naja... anstarrt? Ich fühle mich von ihr irgendwie beobachtet. Also entweder möchte sie igrendwas von mir, dann soll sie aber langsam mal mit der Sprache rausrücken! - oder Fury hat sie auch mich angesetzt. Eh, ich glaub, mit dem muss ich noch mal ein Wörtchen sprechen... ."

# NEREA SUMMERS - TIGERCLAW
HAARIG & EHER ZIEGE ALS KATZE - "Achja, Tigerclaw. Die Mietze. Es ist nicht so, dass ich nicht versucht hätte, mit dem kleinen Schnurremädchen zu reden - aber glauben Sie mir, die ist so stur, da konnte ich gleich mit der Wand neben ihr sprechen. Ich habe einfach keinen Draht zu kleinen Milchschleckern, da können Sie mir noch sonst was von erzählen, die seien niedlich oder so. Dass ich die Mietzekatze nicht leiden kann, daran ist einfach mein Instinkt Schuld. Ich traue ihr nicht, sie mir wohl auch nicht. Bitchfight vom Feinsten."



© JEN WALTERS FOR S.H.I.E.L.D. 2012

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Endstation Sehnsucht
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BeitragThema: Re: S.H.I.E.L.D. // Marvelous // Worlds Collide // Avengers Academy - Jennifer Walters.   Mo Aug 25, 2014 10:22 pm








» Can you read between the lines
» Or are you stuck in black and white
» Hope I'm on the list of people that you hate
» It's time you met the monster
» you have helped create

» You've pushed me one too many times
» I'm sick of all of the fiction
» I'm sick of all of the shit, I'm gonna settle it

» And I can't take it anymore
» I refuse to live this way

IF I HURT YOU SO MUCH
THEN WHERE IS THE BLOOD


Name: Jennifer "Jen" Walters.
Alter: 33 Jahre
Geburtstag: 16.06.
Geburtsort: Los Angeles, Kalifornien
Aufgewachsen in: New Lexington, Ohio
Rasse: reiner Mensch

Beruf: Rechtsanwältin
Grund zum Wachbleiben: der Trask-Fall

» Nein, wir arbeiten nicht mehr zusammen. Das ist schon eine Weile her… direkt nach dem Studium haben wir zusammen eine Kanzlei eröffnet. Das war damals Johns Idee – vielleicht dachte er, es wäre klug, seine Verlobte und seinen kleinen Bruder gleichzeitig im Sichtfeld zu haben. « Paul Jameson seufzt. Das macht er überhaupt ziemlich viel, seit er über seine ehemalige Kommilitonin und spätere Kollegin ausgefragt wurde. » Sie war schon immer klüger als ich, ihre Fälle hat sie prinzipiell häufiger gewonnen, als ich. Irgendwie war’s klar, dass irgendwelche Typen sie für ihre eigenen Firmen oder was-auch-immer haben wollten. Nachdem das mit meinem Bruder in die Brüche ging, hat sie unsere Zusammenarbeit gekündigt. Das hab ich kommen sehen. Nicht wegen mir, versteht sich – einfach, weil sie Zertreuung suchen wollte. Na gut, und vielleicht auch einfach, weil meine Nähe sie an meinen Bruder erinnert. Ich kann’s nicht genau sagen. Jetzt arbeitet sie alleine, wurde von einem ziemlich zwielichtigen Kerl, Jeremy Geygers, angeworben, um gegen die Trask-Firma zu arbeiten. Genau, sie hören richtig: dieser Bolivar Trask, den diese Mutantin vor einer gefühlten Ewigkeit umgebracht hat, scheint auch noch bis heute seine Wellen zu schlagen. Seine Firma gibt's noch, und genau die will dieser Geygers jetzt wohl zerschlagen. Ich weiß nicht viel darüber, aber ich bin der Meinung, das ist noch eine Nummer zu groß für Jen. «

Vater: County Sheriff Morris Walters
Mutter: Elaine (geb. Banner) Walters (†)
Beziehung: verheiratet, getrennt lebend
Ehepartner: Dr. John Jameson
Geschwister: keine
Kinder: keine
Cousin: Dr. Robert Bruce Banner
Weitere: keine

» Mein Mädchen? Mit dem habe ich lang nich mehr gesprochen. « Wahrscheinlich ist es Einbildung, aber County Sheriff Morris Walters Augen wirken gleich eine Spur trauriger, als er über seine einzige Tochter erzählen muss. » Jennifer war schon immer zurückhaltend. Das hat sich nicht geändert, als wir Elaines Neffen bei uns aufgenommen haben. Bruce. Wir - meine Frau und ich - dachten, das würde ihr guttun, sie schien immer ein bisschen Probleme mit Gleichaltrigen zu haben. Mit ihrem Cousin nicht, den hat sie wie einen Bruder akzeptiert. Aber mit den anderen Kindern... mh, naja, da wurde es nich wirklich besser. Ich bin ziemlich stolz auf sie, müssen Sie wissen - wer hätte schon ahnen können, dass eine Walters mal auf diese UCLA-Universität geht! Die Klugheit muss sie von ihrer Mutter haben. Elaine war... sie war wundervoll. Als sie bei diesem Autounfall ums Leben gekommen ist, hat sich Jennifer ein paar Tage weggeschlossen. Mein Mädchen, mein armes Mädchen. Sie hat nie mit mir darüber gesprochen, auch wenn ich sie gebeten oder ihr gedroht hab. Das ist ihre Art, mit Dingen fertig zu werden - sie macht sie mit sich selbst aus. Und das ist in Ordnung, wissen Sie, weil... in Jennifer ein starker Mensch steckt. Irgendwo, ja. Und sobald sie den gefunden hat, meldet sie sich bestimmt auch öfter. Solange schneide ich Zeitungsartikel aus, in denen ich ihren Namen finde, und versuche, weiter zu machen. Falls sie doch mal zurück zu ihrem alten Herren kommt, meine ich. « Er lächelt, aber er sieht traurig aus. Nach einer langen Stille faltet er schließlich die rauen Hände übereinander, seine Lippen wirken eine Spur härter, nicht verkniffen, aber kontrolliert. » Sie hat mir mal gesagt, dass sie nach Bruce sucht. Wissen Sie, das Mädchen hat ihn geliebt. Irgendwie. Uns war nie klar, dass ein Geschwisterkind ihr guttun würde - wir waren eben immer nur drei. Bis Bruce zu uns kam. Sie hat ihn immer bewundert, sie hat... ach, ich möchte nicht schlecht über den Neffen meiner toten Frau sprechen. Das gehört sich als Witwer nich. Aber ich sag's Ihnen mal so - Jennifer wäre letztenendes glücklicher aufgewachsen, wenn wir Bruce nie zu uns geholt hätten. Sie hat alle Freunde durch ihn verloren, er war ein lieber Junge, aber immer etwas sonderbar. Und Jennifer wurde da irgendwie mit reingezogen. Da ist sie bis heute nich raus. Ich meine, es ist gut, dass er irgendwie untergetaucht is. Aber Jennifer hat sich in den Kopf gesetzt, ihn zu finden. Das kann nich gut enden. Aber was will man machen, ich kann ihr ja auch nichts mehr sagen. «

Größe: 1,62 Meter
Gewicht: 44-49 Kilogramm schwankend
Haarfarbe: dunkelbraun
Augenfarbe: graugrün/graublau
Hautfarbe: blass
Statur: schmächtig, dünn, filigran
Tattoos: keine
Anderes: Sommersprossen, Augenringe

Organisation o.Ä.: keine
Einstellung zu Mutanten: neutral bis positiv

» Dieser Mutanten-Kram war ihr, glaub ich, ziemlich egal. « Ein kurzes Schweigen, während John Jameson über seine noch-Frau nachdenkt. Man sollte meinen, in immerhin fünfeinhalb Jahren Ehe hätte er sie das gefragt. » Ich persönlich halte mich von solchen Leuten lieber fern, wenn man das denen denn ansehen kann. Das hab ich zu Jenny auch gesagt – also, dass sie auf sich aufpassen soll und so. Je nach dem, wie sie drauf war, hat sie dann auch gelächelt und genickt. Wir haben auch nie Fälle angenommen, bei denen es um solche Leute ging. Verrückt, wenn ich drüber nachdenke, weil… so wenig sie die Mutanten interessiert haben, umso interessierter war sie plötzlich an den Ereignissen in New York. Stundenlang hat sie darüber recherchiert. Das war, als ich nur noch sporadisch in unserem gemeinsamen Haus war. Einmal hat sie ihre Aufzeichnungen rumliegen lassen, na, da hab ich’s mir halt angeguckt. Dieser Hulk-Typ, Bruce Banner. Das ist ihr Cousin. Ich hab’s zuerst nicht geschnallt, aber mittlerweile erinnere ich mich daran, dass auf der Hochzeit über ihn gesprochen wurde. Weil er gefehlt hat, weil man keinen Kontakt zu ihm hatte, hauptsächlich. Jenny hat nie was davon gesagt, dass er… so einer ist. Wenn ich drüber nachdenke, wusste sie’s wahrscheinlich selber nicht. Aber jetzt sucht sie ihn, so weit ich weiß. In unserem Haus ist sie jedenfalls nicht mehr. «

Besondere Fähigkeiten: wachbleiben

» Ich hab mich das ein oder andere Mal gefragt, ob Jen wohl ne Mutantin ist – wenn sie plötzlich wieder mit einer Hausarbeit fertig ist, obwohl wir die in vier Wochen abgeben mussten. Oder wenn sie plötzlich Details über etwas wusste, von dem ich mir gerade mal einen Vorbericht durchgelesen hatte. « Paul Jameson lacht leise. » Aber nein, sie ist ein ganz gewöhnlicher, fleißiger Mensch. Wie du und ich. Sie macht Nächte durch, aber du siehst es ihr an. Sie hackt sich die Finger auf ihrer Laptoptastatur kaputt, ihre Rücken wird krumm, ihre Augen werden schlecht. Das hat nichts mit irgendwelchen Begabungen zutun, mit irgendwelchen… Mutationen. Sie ist klug, ja, sie ist ehrgeizig, ja, aber es wird immer irgendwen geben, der schneller, besser, gründlicher ist als sie. So ist das, wenn man zu den „Gewöhnlichen“ zählt, nicht wahr? «

Einschränkungen: geringe Körperkraft, kaum physische Ausdauer
Krankheiten: untergewichtig, prinzipiell übermüdet, autoaggressiv

» Es gibt ungefähr tausend Sachen, die Jenny nicht leiden kann. Sie hat bestimmt tausend Mal „das ist nichts für mich“ gesagt – große Meetings, Kanzlei-Feiern, Golfen. Sie war wirklich eine Spielverderberin – wahrscheinlich wollte sie jeden Abend ihres Lebens lieber auf einer Couch sitzen, Tee trinken und dem Gewitter zuhören. Oder Johnny Cash – den mag ich allerdings auch. Übrigens, ihr Musikgeschmack ist ziemlich gut, sie verliert sich in irgendwelchen Nirvana-Liedern, hört stundenlang Cash, Waits, Steppenwolf, Hendrix, während sie über irgendwelchen Zeugenaussagen hockt. Lesen, Musik hören, Sterne gucken. Schön für zwischendurch, aber diese ewige Melancholie ging mir auf den Senkel. Genau wie ihre verdammten Camel-Zigaretten – ich hab ungefähr hundert Mal versucht, sie zum E-Rauchen zu bringen. Vielleicht würde sie auch ein bisschen anders aussehen, wenn sie sich ein bisschen mehr um ihren Körper kümmern würde. Ich sag Ihnen was, wofür Jenny mich umlegen würde – und zwar wirklich umlegen, sie hat mindestens drei Pistolen, die sie hegt und pflegt – aber sie dazu bringen, sich beim Sex tatsächlich mal auszuziehen, ist eine Tortur. Sie findet ihren Körper fürchterlich, sie hasst ihre Augenringe, ihre Sommersprossen, dass sie so dürre ist, dass sie so blass ist, dass ihre Finger so lang sind, dass eine Augenbraue einen anderen Bogen läuft, als die andere… ernsthaft, die kann Seiten damit füllen. Das ist furchtbar ermüdend. Wenn man ihr dann sagt, dass sie mehr essen soll, dass sie weniger arbeiten soll, dann ist sie richtig sauer. Und wenn Jenny sauer auf einen ist, redet sie einfach nicht mehr, und spießt mit ihren finsteren Blicken jeden auf, der ihr in die Quere kommt. Das einzige, was sie an sich leiden kann, sind ihre Fingernägel. Oh, und ihre Haare, die immer nach Lavendel duften. «

Vorlieben:
  • schwarzer Tee
  • Zigaretten (Camel)
  • Gewitter
  • lesen
  • gewonnene Fälle
  • Spitzenunterwäsche
  • ihren Laptop
  • ihre Arbeit
  • Nagellack
  • Handfeuerwaffen
  • Grunge
  • Beweismaterial
  • offene Haare
  • Zurückgezogenheit
  • Stille
  • Nächte durcharbeiten
  • Lavendel
  • starker Wind
  • Glühwürmchen
  • Melancholie

  • Abneigungen:
  • Verlieren
  • Lärm
  • Sonne
  • lange Telefonate
  • Schnüffler
  • Großstädte
  • "du bist zu dünn"
  • "du arbeitest zu viel"
  • "Jenny"
  • hohe Schuhe
  • ihre aktuelle Situation
  • Vertrauensbetrug
  • Vorwürfe
  • Sport
  • ihre Augenringe
  • Stress
  • Leistungsdruck
  • psychische Klärungsgespräche
  • Aufgeben
  • Spiegel


  • »Fick dick«, knurrt Jen Walters, als ein dunkelgrauer Wagen eiskalt über den Fußgängerüberweg rast und sie beinahe mitnimmt. Leise. Damit sie keiner der umstehenden Passanten hört – obwohl, die würden ihr ohnehin nicht zuhören. Sie war noch nie eine von denen, die im Mittelpunkt standen, auf die man achtete, denen man auf der Straße hinterher sah. Noch dazu an einem klammen, regnerischen Tag in einer unüberschaubaren Großstadt – hier kümmert sich ja ohnehin jeder nur um sich selber. Jen hasst Großstädte, und sie hasst egoistische Großstadtmenschen. Hassen ist etwas, das man der zierlichen Dunkelhaarigen mit dem steifen Nacken und den angespannt-klauenartigen Fingern erstmal gar nicht zutrauen würde. Sie sieht eigentlich viel zu lieb für so etwas aus, und außerdem redet sie nicht besonders viel, nicht besonders intensiv und nicht besonders laut. Man könnte Jen Walters für schüchtern halten. Aber sie ist nicht schüchtern. Sie ist zurückhaltend. Und das ist ja wohl etwas völlig anderes.
    Es ist irgendwie nicht ganz klar, ob man sie für älter oder jünger schätzen sollte, als sie eigentlich ist. Richtig wie 33 Jahre sieht Jen Walters nicht aus - zu klein, zu mädchenhaft. Obwohl sie sich nicht einmal mädchenhaft gibt, sondern eher grau. Ihre Fingernägel, meistens dunkel lackiert, stinken nach dem Rauch der Camel-Zigaretten, von der sie manchmal eine Schachtel nach der anderen raucht. Ihre Füße tun weh in den engen Schuhen mit den hohen Absätzen, ihre Augen sind rötlich vom Computerlicht, ihre Haare fühlen sich so streng nach hinten gebunden falsch an. Die tiefen Schatten unter ihren Augen machen sie älter, ihre Größe, ihre Figur, ihr gesamtes Auftreten irgendwie jünger. Vielleicht könnte man sich ja auch einfach darauf einigen, dass Jen Walters 33 Jahre alt ist.

    Früher war das anders. Früher haben die Leute sie angelächelt, wenn sie die Straße herunter spaziert ist, ein Kleid mit Blümchenmuster, ein weiches Schmunzeln auf den Lippen. Der Mann am Zeitungsladen hat ihr immer mal Schokolade oder Kaugummis geschenkt, oder die Glitzerspangen, die es bei einer Kinderzeitschrift als Extra gab. Die Jungs haben nie schlecht über sie geredet. Die Mädchen auch nicht. Die Erwachsenen erstrecht nicht. Mit Erwachsenen hat sich Jen eigentlich immer gut verstanden. Ihr Vater, County Sheriff Morris Walters, war schon immer ein geduldiger und führsorglicher Mensch. Er sagte einmal zu seiner Tochter, dass er alles dafür tun würde, um ein aufrichtiges Leben zu führen. Das versucht er noch immer, auch nachdem seine Frau Elaine - Jens Mutter - bei einem Autounfall ums Leben gekommen war.
    Als Jen anfing, Kurt Cobain zu hören, lebte sie schon gar nicht mehr am Rand von L.A. - da war sie mit ihren Eltern schon nach Ohio gezogen. Das war eine Weile nachdem sie Bruce praktisch adoptiert hatten - Bruce, ihren Cousin, dem etwas ganz furchtbares passiert war. Bruce, der so gar nicht zu dem kleinen Everybodys-Darling passen wollte, das Jen gewesen war. Bruce, den Jen schon immer "Doc" genannt hatte, und der der einzige gewesen war, der sie nicht ein einziges Mal "Jenny" nannte. Und mit Bruce kam auch Robert - der immer ein bisschen witziger war, als Bruce. Der ihn beschützen wollte. Der auch Jen beschützen wollte, und der immer dieses lebendige, verschmitzte Funkeln in den Augen hatte, das Bruce fehlte. Der Jen ein genau so guter Freund gewesen war, wie ihr Cousin.
    Plötzlich waren die Jungs nicht mehr ganz so nett zu Jen. Die Mädchen wollten sich nicht mehr abends mit ihr treffen, um sich gegenseitig die Nägel zu lackieren. Man blieb freundlich zu Jen Walters, aber gleichzeitig begegnete man ihr mit Argwohn. Jen hat das erst gemerkt, als es zu spät war. Sie kümmerte sich kaum darum, vorher hatte ja auch alles wie selbstverständlich funktioniert - . Aber Bruce – Bruce mochte eben niemand. Außer seiner Cousine. Der merkwürdige Bruce Banner – achja, und das ist seine Cousine. Die ist irgendwie auch komisch, schließlich ist sie mit ihm verwandt. Und seht mal, wie sie nebeneinander herlaufen, den ganzen Weg, ohne ein Wort zu wechseln. Da kann doch was nicht stimmen. Dass Bruce komisch guckt, ist schon aufgefallen. Will der eigentlich Streit?! Die Kleine ist bestimmt genau so schlimm, die tut nur freundlich. Ja, schließlich sind die verwandt.
    Jen wurde ausgegrenzt, weil sie Bruce' Cousine war. Sie registrierte das - aber es war ihr egal. Es passt nicht in ihr Verhaltensmuster, auch heute nicht, sich von so etwas beeinflussen zu lassen. Da sie keine Anstalten machte, sich - allen "Absonderlichkeiten" ihres Verwandten zum Trotz - wieder in die Gruppe von Gleichaltrigen zu integrieren, entfernte sie sich immer weiter von ihnen. Selbst die Erwachsenen, mit denen das stille Mädchen schon immer besser zurecht gekommen war, bekamen keinen richtigen Zugang mehr zu ihr. Jen Walters blieb für sich allein, seit jeher.
    Und Bruce? Ihre Eltern fragten ihn, woher er die Schrammen hatte, und Bruce log. Robert log auch. Jen konnte sehen, dass sie es taten - manchmal wusste sie es sogar, weil sie zufällig hatte zusehen müssen, oder die Jungs es ihr sogar erzählten. Trotzdem verriet sie ihren Cousin nicht - und heute tut ihr das Leid. Jen Walters war scheinbar nie ein besonders mutiges Mädchen gewesen.
    Sie besaß einen gewissen Ehrgeiz. Ihre Eltern sagten, sie könnte es zu etwas bringen. Bruce sagte das auch - manchmal, leise, am Telefon. Sie wusste nie genau, wo er war. Aber Jen Walters fragte nicht nach so etwas. Manchmal weinte sie, wenn er auflegte, nachdem sie ihn stundenlang über die Leitung angeschwiegen hatte. Immer, weil sie sich nicht traute, zu sagen, was sie dachte. Was sie eigentlich sagen wollte.

    Auf der UCLA lernte Jen Walters Paul Jameson kennen. Und über den dessen älteren Bruder, John. John war Doktor. Auf dem Papier. Offiziell. Ein richtiger Doktor. Manchmal gab er Vorlesungen an Jens Uni, aber nicht in ihrem Fach. Trotzdem setzte sie sich zwischen die Mediziner, anstatt in ihren Gesetzesbüchern zu blättern. Warum Jen Walters Anwältin werden wollte? Man konnte viel lesen. Man konnte viel lernen. Und vielleicht würde sie sich dadurch irgendwann trauen zu sagen, was sie dachte.
    John Jameson sagte immer, was er dachte. "Ich denke", hatte er gesagt, nachdem er anderthalb Jahre mit ihr ausgegangen war, "ich denke, wir sollten heiraten, Jenny." Sie hatte es nie gemocht, dass er es Jenny nannte, aber gesagt hat sie ihm das nie. Wenn sie jetzt daran denkt, weiß sie, dass sie es gehasst hat. Genau so, wie sie heute John hassen will, der sie betrogen hat. Mehrmals. Einmal sogar mit Pauls Verlobten, Angelica. Sie hasst an John, dass er nie Zeit für sie hatte - auch nicht, als ihre Mutter starb. Auch nicht, als ihr Cousin sich nicht mehr meldete - nach vier Monaten, nach acht Monaten, nach zwei Jahren. Jen Walters wurde grau. Sie fing an, hohe Schuhe zu tragen, obwohl sie diese hasste. Sie fing an zu rauchen, und zu trinken, obwohl Alkohol ihr noch nie wirklich bekam. Sie fing an, die Nächte lang nach einem einzigen Wort zu googlen, als ob es ihr dabei helfen könnte, ihren Fall doch noch zu gewissen. Irgendwie wurde Jen Walters gut darin, zu gewinnen. Im Job, nicht im Leben. Also konzentrierte sie sich eigentlich nur noch darauf.
    Jetzt sagt Jen Walters, was sie denkt. Leise. Beinahe ausdruckslos. Beinahe kalt. Jen Walters ist nicht gut darin, zu vergeben.

    Aber sie würde Bruce vergeben, der jetzt in der Stadt aufgetaucht ist, in der sie während ihres aktuellen Falles eine Wohnung hat. Die Geschehnisse in New York sind verwirrend. Sie passen nicht in eine rationale Welt, eine Welt, die von Beweisen lebt - in Jens Welt. Jedes Paradoxum, mit dem die Menschen nicht gerechnet hatten, braucht für sie eine dreifache Bestätigung. Wenn sie darüber nachdenkt, bemerkt Jen aber, dass es ihr eigentlich egal ist. Es ist egal, ob ihr Mandant ein Kerl ist, dessen Haare zu Ranken werden können. Es ist Jen egal, ob es eine parallele Welt zu ihrer gibt, aus der ein Mann mit einem Hammer und ein Mann mit einem Ziegenhorn-Helm zu ihnen kommen, solange die sich nicht in ihre Angelegenheiten einmischen.
    Aber Bruce ist ihr nicht egal. Bruce, der zu einem großen, grünen Wesen wird, das gar nicht zu Robert oder ihm passen will. Also trifft Jen Walters einen Entschluss: sie findet ihren Cousin. Um das erste Mal wirklich zu sagen, was sie denkt.

    Stärken:
  • intelligent
  • höflich
  • sachlich
  • ehrgeizig
  • konzentriert
  • kombinierend
  • verlässlich
  • beherrscht
  • direkt
  • ehrlich
  • geradlinig
  • fleißig
  • loyal
  • fair
  • geistig ausdauernd
  • anerkennend

  • Schwächen:
  • zurückhaltend
  • kalt
  • oberflächlich
  • verbissen
  • nachtragend
  • perfektionistisch
  • feindselig
  • übermüdet
  • ungesund lebend
  • verkrampft
  • abgestumpft
  • ungeduldig
  • unehrlich gegenüber sich selbst
  • verspannt
  • schlechte Verliererin
  • gestresst


  • » Es gibt Menschen, die sind ihr ganzes Leben über unsichtbar. Mit solchen Leuten gehst du studierst du jahrelang, ohne dass du’s richtig mitkriegst, und wenn du sie bei der Abschiedsfeier siehst, fragst du dich, ob ihr jemals einen Kurs zusammen hattet. Jen Walters ist eine von ihnen. « Paul Jameson ist schiebt ein Foto über den Tisch. Auf dem Bild: eine junge, blasse Frau, gelassene Haltung, einen Arm um die Taille eines Mannes gelegt, in der anderen Hand eine Zigarette, die unauffällig qualmt. Sie lächelt sanft, ihr Blick auf etwas schräg über der Kamera gerichtet. Der stattliche, sichtlich ältere Mann neben ihr lacht scheinbar laut und mit offenem Mund, seine einst wohl frisierten Locken stürmisch zerzaust, einen Arm eng um ihre schmalen Schultern geschlungen, den anderen zur Kamera gehalten, sodass man den Ring an seinem Finger erkennen kann. » Ich habe sie nie so entspannt gesehen, wie in der Zeit, in der sie mit John verlobt war. Zwei vielschichtige, leidlich intelligente Menschen, die einen ruhigen, liebevollen Umgang miteinander hatten. Zwei wahnsinnig schlechte Verlierer, die ihren kompletten Ehrgeiz in eine Sache investieren, wenn sie sich erstmal fest gebissen haben. Das hat sich bei Jen wohl gehalten. Mein Bruder war leider nur bei seiner Arbeit derartig fokussiert. …Ich weiß nicht, wie schnell nach der Hochzeit er sie betrogen hat, aber als Jen davon Wind bekommen hat, versuchte sie es unter den Teppich zu kehren. « Paul zieht das Foto ein Stück zu sich und betrachtet es gedankenversunken, beinahe –verloren. » Ich glaube, sie denkt, dass sie alles alleine schaffen muss. Sie wird nicht gerne unterschätzt – weil sie eher die kleinere, dünnere Sorte Frau ist, bedeutet das nicht automatisch, dass sie zu den Schwachen gehört. Ich wollte mit ihr über die Scheiße sprechen, die John verzapft hat, aber sie hat immer wieder abgeblockt. Irgendwann hat sie mir mal gesagt, ihr Vater hat zeitlebens versucht, ein aufrichtiger Mensch zu sein – und sie würde das gleiche wollen. Was das damit zutun hat, dass sie sich auf niemanden verlassen kann, verstehe ich selber nicht. Jen hat nicht viele Freunde, weißt du… irgendwie kommt man nur schwer an sie ran, wenn man sie erstmal wahrgenommen hat. Ihre Hartnäckigkeit, mit allem selbst fertig zu wollen, macht sie grau. Sie wirkt kalt, unberührt, irgendwie… gnadenlos. Dabei hat sie ein wahnsinnig schönes Lachen, einen angenehmen, leicht ironischen, aber nicht verletzenden Humor. Irgendwo ist sie wahrscheinlich immer noch das kleine Mädchen, von dem mir County Sheriff Walters auf der Hochzeit erzählt hat – ich konnte es sehen, in der Zeit, in der sie wirklich glücklich war, anstatt nur völlig verbissen darauf hin zu arbeiten. «

    ALL MY EXPECTATIONS ARE SANE
    SO WHY WOULD I TAKE THE BLAME


    Spielerin: Gromi
    Zweitcharaktere: keine
    Alter: Jahrgang 94
    Avatarperson: Àstrid Bergès-Frisbey

    Gesuch: ja [Bruce Banner / "She-Hulk"]
    Setweitergabe: nein
    Steckbriefweitergabe: nein

    Regeln: angenommen

    Lyrics:
    Delain - Where is the Blood
    Five Finger Death Punch - Meet the Monster

    Kurztext:
    Jen Walters ist dreiunddreißig. Und machtlos. Vollkommen machtlos. Das wird ihr immer wieder überdeutlich klar: keine Chance gegen die Zeit, von der sie viel zu wenig hat, um mit ihrer Arbeit als Rechtsanwältin im aktuellen Trask-Fall irgendwie fertig zu werden. Keine Chance gegen die Augenringe, das strohige Haar, die hervorstehenden Rippen, die blasse Haut. Keine Chance gegen ihren baldigen Ex-Mann Dr. John Jameson, der ihr das ohnehin schon schwere Leben zu Hölle macht. Keine Chance, ihren Cousin Bruce zu finden, den sie im Fernseher erkannt hat, kurz bevor sein Körper zu einem gigantischen, grünen Kerl mutierte. Keine Chance, die Schuldgefühle ihres Vaters seit dem Tod ihrer Mutter zu kompensieren. Jen Walters ist machtlos. Jen Walters ist auch nur ein Mensch. Noch.


    © M A R I E L L E | F. | F O R
    M A R V E L O U S 2014

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    Endstation Sehnsucht
    An der Endstation Angekommene
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    BeitragThema: Re: S.H.I.E.L.D. // Marvelous // Worlds Collide // Avengers Academy - Jennifer Walters.   Di Mai 26, 2015 12:16 am








    » Can you read between the lines
    » Or are you stuck in black and white
    » Hope I'm on the list of people that you hate
    » It's time you met the monster
    » you have helped create

    » You've pushed me one too many times
    » I'm sick of all of the fiction
    » I'm sick of all of the shit, I'm gonna settle it

    » And I can't take it anymore
    » I refuse to live this way

    IF I HURT YOU SO MUCH
    THEN WHERE IS THE BLOOD


    Name: Jennifer "Jen" Walters.
    Alter: 33 Jahre
    Geburtstag: 16.06.
    Geburtsort: Los Angeles, Kalifornien
    Aufgewachsen in: New Lexington, Ohio
    Rasse: Mensch
    Beruf: Rechtsanwältin

    » Nein, wir arbeiten nicht mehr zusammen. Das ist schon eine Weile her… direkt nach dem Studium haben wir zusammen eine Kanzlei eröffnet. Das war damals Johns Idee – vielleicht dachte er, es wäre klug, seine Verlobte und seinen kleinen Bruder gleichzeitig im Sichtfeld zu haben. « Paul Jameson seufzt. Das macht er überhaupt ziemlich viel, seit er über seine ehemalige Kommilitonin und spätere Kollegin ausgefragt wurde. » Sie war schon immer klüger als ich, ihre Fälle hat sie prinzipiell häufiger gewonnen, als ich. Irgendwie war’s klar, dass irgendwelche Typen sie für ihre eigenen Firmen oder was-auch-immer haben wollten. Nachdem das mit meinem Bruder in die Brüche ging, hat sie unsere Zusammenarbeit gekündigt. Das hab ich kommen sehen. Nicht wegen mir, versteht sich – einfach, weil sie Zerstreuung suchen wollte. Na gut, und vielleicht auch einfach, weil meine Nähe sie an meinen Bruder erinnert. Ich kann’s nicht genau sagen. Jetzt arbeitet sie alleine, jettet durch die Staaten, ist immer unterwegs. Sie hat damals schon wenig geschlafen, aber ich glaube, jetzt bekommt sie gar kein Auge mehr zu mir. Momentan ist sie wohl in New York, aber ich weiß nicht, woran sie gerade arbeitet, wenn ich ehrlich bin.«  

    Vater: County Sheriff Morris Walters
    Mutter: Elaine (geb. Banner) Walters (†)
    Beziehung: verheiratet, getrennt lebend
    Ehepartner: Dr. John Jameson
    Geschwister: keine
    Kinder: keine
    Cousin: Dr. Robert Bruce Banner
    Weitere: keine

    » Mein Mädchen? Mit dem habe ich lang nich mehr gesprochen. « Wahrscheinlich ist es Einbildung, aber County Sheriff Morris Walters Augen wirken gleich eine Spur trauriger, als er über seine einzige Tochter erzählen muss. » Jennifer war schon immer zurückhaltend. Das hat sich nicht geändert, als wir Elaines Neffen bei uns aufgenommen haben. Bruce. Wir - meine Frau und ich - dachten, das würd ihr guttun, sie schien immer ein bisschn Probleme mit Gleichaltrigen zu haben. Mit ihrem Cousin nich, den hat sie wie nen Bruder akzeptiert. Aber mit den anderen Kindern... mh, naja, da wurd es nich wirklich besser. Ich bin ziemlich stolz auf sie, müssen Sie wissen - wer hätt schon ahnen können, dass eine Walters mal auf diese UCLA-Universität geht! Die Klugheit muss sie von ihrer Mutter haben. Elaine war... sie war wundervoll. Als sie bei diesem Autounfall ums Leben gekommen is, hat sich Jennifer ein paar Tage weggeschlossen. Mein Mädchen, mein armes Mädchen. Sie hat nie mit mir darüber gesprochen, auch wenn ich sie gebeten oder ihr gedroht hab. Das is ihre Art, mit Dingen fertig zu werden - sie macht sie mit sich selbst aus. Und das is in Ordnung, wissen Sie, weil... in Jennifer ein starker Mensch steckt. Irgendwo, ja. Und sobald sie den gefunden hat, meldet sie sich bestimmt auch öfter. Solange schneid ich Zeitungsartikel aus, in denen ich ihren Namen find, und versuche, weiter zu machen. Falls sie doch mal zurück zu ihrem alten Herren kommt, mein ich. « Er lächelt, aber er sieht traurig aus. Nach einer langen Stille faltet er schließlich die rauen Hände übereinander, seine Lippen wirken eine Spur härter, nicht verkniffen, aber kontrolliert. » Sie hat mir erzählt, dass sie Bruce gefunden hat. Wissen Sie, das Mädchen liebt ihn. Irgendwie. Uns war nie klar, dass ein Geschwisterkind ihr guttun würde - wir waren eben immer nur drei. Bis Bruce zu uns kam. Sie hat ihn immer bewundert, sie hat... ach, ich möchte nich schlecht über den Neffen meiner toten Frau sprechen. Das gehört sich als Witwer nich. Aber ich sag's Ihnen mal so - Jennifer wäre letztenendes glücklicher aufgewachsen, wenn wir Bruce nie zu uns geholt hätten. Sie hat alle Freunde durch ihn verloren, er war ein lieber Junge, aber immer etwas sonderbar. Und Jennifer wurde da irgendwie mit reingezogen. Da is sie bis heute nich raus. Ich meine, es ist gut, dass er irgendwie untergetaucht gewesen is. Aber Jennifer hat sich in den Kopf gesetzt, ihn zu finden, und jetzt is er eben wieder da. Das kann nich gut enden. Aber was will man machen, ich kann ihr ja auch nichts mehr sagen. «

    Größe: 1,62 Meter
    Gewicht: 44-49 Kilogramm schwankend
    Haarfarbe: dunkelbraun
    Augenfarbe: graugrün/graublau
    Hautfarbe: blass
    Statur: schmächtig, dünn, filigran
    Tattoos: keine
    Anderes: manchmal Sommersprossen, Augenringe

    Organisation o.Ä.: keine
    Einstellung zu Mutanten: neutral bis positiv

    » Dieser Mutanten-Kram war ihr, glaub ich, ziemlich egal. « Ein kurzes Schweigen, während John Jameson über seine noch-Frau nachdenkt. Man sollte meinen, in immerhin fünfeinhalb Jahren Ehe hätte er sie das gefragt. » Ich persönlich halte mich von solchen Leuten lieber fern, wenn man das denen denn ansehen kann. Das hab ich zu Jenny auch gesagt – also, dass sie auf sich aufpassen soll und so. Je nach dem, wie sie drauf war, hat sie dann auch gelächelt und genickt. Wir haben auch nie Fälle angenommen, bei denen es um solche Leute ging. Verrückt, wenn ich drüber nachdenke, weil… so wenig sie die Mutanten interessiert haben, umso interessierter war sie plötzlich an den Ereignissen in New York. Stundenlang hat sie darüber recherchiert. Das war, als ich nur noch sporadisch in unserem gemeinsamen Haus war. Einmal hat sie ihre Aufzeichnungen rumliegen lassen, na, da hab ich’s mir halt angeguckt. Dieser Hulk-Typ, Bruce Banner. Das ist ihr Cousin. Ich hab’s zuerst nicht geschnallt, aber mittlerweile erinnere ich mich daran, dass auf der Hochzeit über ihn gesprochen wurde. Weil er gefehlt hat, weil man keinen Kontakt zu ihm hatte, hauptsächlich. Jenny hat nie was davon gesagt, dass er… so einer ist. Wenn ich drüber nachdenke, wusste sie’s wahrscheinlich selber nicht. «

    Besondere Fähigkeiten: wachbleiben

    » Ich hab mich das ein oder andere Mal gefragt, ob Jen wohl ne Mutantin ist – wenn sie plötzlich wieder mit einer Hausarbeit fertig ist, obwohl wir die in vier Wochen abgeben mussten. Oder wenn sie plötzlich Details über etwas wusste, von dem ich mir gerade mal einen Vorbericht durchgelesen hatte. « Paul Jameson lacht leise. » Aber nein, sie ist ein ganz gewöhnlicher, fleißiger Mensch. Wie du und ich. Sie macht Nächte durch, aber du siehst es ihr an. Sie hackt sich die Finger auf ihrer Laptoptastatur kaputt, ihre Rücken wird krumm, ihre Augen werden schlecht. Das hat nichts mit irgendwelchen Begabungen zutun, mit irgendwelchen… Mutationen. Sie ist klug, ja, sie ist ehrgeizig, ja, aber es wird immer irgendwen geben, der schneller, besser, gründlicher ist als sie. So ist das, wenn man zu den „Gewöhnlichen“ zählt, nicht wahr? «

    Einschränkungen: geringe Körperkraft, kaum physische Ausdauer
    Krankheiten: untergewichtig, prinzipiell übermüdet, autoaggressiv

    » Es gibt ungefähr tausend Sachen, die Jenny nicht leiden kann. Sie hat bestimmt tausend Mal „das ist nichts für mich“ gesagt – große Meetings, Kanzlei-Feiern, Golfen. Sie war wirklich eine Spielverderberin – wahrscheinlich wollte sie jeden Abend ihres Lebens lieber auf einer Couch sitzen, Tee trinken und dem Gewitter zuhören. Oder Johnny Cash – den mag ich allerdings auch. Übrigens, ihr Musikgeschmack ist ziemlich gut, sie verliert sich in irgendwelchen Nirvana-Liedern, hört stundenlang Cash, Waits, Steppenwolf, Hendrix, während sie über irgendwelchen Zeugenaussagen hockt. Lesen, Musik hören, Sterne gucken. Schön für zwischendurch, aber diese ewige Melancholie ging mir auf den Senkel. Genau wie ihre verdammten Camel-Zigaretten – ich hab ungefähr hundert Mal versucht, sie zum E-Rauchen zu bringen. Vielleicht würde sie auch ein bisschen anders aussehen, wenn sie sich ein bisschen mehr um ihren Körper kümmern würde. Ich sag Ihnen was, wofür Jenny mich umlegen würde – und zwar wirklich umlegen, sie hat mindestens drei Pistolen, die sie hegt und pflegt – aber sie dazu bringen, sich beim Sex tatsächlich mal auszuziehen, ist eine Tortur. Sie findet ihren Körper fürchterlich, sie hasst ihre Augenringe, ihre Sommersprossen, dass sie so dürre ist, dass sie so blass ist, dass ihre Finger so lang sind, dass eine Augenbraue einen anderen Bogen läuft, als die andere… ernsthaft, die kann Seiten damit füllen. Das ist furchtbar ermüdend. Wenn man ihr dann sagt, dass sie mehr essen soll, dass sie weniger arbeiten soll, dann ist sie richtig sauer. Und wenn Jenny sauer auf einen ist, redet sie einfach nicht mehr, und spießt mit ihren finsteren Blicken jeden auf, der ihr in die Quere kommt. Das einzige, was sie an sich leiden kann, sind ihre Fingernägel. Oh, und ihre Haare, die immer nach Lavendel duften – naja, bis sie die nächste Kippe quarzt. «

    Vorlieben:
  • schwarzer Tee
  • Zigaretten (Camel)
  • Gewitter
  • lesen
  • gewonnene Fälle
  • Spitzenunterwäsche
  • ihren Laptop
  • ihre Arbeit
  • Nagellack
  • Handfeuerwaffen
  • Grunge
  • Beweismaterial
  • offene Haare
  • Zurückgezogenheit
  • Stille
  • Nächte durcharbeiten
  • Lavendel
  • starker Wind
  • Glühwürmchen
  • Melancholie

  • Abneigungen:
  • Verlieren
  • Lärm
  • Sonne
  • lange Telefonate
  • Schnüffler
  • Großstädte
  • "du bist zu dünn"
  • "du arbeitest zu viel"
  • "Jenny"
  • hohe Schuhe
  • ihre aktuelle Situation
  • Vertrauensbetrug
  • Vorwürfe
  • Sport
  • ihre Augenringe
  • Stress
  • Leistungsdruck
  • psychische Klärungsgespräche
  • Aufgeben
  • Spiegel


  • »Fick dick«, knurrt Jen Walters, als ein dunkelgrauer Wagen eiskalt über den Fußgängerüberweg rast und sie beinahe mitnimmt. Leise. Damit sie keiner der umstehenden Passanten hört – obwohl, die würden ihr ohnehin nicht zuhören. Sie war noch nie eine von denen, die im Mittelpunkt standen, auf die man achtete, denen man auf der Straße hinterher sah. Noch dazu an einem klammen, regnerischen Tag in einer unüberschaubaren Großstadt – hier kümmert sich ja ohnehin jeder nur um sich selber. Jen hasst Großstädte, und sie hasst egoistische Großstadtmenschen. Hassen ist etwas, das man der zierlichen Dunkelhaarigen mit dem steifen Nacken und den angespannt-klauenartigen Fingern erstmal gar nicht zutrauen würde. Sie sieht eigentlich viel zu lieb für so etwas aus, und außerdem redet sie nicht besonders viel, nicht besonders intensiv und nicht besonders laut. Man könnte Jen Walters für schüchtern halten. Aber sie ist nicht schüchtern. Sie ist zurückhaltend. Und das ist ja wohl etwas völlig anderes.
    Es ist irgendwie nicht ganz klar, ob man sie für älter oder jünger schätzen sollte, als sie eigentlich ist. Richtig wie 33 Jahre sieht Jen Walters nicht aus - zu klein, zu mädchenhaft. Obwohl sie sich nicht einmal mädchenhaft gibt, sondern eher grau. Ihre Fingernägel, meistens dunkel lackiert, stinken nach dem Rauch der Camel-Zigaretten, von der sie manchmal eine Schachtel nach der anderen raucht. Ihre Füße tun weh in den engen Schuhen mit den hohen Absätzen, ihre Augen sind rötlich vom Computerlicht, ihre Haare fühlen sich so streng nach hinten gebunden falsch an. Die tiefen Schatten unter ihren Augen machen sie älter, ihre Größe, ihre Figur, ihr gesamtes Auftreten irgendwie jünger. Vielleicht könnte man sich ja auch einfach darauf einigen, dass Jen Walters 33 Jahre alt ist.

    Früher war das anders. Früher haben die Leute sie angelächelt, wenn sie die Straße herunter spaziert ist, ein Kleid mit Blümchenmuster, ein weiches Schmunzeln auf den Lippen. Der Mann am Zeitungsladen hat ihr immer mal Schokolade oder Kaugummis geschenkt, oder die Glitzerspangen, die es bei einer Kinderzeitschrift als Extra gab. Die Jungs haben nie schlecht über sie geredet. Die Mädchen auch nicht. Die Erwachsenen erstrecht nicht. Mit Erwachsenen hat sich Jen eigentlich immer gut verstanden. Ihr Vater, County Sheriff Morris Walters, war schon immer ein geduldiger und führsorglicher Mensch. Er sagte einmal zu seiner Tochter, dass er alles dafür tun würde, um ein aufrichtiges Leben zu führen. Das versucht er noch immer, auch nachdem seine Frau Elaine - Jens Mutter - bei einem Autounfall ums Leben gekommen war.
    Als Jen anfing, Kurt Cobain zu hören, lebte sie schon gar nicht mehr am Rand von L.A. - da war sie mit ihren Eltern schon nach Ohio gezogen. Das war eine Weile nachdem sie Bruce praktisch adoptiert hatten - Bruce, ihren Cousin, dem etwas ganz furchtbares passiert war. Bruce, der so gar nicht zu dem kleinen Everybodys-Darling passen wollte, das Jen gewesen war. Bruce, den Jen schon immer "Doc" genannt hatte, und der der einzige gewesen war, der sie nicht ein einziges Mal "Jenny" nannte. Und mit Bruce kam auch Robert - der immer ein bisschen witziger war, als Bruce. Der ihn beschützen wollte. Der auch Jen beschützen wollte, und der immer dieses lebendige, verschmitzte Funkeln in den Augen hatte, das Bruce fehlte. Der Jen ein genau so guter Freund gewesen war, wie ihr Cousin.
    Plötzlich waren die Jungs nicht mehr ganz so nett zu Jen. Die Mädchen wollten sich nicht mehr abends mit ihr treffen, um sich gegenseitig die Nägel zu lackieren. Man blieb freundlich zu Jen Walters, aber gleichzeitig begegnete man ihr mit Argwohn. Jen hat das erst gemerkt, als es zu spät war. Sie kümmerte sich kaum darum, vorher hatte ja auch alles wie selbstverständlich funktioniert. Aber Bruce – Bruce mochte eben niemand. Außer seiner Cousine. Der merkwürdige Bruce Banner – achja, und das ist seine Cousine. Die ist irgendwie auch komisch, schließlich ist sie mit ihm verwandt. Und seht mal, wie sie nebeneinander herlaufen, den ganzen Weg, ohne ein Wort zu wechseln. Da kann doch was nicht stimmen. Dass Bruce komisch guckt, ist schon aufgefallen. Will der eigentlich Streit?! Die Kleine ist bestimmt genau so schlimm, die tut nur freundlich. Ja, schließlich sind die verwandt. Ihre Eltern fragten ihn, woher er die Schrammen hatte, und Bruce log. Robert log auch. Jen konnte sehen, dass sie es taten - manchmal wusste sie es sogar, weil sie zufällig hatte zusehen müssen, oder die Jungs es ihr sogar erzählten. Trotzdem verriet sie ihren Cousin nicht - und heute tut ihr das Leid. Jen Walters war scheinbar nie ein besonders mutiges Mädchen gewesen.
    Sie besaß einen gewissen Ehrgeiz. Ihre Eltern sagten, sie könnte es zu etwas bringen. Bruce sagte das auch - manchmal, leise, am Telefon. Sie wusste nie genau, wo er war. Aber Jen Walters fragte nicht nach so etwas. Manchmal weinte sie, wenn er auflegte, nachdem sie ihn stundenlang über die Leitung angeschwiegen hatte. Immer, weil sie sich nicht traute, zu sagen, was sie dachte. Was sie eigentlich sagen wollte.

    Auf der UCLA lernte Jen Walters Paul Jameson kennen. Und über den dessen älteren Bruder, John. John war Doktor. Auf dem Papier. Offiziell. Ein richtiger Doktor. Manchmal gab er Vorlesungen an Jens Uni, aber nicht in ihrem Fach. Trotzdem setzte sie sich zwischen die Mediziner, anstatt in ihren Gesetzesbüchern zu blättern. Warum Jen Walters Anwältin werden wollte? Man konnte viel lesen. Man konnte viel lernen. Und vielleicht würde sie sich dadurch irgendwann trauen zu sagen, was sie dachte.
    John Jameson sagte immer, was er dachte. "Ich denke", hatte er gesagt, nachdem er anderthalb Jahre mit ihr ausgegangen war, "ich denke, wir sollten heiraten, Jenny." Sie hatte es nie gemocht, dass er es Jenny nannte, aber gesagt hat sie ihm das nie. Wenn sie jetzt daran denkt, weiß sie, dass sie es gehasst hat. Genau so, wie sie heute John hassen will, der sie betrogen hat. Mehrmals. Einmal sogar mit Pauls Verlobten, Angelica. Sie hasst an John, dass er nie Zeit für sie hatte - auch nicht, als ihre Mutter starb. Auch nicht, als ihr Cousin sich nicht mehr meldete - nach vier Monaten, nach acht Monaten, nach zwei Jahren. Jen Walters wurde grau. Sie fing an, hohe Schuhe zu tragen, obwohl sie diese hasste. Sie fing an zu rauchen, und zu trinken, obwohl Alkohol ihr noch nie wirklich bekam. Sie fing an, die Nächte lang nach einem einzigen Wort zu googlen, als ob es ihr dabei helfen könnte, ihren Fall doch noch zu gewinnen. Irgendwie wurde Jen Walters gut darin, zu gewinnen. Im Job, nicht im Leben. Also konzentrierte sie sich eigentlich nur noch darauf.
    Jetzt sagt Jen Walters, was sie denkt. Leise. Beinahe ausdruckslos. Beinahe kalt. Jen Walters ist nicht gut darin, zu vergeben.

    Aber sie hat Bruce vergeben, den sie endlich gefunden hat. Die Geschehnisse in New York sind verwirrend. Sie passen nicht in eine rationale Welt, eine Welt, die von Beweisen lebt - in Jens Welt. Jedes Paradoxum, mit dem die Menschen nicht gerechnet hatten, braucht für sie eine dreifache Bestätigung. Wenn sie darüber nachdenkt, bemerkt Jen aber, dass es ihr eigentlich egal ist. Es ist egal, ob ihr Mandant ein Kerl ist, dessen Haare zu Ranken werden können. Es ist Jen egal, ob es eine parallele Welt zu ihrer gibt, aus der ein Mann mit einem Hammer und ein Mann mit einem Ziegenhorn-Helm zu ihnen kommen, solange die sich nicht in ihre Angelegenheiten einmischen.
    Aber Bruce ist ihr nicht egal. Bruce, der zu einem großen, grünen Wesen wird, das gar nicht zu Robert oder ihm passen will. Also trifft Jen Walters einen Entschluss: sie bleibt bei ihrem Cousin. Um das erste Mal wirklich zu sagen, was sie denkt.

    Stärken:
  • intelligent
  • höflich
  • sachlich
  • ehrgeizig
  • konzentriert
  • verlässlich
  • beherrscht
  • ehrlich
  • fleißig
  • loyal
  • fair
  • geistig ausdauernd
  • anerkennend

  • Schwächen:
  • zurückhaltend
  • kalt
  • oberflächlich
  • verbissen
  • nachtragend
  • perfektionistisch
  • feindselig
  • übermüdet
  • ungesund lebend
  • verkrampft
  • abgestumpft
  • ungeduldig
  • unehrlich gegenüber sich selbst
  • verspannt
  • schlechte Verliererin
  • gestresst


  • » Es gibt Menschen, die sind ihr ganzes Leben über unsichtbar. Mit solchen Leuten gehst du studierst du jahrelang, ohne dass du’s richtig mitkriegst, und wenn du sie bei der Abschiedsfeier siehst, fragst du dich, ob ihr jemals einen Kurs zusammen hattet. Jen Walters ist eine von ihnen. « Paul Jameson ist schiebt ein Foto über den Tisch. Auf dem Bild: eine junge, blasse Frau, gelassene Haltung, einen Arm um die Taille eines Mannes gelegt, in der anderen Hand eine Zigarette, die unauffällig qualmt. Sie lächelt sanft, ihr Blick auf etwas schräg über der Kamera gerichtet. Der stattliche, sichtlich ältere Mann neben ihr lacht scheinbar laut und mit offenem Mund, seine einst wohl frisierten Locken stürmisch zerzaust, einen Arm eng um ihre schmalen Schultern geschlungen, den anderen zur Kamera gehalten, sodass man den Ring an seinem Finger erkennen kann. » Ich habe sie nie so entspannt gesehen, wie in der Zeit, in der sie mit John verlobt war. Zwei vielschichtige, leidlich intelligente Menschen, die einen ruhigen, liebevollen Umgang miteinander hatten. Zwei wahnsinnig schlechte Verlierer, die ihren kompletten Ehrgeiz in eine Sache investieren, wenn sie sich erstmal fest gebissen haben. Das hat sich bei Jen wohl gehalten. Mein Bruder war leider nur bei seiner Arbeit derartig fokussiert. …Ich weiß nicht, wie schnell nach der Hochzeit er sie betrogen hat, aber als Jen davon Wind bekommen hat, versuchte sie es unter den Teppich zu kehren. « Paul zieht das Foto ein Stück zu sich und betrachtet es gedankenversunken, beinahe –verloren. » Ich glaube, sie denkt, dass sie alles alleine schaffen muss. Sie wird nicht gerne unterschätzt – weil sie eher die kleinere, dünnere Sorte Frau ist, bedeutet das nicht automatisch, dass sie zu den Schwachen gehört. Ich wollte mit ihr über die Scheiße sprechen, die John verzapft hat, aber sie hat immer wieder abgeblockt. Irgendwann hat sie mir mal gesagt, ihr Vater hat zeitlebens versucht, ein aufrichtiger Mensch zu sein – und sie würde das gleiche wollen. Was das damit zutun hat, dass sie sich auf niemanden verlassen kann, verstehe ich selber nicht. Jen hat nicht viele Freunde, weißt du… irgendwie kommt man nur schwer an sie ran, wenn man sie erstmal wahrgenommen hat. Ihre Hartnäckigkeit, mit allem selbst fertig zu wollen, macht sie grau. Sie wirkt kalt, unberührt, irgendwie… gnadenlos. Dabei hat sie ein wahnsinnig schönes Lachen, einen angenehmen, leicht ironischen, aber nicht verletzenden Humor. Irgendwo ist sie wahrscheinlich immer noch das kleine Mädchen, von dem mir County Sheriff Walters auf der Hochzeit erzählt hat – ich konnte es sehen, in der Zeit, in der sie wirklich glücklich war, anstatt nur völlig verbissen darauf hin zu arbeiten. «

    ALL MY EXPECTATIONS ARE SANE
    SO WHY WOULD I TAKE THE BLAME


    Spielerin: Gromi
    Zweitcharaktere: keine
    Alter: Jahrgang 94
    Avatarperson: Àstrid Bergès-Frisbey

    Gesuch: nein
    Weitergabe: ja, da Marvel-Charakter
    Setweitergabe: nein
    Steckbriefweitergabe: nein

    Regeln: angenommen

    Lyrics:
    Delain - Where is the Blood
    Five Finger Death Punch - Meet the Monster


    © M A R I E L L E | F. | F O R |
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    BeitragThema: Re: S.H.I.E.L.D. // Marvelous // Worlds Collide // Avengers Academy - Jennifer Walters.   Mo Jun 08, 2015 12:08 am

    Name: Jennifer "Jen" Walters.
    Alter: 33 Jahre
    Geburtstag: 16.06.
    Geburtsort: Los Angeles, Kalifornien
    Aufgewachsen in: New Lexington, Ohio
    Rasse: Mensch
    Beruf: Rechtsanwältin

    » Nein, wir arbeiten nicht mehr zusammen. Das ist schon eine Weile her… direkt nach dem Studium haben wir zusammen eine Kanzlei eröffnet. Das war damals Johns Idee – vielleicht dachte er, es wäre klug, seine Verlobte und seinen kleinen Bruder gleichzeitig im Sichtfeld zu haben. « Paul Jameson seufzt. Das macht er überhaupt ziemlich viel, seit er über seine ehemalige Kommilitonin und spätere Kollegin ausgefragt wurde. » Sie war schon immer klüger als ich, ihre Fälle hat sie prinzipiell häufiger gewonnen, als ich. Irgendwie war’s klar, dass irgendwelche Typen sie für ihre eigenen Firmen oder was-auch-immer haben wollten. Nachdem das mit meinem Bruder in die Brüche ging, hat sie unsere Zusammenarbeit gekündigt. Das hab ich kommen sehen. Nicht wegen mir, versteht sich – einfach, weil sie Zerstreuung suchen wollte. Na gut, und vielleicht auch einfach, weil meine Nähe sie an meinen Bruder erinnert. Ich kann’s nicht genau sagen. Jetzt arbeitet sie alleine, jettet durch die Staaten, ist immer unterwegs. Sie hat damals schon wenig geschlafen, aber ich glaube, jetzt bekommt sie gar kein Auge mehr zu mir. Momentan ist sie wohl in New York, aber ich weiß nicht, woran sie gerade arbeitet, wenn ich ehrlich bin.«

    Vater: County Sheriff Morris Walters
    Mutter: Elaine (geb. Banner) Walters (†)
    Beziehung: verheiratet, getrennt lebend
    Ehepartner: Dr. John Jameson
    Geschwister: keine
    Kinder: keine
    Cousin: Dr. Robert Bruce Banner
    Weitere: keine

    » Mein Mädchen? Mit dem habe ich lang nich mehr gesprochen. « Wahrscheinlich ist es Einbildung, aber County Sheriff Morris Walters Augen wirken gleich eine Spur trauriger, als er über seine einzige Tochter erzählen muss. » Jennifer war schon immer zurückhaltend. Das hat sich nicht geändert, als wir Elaines Neffen bei uns aufgenommen haben. Bruce. Wir - meine Frau und ich - dachten, das würd ihr guttun, sie schien immer ein bisschn Probleme mit Gleichaltrigen zu haben. Mit ihrem Cousin nich, den hat sie wie nen Bruder akzeptiert. Aber mit den anderen Kindern... mh, naja, da wurd es nich wirklich besser. Ich bin ziemlich stolz auf sie, müssen Sie wissen - wer hätt schon ahnen können, dass eine Walters mal auf diese UCLA-Universität geht! Die Klugheit muss sie von ihrer Mutter haben. Elaine war... sie war wundervoll. Als sie bei diesem Autounfall ums Leben gekommen is, hat sich Jennifer ein paar Tage weggeschlossen. Mein Mädchen, mein armes Mädchen. Sie hat nie mit mir darüber gesprochen, auch wenn ich sie gebeten oder ihr gedroht hab. Das is ihre Art, mit Dingen fertig zu werden - sie macht sie mit sich selbst aus. Und das is in Ordnung, wissen Sie, weil... in Jennifer ein starker Mensch steckt. Irgendwo, ja. Und sobald sie den gefunden hat, meldet sie sich bestimmt auch öfter. Solange schneid ich Zeitungsartikel aus, in denen ich ihren Namen find, und versuche, weiter zu machen. Falls sie doch mal zurück zu ihrem alten Herren kommt, mein ich. « Er lächelt, aber er sieht traurig aus. Nach einer langen Stille faltet er schließlich die rauen Hände übereinander, seine Lippen wirken eine Spur härter, nicht verkniffen, aber kontrolliert. » Sie hat mir erzählt, dass sie Bruce gefunden hat. Wissen Sie, das Mädchen liebt ihn. Irgendwie. Uns war nie klar, dass ein Geschwisterkind ihr guttun würde - wir waren eben immer nur drei. Bis Bruce zu uns kam. Sie hat ihn immer bewundert, sie hat... ach, ich möchte nich schlecht über den Neffen meiner toten Frau sprechen. Das gehört sich als Witwer nich. Aber ich sag's Ihnen mal so - Jennifer wäre letztenendes glücklicher aufgewachsen, wenn wir Bruce nie zu uns geholt hätten. Sie hat alle Freunde durch ihn verloren, er war ein lieber Junge, aber immer etwas sonderbar. Und Jennifer wurde da irgendwie mit reingezogen. Da is sie bis heute nich raus. Ich meine, es ist gut, dass er irgendwie untergetaucht gewesen is. Aber Jennifer hat sich in den Kopf gesetzt, ihn zu finden, und jetzt is er eben wieder da. Das kann nich gut enden. Aber was will man machen, ich kann ihr ja auch nichts mehr sagen. «

    Größe: 1,62 Meter
    Gewicht: 44-49 Kilogramm schwankend
    Haarfarbe: dunkelbraun
    Augenfarbe: graugrün/graublau
    Hautfarbe: blass
    Statur: schmächtig, dünn, filigran
    Tattoos: keine
    Anderes: manchmal Sommersprossen, Augenringe

    Organisation o.Ä.: keine
    Einstellung zu Mutanten: neutral bis positiv

    » Dieser Mutanten-Kram war ihr, glaub ich, ziemlich egal. « Ein kurzes Schweigen, während John Jameson über seine noch-Frau nachdenkt. Man sollte meinen, in immerhin fünfeinhalb Jahren Ehe hätte er sie das gefragt. » Ich persönlich halte mich von solchen Leuten lieber fern, wenn man das denen denn ansehen kann. Das hab ich zu Jenny auch gesagt – also, dass sie auf sich aufpassen soll und so. Je nach dem, wie sie drauf war, hat sie dann auch gelächelt und genickt. Wir haben auch nie Fälle angenommen, bei denen es um solche Leute ging. Verrückt, wenn ich drüber nachdenke, weil… so wenig sie die Mutanten interessiert haben, umso interessierter war sie plötzlich an den Ereignissen in New York. Stundenlang hat sie darüber recherchiert. Das war, als ich nur noch sporadisch in unserem gemeinsamen Haus war. Einmal hat sie ihre Aufzeichnungen rumliegen lassen, na, da hab ich’s mir halt angeguckt. Dieser Hulk-Typ, Bruce Banner. Das ist ihr Cousin. Ich hab’s zuerst nicht geschnallt, aber mittlerweile erinnere ich mich daran, dass auf der Hochzeit über ihn gesprochen wurde. Weil er gefehlt hat, weil man keinen Kontakt zu ihm hatte, hauptsächlich. Jenny hat nie was davon gesagt, dass er… so einer ist. Wenn ich drüber nachdenke, wusste sie’s wahrscheinlich selber nicht. «

    Besondere Fähigkeiten: wachbleiben

    » Ich hab mich das ein oder andere Mal gefragt, ob Jen wohl ne Mutantin ist – wenn sie plötzlich wieder mit einer Hausarbeit fertig ist, obwohl wir die in vier Wochen abgeben mussten. Oder wenn sie plötzlich Details über etwas wusste, von dem ich mir gerade mal einen Vorbericht durchgelesen hatte. « Paul Jameson lacht leise. » Aber nein, sie ist ein ganz gewöhnlicher, fleißiger Mensch. Wie du und ich. Sie macht Nächte durch, aber du siehst es ihr an. Sie hackt sich die Finger auf ihrer Laptoptastatur kaputt, ihre Rücken wird krumm, ihre Augen werden schlecht. Das hat nichts mit irgendwelchen Begabungen zutun, mit irgendwelchen… Mutationen. Sie ist klug, ja, sie ist ehrgeizig, ja, aber es wird immer irgendwen geben, der schneller, besser, gründlicher ist als sie. So ist das, wenn man zu den „Gewöhnlichen“ zählt, nicht wahr? «

    Einschränkungen: geringe Körperkraft, kaum physische Ausdauer
    Krankheiten: untergewichtig, prinzipiell übermüdet, autoaggressiv

    » Es gibt ungefähr tausend Sachen, die Jenny nicht leiden kann. Sie hat bestimmt tausend Mal „das ist nichts für mich“ gesagt – große Meetings, Kanzlei-Feiern, Golfen. Sie war wirklich eine Spielverderberin – wahrscheinlich wollte sie jeden Abend ihres Lebens lieber auf einer Couch sitzen, Tee trinken und dem Gewitter zuhören. Oder Johnny Cash – den mag ich allerdings auch. Übrigens, ihr Musikgeschmack ist ziemlich gut, sie verliert sich in irgendwelchen Nirvana-Liedern, hört stundenlang Cash, Waits, Steppenwolf, Hendrix, während sie über irgendwelchen Zeugenaussagen hockt. Lesen, Musik hören, Sterne gucken. Schön für zwischendurch, aber diese ewige Melancholie ging mir auf den Senkel. Genau wie ihre verdammten Camel-Zigaretten – ich hab ungefähr hundert Mal versucht, sie zum E-Rauchen zu bringen. Vielleicht würde sie auch ein bisschen anders aussehen, wenn sie sich ein bisschen mehr um ihren Körper kümmern würde. Ich sag Ihnen was, wofür Jenny mich umlegen würde – und zwar wirklich umlegen, sie hat mindestens drei Pistolen, die sie hegt und pflegt – aber sie dazu bringen, sich beim Sex tatsächlich mal auszuziehen, ist eine Tortur. Sie findet ihren Körper fürchterlich, sie hasst ihre Augenringe, ihre Sommersprossen, dass sie so dürre ist, dass sie so blass ist, dass ihre Finger so lang sind, dass eine Augenbraue einen anderen Bogen läuft, als die andere… ernsthaft, die kann Seiten damit füllen. Das ist furchtbar ermüdend. Wenn man ihr dann sagt, dass sie mehr essen soll, dass sie weniger arbeiten soll, dann ist sie richtig sauer. Und wenn Jenny sauer auf einen ist, redet sie einfach nicht mehr, und spießt mit ihren finsteren Blicken jeden auf, der ihr in die Quere kommt. Das einzige, was sie an sich leiden kann, sind ihre Fingernägel. Oh, und ihre Haare, die immer nach Lavendel duften – naja, bis sie die nächste Kippe quarzt. «

    Vorlieben:
  • schwarzer Tee
  • Zigaretten (Camel)
  • Gewitter
  • lesen
  • gewonnene Fälle
  • Spitzenunterwäsche
  • ihren Laptop
  • ihre Arbeit
  • Nagellack
  • Handfeuerwaffen
  • Grunge
  • Beweismaterial
  • offene Haare
  • Zurückgezogenheit
  • Stille
  • Nächte durcharbeiten
  • Lavendel
  • starker Wind
  • Glühwürmchen
  • Melancholie

  • Abneigungen:
  • Verlieren
  • Lärm
  • Sonne
  • lange Telefonate
  • Schnüffler
  • Großstädte
  • "du bist zu dünn"
  • "du arbeitest zu viel"
  • "Jenny"
  • hohe Schuhe
  • ihre aktuelle Situation
  • Vertrauensbetrug
  • Vorwürfe
  • Sport
  • ihre Augenringe
  • Stress
  • Leistungsdruck
  • psychische Klärungsgespräche
  • Aufgeben
  • Spiegel


  • »Fick dick«, knurrt Jen Walters, als ein dunkelgrauer Wagen eiskalt über den Fußgängerüberweg rast und sie beinahe mitnimmt. Leise. Damit sie keiner der umstehenden Passanten hört – obwohl, die würden ihr ohnehin nicht zuhören. Sie war noch nie eine von denen, die im Mittelpunkt standen, auf die man achtete, denen man auf der Straße hinterher sah. Noch dazu an einem klammen, regnerischen Tag in einer unüberschaubaren Großstadt – hier kümmert sich ja ohnehin jeder nur um sich selber. Jen hasst Großstädte, und sie hasst egoistische Großstadtmenschen. Hassen ist etwas, das man der zierlichen Dunkelhaarigen mit dem steifen Nacken und den angespannt-klauenartigen Fingern erstmal gar nicht zutrauen würde. Sie sieht eigentlich viel zu lieb für so etwas aus, und außerdem redet sie nicht besonders viel, nicht besonders intensiv und nicht besonders laut. Man könnte Jen Walters für schüchtern halten. Aber sie ist nicht schüchtern. Sie ist zurückhaltend. Und das ist ja wohl etwas völlig anderes.
    Es ist irgendwie nicht ganz klar, ob man sie für älter oder jünger schätzen sollte, als sie eigentlich ist. Richtig wie 33 Jahre sieht Jen Walters nicht aus - zu klein, zu mädchenhaft. Obwohl sie sich nicht einmal mädchenhaft gibt, sondern eher grau. Ihre Fingernägel, meistens dunkel lackiert, stinken nach dem Rauch der Camel-Zigaretten, von der sie manchmal eine Schachtel nach der anderen raucht. Ihre Füße tun weh in den engen Schuhen mit den hohen Absätzen, ihre Augen sind rötlich vom Computerlicht, ihre Haare fühlen sich so streng nach hinten gebunden falsch an. Die tiefen Schatten unter ihren Augen machen sie älter, ihre Größe, ihre Figur, ihr gesamtes Auftreten irgendwie jünger. Vielleicht könnte man sich ja auch einfach darauf einigen, dass Jen Walters 33 Jahre alt ist.

    Früher war das anders. Früher haben die Leute sie angelächelt, wenn sie die Straße herunter spaziert ist, ein Kleid mit Blümchenmuster, ein weiches Schmunzeln auf den Lippen. Der Mann am Zeitungsladen hat ihr immer mal Schokolade oder Kaugummis geschenkt, oder die Glitzerspangen, die es bei einer Kinderzeitschrift als Extra gab. Die Jungs haben nie schlecht über sie geredet. Die Mädchen auch nicht. Die Erwachsenen erstrecht nicht. Mit Erwachsenen hat sich Jen eigentlich immer gut verstanden. Ihr Vater, County Sheriff Morris Walters, war schon immer ein geduldiger und führsorglicher Mensch. Er sagte einmal zu seiner Tochter, dass er alles dafür tun würde, um ein aufrichtiges Leben zu führen. Das versucht er noch immer, auch nachdem seine Frau Elaine - Jens Mutter - bei einem Autounfall ums Leben gekommen war.
    Als Jen anfing, Kurt Cobain zu hören, lebte sie schon gar nicht mehr am Rand von L.A. - da war sie mit ihren Eltern schon nach Ohio gezogen. Das war eine Weile nachdem sie Bruce praktisch adoptiert hatten - Bruce, ihren Cousin, dem etwas ganz furchtbares passiert war. Bruce, der so gar nicht zu dem kleinen Everybodys-Darling passen wollte, das Jen gewesen war. Bruce, den Jen schon immer "Doc" genannt hatte, und der der einzige gewesen war, der sie nicht ein einziges Mal "Jenny" nannte. Und mit Bruce kam auch Robert - der immer ein bisschen witziger war, als Bruce. Der ihn beschützen wollte. Der auch Jen beschützen wollte, und der immer dieses lebendige, verschmitzte Funkeln in den Augen hatte, das Bruce fehlte. Der Jen ein genau so guter Freund gewesen war, wie ihr Cousin.
    Plötzlich waren die Jungs nicht mehr ganz so nett zu Jen. Die Mädchen wollten sich nicht mehr abends mit ihr treffen, um sich gegenseitig die Nägel zu lackieren. Man blieb freundlich zu Jen Walters, aber gleichzeitig begegnete man ihr mit Argwohn. Jen hat das erst gemerkt, als es zu spät war. Sie kümmerte sich kaum darum, vorher hatte ja auch alles wie selbstverständlich funktioniert. Aber Bruce – Bruce mochte eben niemand. Außer seiner Cousine. Der merkwürdige Bruce Banner – achja, und das ist seine Cousine. Die ist irgendwie auch komisch, schließlich ist sie mit ihm verwandt. Und seht mal, wie sie nebeneinander herlaufen, den ganzen Weg, ohne ein Wort zu wechseln. Da kann doch was nicht stimmen. Dass Bruce komisch guckt, ist schon aufgefallen. Will der eigentlich Streit?! Die Kleine ist bestimmt genau so schlimm, die tut nur freundlich. Ja, schließlich sind die verwandt. Ihre Eltern fragten ihn, woher er die Schrammen hatte, und Bruce log. Robert log auch. Jen konnte sehen, dass sie es taten - manchmal wusste sie es sogar, weil sie zufällig hatte zusehen müssen, oder die Jungs es ihr sogar erzählten. Trotzdem verriet sie ihren Cousin nicht - und heute tut ihr das Leid. Jen Walters war scheinbar nie ein besonders mutiges Mädchen gewesen.
    Sie besaß einen gewissen Ehrgeiz. Ihre Eltern sagten, sie könnte es zu etwas bringen. Bruce sagte das auch - manchmal, leise, am Telefon. Sie wusste nie genau, wo er war. Aber Jen Walters fragte nicht nach so etwas. Manchmal weinte sie, wenn er auflegte, nachdem sie ihn stundenlang über die Leitung angeschwiegen hatte. Immer, weil sie sich nicht traute, zu sagen, was sie dachte. Was sie eigentlich sagen wollte.

    Auf der UCLA lernte Jen Walters Paul Jameson kennen. Und über den dessen älteren Bruder, John. John war Doktor. Auf dem Papier. Offiziell. Ein richtiger Doktor. Manchmal gab er Vorlesungen an Jens Uni, aber nicht in ihrem Fach. Trotzdem setzte sie sich zwischen die Mediziner, anstatt in ihren Gesetzesbüchern zu blättern. Warum Jen Walters Anwältin werden wollte? Man konnte viel lesen. Man konnte viel lernen. Und vielleicht würde sie sich dadurch irgendwann trauen zu sagen, was sie dachte.
    John Jameson sagte immer, was er dachte. "Ich denke", hatte er gesagt, nachdem er anderthalb Jahre mit ihr ausgegangen war, "ich denke, wir sollten heiraten, Jenny." Sie hatte es nie gemocht, dass er es Jenny nannte, aber gesagt hat sie ihm das nie. Wenn sie jetzt daran denkt, weiß sie, dass sie es gehasst hat. Genau so, wie sie heute John hassen will, der sie betrogen hat. Mehrmals. Einmal sogar mit Pauls Verlobten, Angelica. Sie hasst an John, dass er nie Zeit für sie hatte - auch nicht, als ihre Mutter starb. Auch nicht, als ihr Cousin sich nicht mehr meldete - nach vier Monaten, nach acht Monaten, nach zwei Jahren. Jen Walters wurde grau. Sie fing an, hohe Schuhe zu tragen, obwohl sie diese hasste. Sie fing an zu rauchen, und zu trinken, obwohl Alkohol ihr noch nie wirklich bekam. Sie fing an, die Nächte lang nach einem einzigen Wort zu googlen, als ob es ihr dabei helfen könnte, ihren Fall doch noch zu gewinnen. Irgendwie wurde Jen Walters gut darin, zu gewinnen. Im Job, nicht im Leben. Also konzentrierte sie sich eigentlich nur noch darauf.
    Jetzt sagt Jen Walters, was sie denkt. Leise. Beinahe ausdruckslos. Beinahe kalt. Jen Walters ist nicht gut darin, zu vergeben.

    Aber sie hat Bruce vergeben, den sie endlich gefunden hat. Die Geschehnisse in New York sind verwirrend. Sie passen nicht in eine rationale Welt, eine Welt, die von Beweisen lebt - in Jens Welt. Jedes Paradoxum, mit dem die Menschen nicht gerechnet hatten, braucht für sie eine dreifache Bestätigung. Wenn sie darüber nachdenkt, bemerkt Jen aber, dass es ihr eigentlich egal ist. Es ist egal, ob ihr Mandant ein Kerl ist, dessen Haare zu Ranken werden können. Es ist Jen egal, ob es eine parallele Welt zu ihrer gibt, aus der ein Mann mit einem Hammer und ein Mann mit einem Ziegenhorn-Helm zu ihnen kommen, solange die sich nicht in ihre Angelegenheiten einmischen.
    Aber Bruce ist ihr nicht egal. Bruce, der zu einem großen, grünen Wesen wird, das gar nicht zu Robert oder ihm passen will. Also trifft Jen Walters einen Entschluss: sie bleibt bei ihrem Cousin. Um das erste Mal wirklich zu sagen, was sie denkt.

    Stärken:
  • intelligent
  • höflich
  • sachlich
  • ehrgeizig
  • konzentriert
  • verlässlich
  • beherrscht
  • ehrlich
  • fleißig
  • loyal
  • fair
  • geistig ausdauernd
  • anerkennend

  • Schwächen:
  • zurückhaltend
  • kalt
  • oberflächlich
  • verbissen
  • nachtragend
  • perfektionistisch
  • feindselig
  • übermüdet
  • ungesund lebend
  • verkrampft
  • abgestumpft
  • ungeduldig
  • unehrlich gegenüber sich selbst
  • verspannt
  • schlechte Verliererin
  • gestresst


  • » Es gibt Menschen, die sind ihr ganzes Leben über unsichtbar. Mit solchen Leuten gehst du studierst du jahrelang, ohne dass du’s richtig mitkriegst, und wenn du sie bei der Abschiedsfeier siehst, fragst du dich, ob ihr jemals einen Kurs zusammen hattet. Jen Walters ist eine von ihnen. « Paul Jameson ist schiebt ein Foto über den Tisch. Auf dem Bild: eine junge, blasse Frau, gelassene Haltung, einen Arm um die Taille eines Mannes gelegt, in der anderen Hand eine Zigarette, die unauffällig qualmt. Sie lächelt sanft, ihr Blick auf etwas schräg über der Kamera gerichtet. Der stattliche, sichtlich ältere Mann neben ihr lacht scheinbar laut und mit offenem Mund, seine einst wohl frisierten Locken stürmisch zerzaust, einen Arm eng um ihre schmalen Schultern geschlungen, den anderen zur Kamera gehalten, sodass man den Ring an seinem Finger erkennen kann. » Ich habe sie nie so entspannt gesehen, wie in der Zeit, in der sie mit John verlobt war. Zwei vielschichtige, leidlich intelligente Menschen, die einen ruhigen, liebevollen Umgang miteinander hatten. Zwei wahnsinnig schlechte Verlierer, die ihren kompletten Ehrgeiz in eine Sache investieren, wenn sie sich erstmal fest gebissen haben. Das hat sich bei Jen wohl gehalten. Mein Bruder war leider nur bei seiner Arbeit derartig fokussiert. …Ich weiß nicht, wie schnell nach der Hochzeit er sie betrogen hat, aber als Jen davon Wind bekommen hat, versuchte sie es unter den Teppich zu kehren. « Paul zieht das Foto ein Stück zu sich und betrachtet es gedankenversunken, beinahe –verloren. » Ich glaube, sie denkt, dass sie alles alleine schaffen muss. Sie wird nicht gerne unterschätzt – weil sie eher die kleinere, dünnere Sorte Frau ist, bedeutet das nicht automatisch, dass sie zu den Schwachen gehört. Ich wollte mit ihr über die Scheiße sprechen, die John verzapft hat, aber sie hat immer wieder abgeblockt. Irgendwann hat sie mir mal gesagt, ihr Vater hat zeitlebens versucht, ein aufrichtiger Mensch zu sein – und sie würde das gleiche wollen. Was das damit zutun hat, dass sie sich auf niemanden verlassen kann, verstehe ich selber nicht. Jen hat nicht viele Freunde, weißt du… irgendwie kommt man nur schwer an sie ran, wenn man sie erstmal wahrgenommen hat. Ihre Hartnäckigkeit, mit allem selbst fertig zu wollen, macht sie grau. Sie wirkt kalt, unberührt, irgendwie… gnadenlos. Dabei hat sie ein wahnsinnig schönes Lachen, einen angenehmen, leicht ironischen, aber nicht verletzenden Humor. Irgendwo ist sie wahrscheinlich immer noch das kleine Mädchen, von dem mir County Sheriff Walters auf der Hochzeit erzählt hat – ich konnte es sehen, in der Zeit, in der sie wirklich glücklich war, anstatt nur völlig verbissen darauf hin zu arbeiten. «

    ALL MY EXPECTATIONS ARE SANE
    SO WHY WOULD I TAKE THE BLAME


    Spielerin: Gromi
    Zweitcharaktere: keine
    Alter: Jahrgang 94
    Avatarperson: Àstrid Bergès-Frisbey

    Gesuch: nein
    Weitergabe: ja, da Marvel-Charakter
    Setweitergabe: nein
    Steckbriefweitergabe: nein

    Regeln: angenommen

    Lyrics:
    Delain - Where is the Blood
    Five Finger Death Punch - Meet the Monster


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    BeitragThema: Re: S.H.I.E.L.D. // Marvelous // Worlds Collide // Avengers Academy - Jennifer Walters.   Di Jun 09, 2015 7:46 pm

    if i hurt you so much
    THEN WHERE IS THE BLOOD


    Official Datafiles



    * Namen sind Schall und Rauch. - Jennifer "Jen" Walters
    * Heimat ist, wo das Herz ist. - geboren in Los Angeles, Kalifornien // aufgewachsen in New Lexington, Ohio
    * Je Älter, desto reifer und attraktiver. - Alter: 33 Jahre // Geburtstag: 16.06.
    * Sprache verbindet und trennt stärker als Rasse. - Mensch
    * Eigener Herd ist Goldes wert. - kein fester Wohnsitz, momentan ein Hotelzimmer in New York City
    * Ein Beruf ist das Rückgrat des Lebens. - Rechtsanwältin

    * Größe: 1,62 Meter
    * Gewicht: 44-49 Kilogramm schwankend
    * Haarfarbe: dunkelbraun
    * Augenfarbe: graugrün/graublau
    * Hautfarbe: blass
    * Statur: schmächtig, dünn, filigran
    * Tattoos: keine
    * Anderes: manchmal Sommersprossen, Augenringe

    » Nein, wir arbeiten nicht mehr zusammen. Das ist schon eine Weile her… direkt nach dem Studium haben wir zusammen eine Kanzlei eröffnet. Das war damals Johns Idee – vielleicht dachte er, es wäre klug, seine Verlobte und seinen kleinen Bruder gleichzeitig im Sichtfeld zu haben. « Paul Jameson seufzt. Das macht er überhaupt ziemlich viel, seit er über seine ehemalige Kommilitonin und spätere Kollegin ausgefragt wurde. » Sie war schon immer klüger als ich, ihre Fälle hat sie prinzipiell häufiger gewonnen, als ich. Irgendwie war’s klar, dass irgendwelche Typen sie für ihre eigenen Firmen oder was-auch-immer haben wollten. Nachdem das mit meinem Bruder in die Brüche ging, hat sie unsere Zusammenarbeit gekündigt. Das hab ich kommen sehen. Nicht wegen mir, versteht sich – einfach, weil sie Zerstreuung suchen wollte. Na gut, und vielleicht auch einfach, weil meine Nähe sie an meinen Bruder erinnert. Ich kann’s nicht genau sagen. Jetzt arbeitet sie alleine, jettet durch die Staaten, ist immer unterwegs. Sie hat damals schon wenig geschlafen, aber ich glaube, jetzt bekommt sie gar kein Auge mehr zu mir. Momentan ist sie wohl in New York, aber ich weiß nicht, woran sie gerade arbeitet, wenn ich ehrlich bin.«

    Special Things



    * Seinen Kopf darf man hingeben, sein Geheimnis nie. - momentan nichts [soon to be "She-Hulk" alias "Shulkie"]
    * Die schönsten Mädchen gehen immer auf der anderen Straßenseite. - momentan keine Organistation
    * Der Preis der Größe heißt Verantwortung. - wach bleiben

    » Dieser Mutanten-Kram war ihr, glaub ich, ziemlich egal. « Ein kurzes Schweigen, während John Jameson über seine noch-Frau nachdenkt. Man sollte meinen, in immerhin fünfeinhalb Jahren Ehe hätte er sie das gefragt. » Ich persönlich halte mich von solchen Leuten lieber fern, wenn man das denen denn ansehen kann. Das hab ich zu Jenny auch gesagt – also, dass sie auf sich aufpassen soll und so. Je nach dem, wie sie drauf war, hat sie dann auch gelächelt und genickt. Wir haben auch nie Fälle angenommen, bei denen es um solche Leute ging. Verrückt, wenn ich drüber nachdenke, weil… so wenig sie die Mutanten interessiert haben, umso interessierter war sie plötzlich an den Ereignissen in New York. Stundenlang hat sie darüber recherchiert. Das war, als ich nur noch sporadisch in unserem gemeinsamen Haus war. Einmal hat sie ihre Aufzeichnungen rumliegen lassen, na, da hab ich’s mir halt angeguckt. Dieser Hulk-Typ, Bruce Banner. Das ist ihr Cousin. Ich hab’s zuerst nicht geschnallt, aber mittlerweile erinnere ich mich daran, dass auf der Hochzeit über ihn gesprochen wurde. Weil er gefehlt hat, weil man keinen Kontakt zu ihm hatte, hauptsächlich. Jenny hat nie was davon gesagt, dass er… so einer ist. Wenn ich drüber nachdenke, wusste sie’s wahrscheinlich selber nicht. «

    Family Background



    * Allein sein müssen ist das Schwerste, allein sein können das Schönste.

    * Vater: County Sheriff Morris Walters
    * Mutter: Elaine (geb. Banner) Walters (†)
    * Beziehung: verheiratet, getrennt lebend
    * Ehepartner: Dr. John Jameson
    * Geschwister: keine
    * Kinder: keine
    * Cousin: Dr. Robert Bruce Banner
    * Weitere: keine

    » Mein Mädchen? Mit dem habe ich lang nich mehr gesprochen. « Wahrscheinlich ist es Einbildung, aber County Sheriff Morris Walters Augen wirken gleich eine Spur trauriger, als er über seine einzige Tochter erzählen muss. » Jennifer war schon immer zurückhaltend. Das hat sich nicht geändert, als wir Elaines Neffen bei uns aufgenommen haben. Bruce. Wir - meine Frau und ich - dachten, das würd ihr guttun, sie schien immer ein bisschn Probleme mit Gleichaltrigen zu haben. Mit ihrem Cousin nich, den hat sie wie nen Bruder akzeptiert. Aber mit den anderen Kindern... mh, naja, da wurd es nich wirklich besser. Ich bin ziemlich stolz auf sie, müssen Sie wissen - wer hätt schon ahnen können, dass eine Walters mal auf diese UCLA-Universität geht! Die Klugheit muss sie von ihrer Mutter haben. Elaine war... sie war wundervoll. Als sie bei diesem Autounfall ums Leben gekommen is, hat sich Jennifer ein paar Tage weggeschlossen. Mein Mädchen, mein armes Mädchen. Sie hat nie mit mir darüber gesprochen, auch wenn ich sie gebeten oder ihr gedroht hab. Das is ihre Art, mit Dingen fertig zu werden - sie macht sie mit sich selbst aus. Und das is in Ordnung, wissen Sie, weil... in Jennifer ein starker Mensch steckt. Irgendwo, ja. Und sobald sie den gefunden hat, meldet sie sich bestimmt auch öfter. Solange schneid ich Zeitungsartikel aus, in denen ich ihren Namen find, und versuche, weiter zu machen. Falls sie doch mal zurück zu ihrem alten Herren kommt, mein ich. « Er lächelt, aber er sieht traurig aus. Nach einer langen Stille faltet er schließlich die rauen Hände übereinander, seine Lippen wirken eine Spur härter, nicht verkniffen, aber kontrolliert. » Sie hat mir erzählt, dass sie Bruce gefunden hat. Wissen Sie, das Mädchen liebt ihn. Irgendwie. Uns war nie klar, dass ein Geschwisterkind ihr guttun würde - wir waren eben immer nur drei. Bis Bruce zu uns kam. Sie hat ihn immer bewundert, sie hat... ach, ich möchte nich schlecht über den Neffen meiner toten Frau sprechen. Das gehört sich als Witwer nich. Aber ich sag's Ihnen mal so - Jennifer wäre letztenendes glücklicher aufgewachsen, wenn wir Bruce nie zu uns geholt hätten. Sie hat alle Freunde durch ihn verloren, er war ein lieber Junge, aber immer etwas sonderbar. Und Jennifer wurde da irgendwie mit reingezogen. Da is sie bis heute nich raus. Ich meine, es ist gut, dass er irgendwie untergetaucht gewesen is. Aber Jennifer hat sich in den Kopf gesetzt, ihn zu finden, und jetzt is er eben wieder da. Das kann nich gut enden. Aber was will man machen, ich kann ihr ja auch nichts mehr sagen. «

    Me, Myself and I



    » Es gibt Menschen, die sind ihr ganzes Leben über unsichtbar. Mit solchen Leuten gehst du studierst du jahrelang, ohne dass du’s richtig mitkriegst, und wenn du sie bei der Abschiedsfeier siehst, fragst du dich, ob ihr jemals einen Kurs zusammen hattet. Jen Walters ist eine von ihnen. « Paul Jameson ist schiebt ein Foto über den Tisch. Auf dem Bild: eine junge, blasse Frau, gelassene Haltung, einen Arm um die Taille eines Mannes gelegt, in der anderen Hand eine Zigarette, die unauffällig qualmt. Sie lächelt sanft, ihr Blick auf etwas schräg über der Kamera gerichtet. Der stattliche, sichtlich ältere Mann neben ihr lacht scheinbar laut und mit offenem Mund, seine einst wohl frisierten Locken stürmisch zerzaust, einen Arm eng um ihre schmalen Schultern geschlungen, den anderen zur Kamera gehalten, sodass man den Ring an seinem Finger erkennen kann. » Ich habe sie nie so entspannt gesehen, wie in der Zeit, in der sie mit John verlobt war. Zwei vielschichtige, leidlich intelligente Menschen, die einen ruhigen, liebevollen Umgang miteinander hatten. Zwei wahnsinnig schlechte Verlierer, die ihren kompletten Ehrgeiz in eine Sache investieren, wenn sie sich erstmal fest gebissen haben. Das hat sich bei Jen wohl gehalten. Mein Bruder war leider nur bei seiner Arbeit derartig fokussiert. …Ich weiß nicht, wie schnell nach der Hochzeit er sie betrogen hat, aber als Jen davon Wind bekommen hat, versuchte sie es unter den Teppich zu kehren. « Paul zieht das Foto ein Stück zu sich und betrachtet es gedankenversunken, beinahe –verloren. » Ich glaube, sie denkt, dass sie alles alleine schaffen muss. Sie wird nicht gerne unterschätzt – weil sie eher die kleinere, dünnere Sorte Frau ist, bedeutet das nicht automatisch, dass sie zu den Schwachen gehört. Ich wollte mit ihr über die Scheiße sprechen, die John verzapft hat, aber sie hat immer wieder abgeblockt. Irgendwann hat sie mir mal gesagt, ihr Vater hat zeitlebens versucht, ein aufrichtiger Mensch zu sein – und sie würde das gleiche wollen. Was das damit zutun hat, dass sie sich auf niemanden verlassen kann, verstehe ich selber nicht. Jen hat nicht viele Freunde, weißt du… irgendwie kommt man nur schwer an sie ran, wenn man sie erstmal wahrgenommen hat. Ihre Hartnäckigkeit, mit allem selbst fertig zu wollen, macht sie grau. Sie wirkt kalt, unberührt, irgendwie… gnadenlos. Dabei hat sie ein wahnsinnig schönes Lachen, einen angenehmen, leicht ironischen, aber nicht verletzenden Humor. Irgendwo ist sie wahrscheinlich immer noch das kleine Mädchen, von dem mir County Sheriff Walters auf der Hochzeit erzählt hat – ich konnte es sehen, in der Zeit, in der sie wirklich glücklich war, anstatt nur völlig verbissen darauf hin zu arbeiten. «

    * ALLE STÄRKE WIRD NUR DURCH HINDERNISSE ERKANNT, DIE SIE ÜBERWÄLTIGEN KANN.
  • intelligent
  • höflich
  • sachlich
  • ehrgeizig
  • konzentriert
  • verlässlich
  • beherrscht
  • ehrlich
  • fleißig
  • loyal
  • fair
  • geistig ausdauernd
  • anerkennend

  • » Ich hab mich das ein oder andere Mal gefragt, ob Jen wohl ne Mutantin ist – wenn sie plötzlich wieder mit einer Hausarbeit fertig ist, obwohl wir die in vier Wochen abgeben mussten. Oder wenn sie plötzlich Details über etwas wusste, von dem ich mir gerade mal einen Vorbericht durchgelesen hatte. « Paul Jameson lacht leise. » Aber nein, sie ist ein ganz gewöhnlicher, fleißiger Mensch. Wie du und ich. Sie macht Nächte durch, aber du siehst es ihr an. Sie hackt sich die Finger auf ihrer Laptoptastatur kaputt, ihre Rücken wird krumm, ihre Augen werden schlecht. Das hat nichts mit irgendwelchen Begabungen zutun, mit irgendwelchen… Mutationen. Sie ist klug, ja, sie ist ehrgeizig, ja, aber es wird immer irgendwen geben, der schneller, besser, gründlicher ist als sie. So ist das, wenn man zu den „Gewöhnlichen“ zählt, nicht wahr? «

    * Den Schwachen zu tadeln heißt, seine Schwäche zu stärken!
  • zurückhaltend
  • kalt
  • oberflächlich
  • verbissen
  • nachtragend
  • perfektionistisch
  • feindselig
  • übermüdet
  • ungesund lebend
  • verkrampft
  • abgestumpft
  • ungeduldig
  • unehrlich gegenüber sich selbst
  • verspannt
  • schlechte Verliererin
  • gestresst

  • * Neigungen zu haben und sie zu beherrschen, ist rühmlicher, als Neigungen zu meiden.
  • schwarzer Tee
  • Zigaretten (Camel)
  • Gewitter
  • lesen
  • gewonnene Fälle
  • Spitzenunterwäsche
  • ihren Laptop
  • ihre Arbeit
  • Nagellack
  • Handfeuerwaffen
  • Grunge
  • Beweismaterial
  • offene Haare
  • Zurückgezogenheit
  • Stille
  • Nächte durcharbeiten
  • Lavendel
  • starker Wind
  • Glühwürmchen
  • Melancholie

  • * Das Grauenvolle - das ist das, was zugleich lockt und schreckt.
  • Verlieren
  • Lärm
  • Sonne
  • lange Telefonate
  • Schnüffler
  • Großstädte
  • "du bist zu dünn"
  • "du arbeitest zu viel"
  • "Jenny"
  • hohe Schuhe
  • ihre aktuelle Situation
  • Vertrauensbetrug
  • Vorwürfe
  • Sport
  • ihre Augenringe
  • Stress
  • Leistungsdruck
  • psychische Klärungsgespräche
  • Aufgeben
  • Spiegel

  • * Anerkennung und Applaus können auch Vernichtung bedeuten.
  • wach bleiben
  • konzentriert arbeiten
  • verdrängen
  • Tee kochen
  • unauffällig bleiben
  • Todesblicke
  • Internetrecherche
  • Gesichter und Stimmen merken
  • mit kleinkalibrigen Waffen umgehen

  • * Gewalt ist die letzte Zuflucht des Unfähigen.
  • verzeihen [besonders sich selbst]
  • mit der Sprache rausrücken
  • Kompromisse machen
  • über eigene Gefühle reden
  • "normal" sozial interagieren
  • schreien / singen
  • laut lachen
  • in hohen Schuhen laufen ohne Blasen zu bekommen
  • sich durchsetzen
  • Arbeit von Privatem trennen
  • sich nicht stressen lassen
  • keine Sorgen machen
  • länger als 30 Minuten ohne Zigarette aushalten
  • alles "körperlich" anstrengende
  • vor anderen Menschen essen

  • * Einschränkungen: geringe Körperkraft, kaum physische Ausdauer
    * Krankheiten: untergewichtig, prinzipiell übermüdet, autoaggressiv

    Yesteryear



    * Alles im Leben hat seinen Preis; auch die Dinge, von denen man sich einbildet, man kriegt sie geschenkt.
    »Fick dick«, knurrt Jen Walters, als ein dunkelgrauer Wagen eiskalt über den Fußgängerüberweg rast und sie beinahe mitnimmt. Leise. Damit sie keiner der umstehenden Passanten hört – obwohl, die würden ihr ohnehin nicht zuhören. Sie war noch nie eine von denen, die im Mittelpunkt standen, auf die man achtete, denen man auf der Straße hinterher sah. Noch dazu an einem klammen, regnerischen Tag in einer unüberschaubaren Großstadt – hier kümmert sich ja ohnehin jeder nur um sich selber. Jen hasst Großstädte, und sie hasst egoistische Großstadtmenschen. Hassen ist etwas, das man der zierlichen Dunkelhaarigen mit dem steifen Nacken und den angespannt-klauenartigen Fingern erstmal gar nicht zutrauen würde. Sie sieht eigentlich viel zu lieb für so etwas aus, und außerdem redet sie nicht besonders viel, nicht besonders intensiv und nicht besonders laut. Man könnte Jen Walters für schüchtern halten. Aber sie ist nicht schüchtern. Sie ist zurückhaltend. Und das ist ja wohl etwas völlig anderes.
    Es ist irgendwie nicht ganz klar, ob man sie für älter oder jünger schätzen sollte, als sie eigentlich ist. Richtig wie 33 Jahre sieht Jen Walters nicht aus - zu klein, zu mädchenhaft. Obwohl sie sich nicht einmal mädchenhaft gibt, sondern eher grau. Ihre Fingernägel, meistens dunkel lackiert, stinken nach dem Rauch der Camel-Zigaretten, von der sie manchmal eine Schachtel nach der anderen raucht. Ihre Füße tun weh in den engen Schuhen mit den hohen Absätzen, ihre Augen sind rötlich vom Computerlicht, ihre Haare fühlen sich so streng nach hinten gebunden falsch an. Die tiefen Schatten unter ihren Augen machen sie älter, ihre Größe, ihre Figur, ihr gesamtes Auftreten irgendwie jünger. Vielleicht könnte man sich ja auch einfach darauf einigen, dass Jen Walters 33 Jahre alt ist.

    Früher war das anders. Früher haben die Leute sie angelächelt, wenn sie die Straße herunter spaziert ist, ein Kleid mit Blümchenmuster, ein weiches Schmunzeln auf den Lippen. Der Mann am Zeitungsladen hat ihr immer mal Schokolade oder Kaugummis geschenkt, oder die Glitzerspangen, die es bei einer Kinderzeitschrift als Extra gab. Die Jungs haben nie schlecht über sie geredet. Die Mädchen auch nicht. Die Erwachsenen erstrecht nicht. Mit Erwachsenen hat sich Jen eigentlich immer gut verstanden. Ihr Vater, County Sheriff Morris Walters, war schon immer ein geduldiger und führsorglicher Mensch. Er sagte einmal zu seiner Tochter, dass er alles dafür tun würde, um ein aufrichtiges Leben zu führen. Das versucht er noch immer, auch nachdem seine Frau Elaine - Jens Mutter - bei einem Autounfall ums Leben gekommen war.
    Als Jen anfing, Kurt Cobain zu hören, lebte sie schon gar nicht mehr am Rand von L.A. - da war sie mit ihren Eltern schon nach Ohio gezogen. Das war eine Weile nachdem sie Bruce praktisch adoptiert hatten - Bruce, ihren Cousin, dem etwas ganz furchtbares passiert war. Bruce, der so gar nicht zu dem kleinen Everybodys-Darling passen wollte, das Jen gewesen war. Bruce, den Jen schon immer "Doc" genannt hatte, und der der einzige gewesen war, der sie nicht ein einziges Mal "Jenny" nannte. Und mit Bruce kam auch Robert - der immer ein bisschen witziger war, als Bruce. Der ihn beschützen wollte. Der auch Jen beschützen wollte, und der immer dieses lebendige, verschmitzte Funkeln in den Augen hatte, das Bruce fehlte. Der Jen ein genau so guter Freund gewesen war, wie ihr Cousin.
    Plötzlich waren die Jungs nicht mehr ganz so nett zu Jen. Die Mädchen wollten sich nicht mehr abends mit ihr treffen, um sich gegenseitig die Nägel zu lackieren. Man blieb freundlich zu Jen Walters, aber gleichzeitig begegnete man ihr mit Argwohn. Jen hat das erst gemerkt, als es zu spät war. Sie kümmerte sich kaum darum, vorher hatte ja auch alles wie selbstverständlich funktioniert. Aber Bruce – Bruce mochte eben niemand. Außer seiner Cousine. Der merkwürdige Bruce Banner – achja, und das ist seine Cousine. Die ist irgendwie auch komisch, schließlich ist sie mit ihm verwandt. Und seht mal, wie sie nebeneinander herlaufen, den ganzen Weg, ohne ein Wort zu wechseln. Da kann doch was nicht stimmen. Dass Bruce komisch guckt, ist schon aufgefallen. Will der eigentlich Streit?! Die Kleine ist bestimmt genau so schlimm, die tut nur freundlich. Ja, schließlich sind die verwandt. Ihre Eltern fragten ihn, woher er die Schrammen hatte, und Bruce log. Robert log auch. Jen konnte sehen, dass sie es taten - manchmal wusste sie es sogar, weil sie zufällig hatte zusehen müssen, oder die Jungs es ihr sogar erzählten. Trotzdem verriet sie ihren Cousin nicht - und heute tut ihr das Leid. Jen Walters war scheinbar nie ein besonders mutiges Mädchen gewesen.
    Sie besaß einen gewissen Ehrgeiz. Ihre Eltern sagten, sie könnte es zu etwas bringen. Bruce sagte das auch - manchmal, leise, am Telefon. Sie wusste nie genau, wo er war. Aber Jen Walters fragte nicht nach so etwas. Manchmal weinte sie, wenn er auflegte, nachdem sie ihn stundenlang über die Leitung angeschwiegen hatte. Immer, weil sie sich nicht traute, zu sagen, was sie dachte. Was sie eigentlich sagen wollte.

    Auf der UCLA lernte Jen Walters Paul Jameson kennen. Und über den dessen älteren Bruder, John. John war Doktor. Auf dem Papier. Offiziell. Ein richtiger Doktor. Manchmal gab er Vorlesungen an Jens Uni, aber nicht in ihrem Fach. Trotzdem setzte sie sich zwischen die Mediziner, anstatt in ihren Gesetzesbüchern zu blättern. Warum Jen Walters Anwältin werden wollte? Man konnte viel lesen. Man konnte viel lernen. Und vielleicht würde sie sich dadurch irgendwann trauen zu sagen, was sie dachte.
    John Jameson sagte immer, was er dachte. "Ich denke", hatte er gesagt, nachdem er anderthalb Jahre mit ihr ausgegangen war, "ich denke, wir sollten heiraten, Jenny." Sie hatte es nie gemocht, dass er es Jenny nannte, aber gesagt hat sie ihm das nie. Wenn sie jetzt daran denkt, weiß sie, dass sie es gehasst hat. Genau so, wie sie heute John hassen will, der sie betrogen hat. Mehrmals. Einmal sogar mit Pauls Verlobten, Angelica. Sie hasst an John, dass er nie Zeit für sie hatte - auch nicht, als ihre Mutter starb. Auch nicht, als ihr Cousin sich nicht mehr meldete - nach vier Monaten, nach acht Monaten, nach zwei Jahren. Jen Walters wurde grau. Sie fing an, hohe Schuhe zu tragen, obwohl sie diese hasste. Sie fing an zu rauchen, und zu trinken, obwohl Alkohol ihr noch nie wirklich bekam. Sie fing an, die Nächte lang nach einem einzigen Wort zu googlen, als ob es ihr dabei helfen könnte, ihren Fall doch noch zu gewinnen. Irgendwie wurde Jen Walters gut darin, zu gewinnen. Im Job, nicht im Leben. Also konzentrierte sie sich eigentlich nur noch darauf.
    Jetzt sagt Jen Walters, was sie denkt. Leise. Beinahe ausdruckslos. Beinahe kalt. Jen Walters ist nicht gut darin, zu vergeben.

    Aber sie hat Bruce vergeben, den sie endlich gefunden hat. Die Geschehnisse in New York sind verwirrend. Sie passen nicht in eine rationale Welt, eine Welt, die von Beweisen lebt - in Jens Welt. Jedes Paradoxum, mit dem die Menschen nicht gerechnet hatten, braucht für sie eine dreifache Bestätigung. Wenn sie darüber nachdenkt, bemerkt Jen aber, dass es ihr eigentlich egal ist. Es ist egal, ob ihr Mandant ein Kerl ist, dessen Haare zu Ranken werden können. Es ist Jen egal, ob es eine parallele Welt zu ihrer gibt, aus der ein Mann mit einem Hammer und ein Mann mit einem Ziegenhorn-Helm zu ihnen kommen, solange die sich nicht in ihre Angelegenheiten einmischen.
    Aber Bruce ist ihr nicht egal. Bruce, der zu einem großen, grünen Wesen wird, das gar nicht zu Robert oder ihm passen will. Also trifft Jen Walters einen Entschluss: sie bleibt bei ihrem Cousin. Um das erste Mal wirklich zu sagen, was sie denkt.


    Sheer Poetry



    * Ehrlichkeit - die Mutprobe unserer Zeit.
    [ x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x ]

    Quickfacts



    * Die Macht kann nicht milde genug aussehen.
    Àstrid Bergès-Frisbey für Jen Walters
    [She-Hulk für Shulkie]

    * Arbeiten und nicht verzweifeln.
    [ x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x ]

    * Gesuch: nein
    * Weitergabe: ja, da Marvel-Charakter
    * Setweitergabe: nein
    * Steckbriefweitergabe: nein

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    BeitragThema: Re: S.H.I.E.L.D. // Marvelous // Worlds Collide // Avengers Academy - Jennifer Walters.   Sa Apr 09, 2016 2:26 pm

    if i hurt you so much
    THEN WHERE IS THE BLOOD


    Jennifer Walters


    Name & Codename
    » Jennifer "Jen" Walters
    » zukünftige She-Hulk


    Alter & Geburtsdatum
    » 33 Jahre alt
    » geboren am 16.06.1987


    Herkunft & Wohnort
    » geboren in Los Angeles, Kalifornien
    » aufgewachsen in New Lexington, Ohio


    Beruf
    » Staatsanwältin
    » zukünftige Rechtsanwältin der Academy


    Zugehörigkeit
    » neutral
    » im Ernstfall die Seite von Bruce Banner


    Aussehen
    » Größe: 1,62 Meter
    » Gewicht: 44-49 Kilogramm schwankend
    » Haarfarbe: dunkelbraun
    » Augenfarbe: graugrün/graublau
    » Hautfarbe: blass
    » Statur: schmächtig, dünn, filigran
    » Tattoos: keine
    » Anderes: manchmal Sommersprossen, Augenringe

    » Nein, wir arbeiten nicht mehr zusammen. Das ist schon eine Weile her… direkt nach dem Studium haben wir zusammen eine Kanzlei eröffnet. Das war damals Johns Idee – vielleicht dachte er, es wäre klug, seine Verlobte und seinen kleinen Bruder gleichzeitig im Sichtfeld zu haben. « Paul Jameson seufzt. Das macht er überhaupt ziemlich viel, seit er über seine ehemalige Kommilitonin und spätere Kollegin ausgefragt wurde. » Sie war schon immer klüger als ich, ihre Fälle hat sie prinzipiell häufiger gewonnen, als ich. Irgendwie war’s klar, dass irgendwelche Typen sie für ihre eigenen Firmen oder was-auch-immer haben wollten. Nachdem das mit meinem Bruder in die Brüche ging, hat sie unsere Zusammenarbeit gekündigt. Das hab ich kommen sehen. Nicht wegen mir, versteht sich – einfach, weil sie Zerstreuung suchen wollte. Na gut, und vielleicht auch einfach, weil meine Nähe sie an meinen Bruder erinnert. Ich kann’s nicht genau sagen. Jetzt arbeitet sie alleine, jettet durch die Staaten, ist immer unterwegs. Sie hat damals schon wenig geschlafen, aber ich glaube, jetzt bekommt sie gar kein Auge mehr zu mir. Momentan ist sie wohl in Montana, aber ich weiß nicht, woran sie gerade arbeitet, wenn ich ehrlich bin.«



    Familienangehörige
    » Vater: County Sheriff Morris Walters
    » Mutter: Elaine (geb. Banner) Walters (†)
    » Ehepartner: Dr. John Jameson
    » Geschwister: keine
    » Kinder: keine
    » Cousin: Dr. Robert Bruce Banner
    » Weitere: keine


    Beziehungsstatus
    » verheiratet, Scheidung in Gange, getrennt lebend

    » Mein Mädchen? Mit dem habe ich lang nich mehr gesprochen. « Wahrscheinlich ist es Einbildung, aber County Sheriff Morris Walters Augen wirken gleich eine Spur trauriger, als er über seine einzige Tochter erzählen muss. » Jennifer war schon immer zurückhaltend. Das hat sich nicht geändert, als wir Elaines Neffen häufiger zu Besuch bei uns hatten, Bruce. Wir - meine Frau und ich - dachten, das würd ihr guttun, sie schien immer ein bisschn Probleme mit Gleichaltrigen zu haben. Mit ihrem Cousin nich, den hat sie wie nen Bruder akzeptiert. Aber mit den anderen Kindern... mh, naja, da wurd es nich wirklich besser. Ich bin ziemlich stolz auf sie, müssen Sie wissen - wer hätt schon ahnen können, dass eine Walters mal auf diese UCLA-Universität geht! Die Klugheit muss sie von ihrer Mutter haben. Elaine war... sie war wundervoll. Als sie bei diesem Autounfall ums Leben gekommen is, hat sich Jennifer ein paar Tage weggeschlossen. Mein Mädchen, mein armes Mädchen. Sie hat nie mit mir darüber gesprochen, auch wenn ich sie gebeten oder ihr gedroht hab. Das is ihre Art, mit Dingen fertig zu werden - sie macht sie mit sich selbst aus. Und das is in Ordnung, wissen Sie, weil... in Jennifer ein starker Mensch steckt. Irgendwo, ja. Und sobald sie den gefunden hat, meldet sie sich bestimmt auch öfter. Solange schneid ich Zeitungsartikel aus, in denen ich ihren Namen find, und versuche, weiter zu machen. Falls sie doch mal zurück zu ihrem alten Herren kommt, mein ich. « Er lächelt, aber er sieht traurig aus. Nach einer langen Stille faltet er schließlich die rauen Hände übereinander, seine Lippen wirken eine Spur härter, nicht verkniffen, aber kontrolliert. » Sie hat mir erzählt, dass sie Bruce erkannt hat. Wissen Sie, das Mädchen liebt ihn. Irgendwie. Uns war nie klar, dass ein Geschwisterkind ihr guttun würde - wir waren eben immer nur drei. Bis wir Bruce häufiger zu Besuch da hatten. Sie hat ihn immer bewundert, sie hat... ach, ich möchte nich schlecht über den Neffen meiner toten Frau sprechen. Das gehört sich als Witwer nich. Aber ich sag's Ihnen mal so - Jennifer wäre letztenendes glücklicher aufgewachsen, wenn sie Bruce nie kennen gelernt hätte. Sie hat alle Freunde durch ihn verloren, er war ein lieber Junge, aber immer etwas sonderbar. Und Jennifer wurde da irgendwie mit reingezogen. Da is sie bis heute nich raus. Ich meine, es ist gut, dass er irgendwie untergetaucht gewesen is. Aber Jennifer hat sich in den Kopf gesetzt, ihn zu finden. Das kann nich gut enden. Aber was will man machen, ich kann ihr ja auch nichts mehr sagen. «



    Rasse
    » Mensch


    Kräfte
    » keine


    Fähigkeiten
    » wach bleiben


    » Ihre Beziehung zu ihrem Cousin? « Ein kurzes Schweigen, während John Jameson über seine noch-Frau nachdenkt. Man sollte meinen, in immerhin fünfeinhalb Jahren Ehe hätte er sie das gefragt. » Ihre Familie ist nicht besonders groß... ich hatte nie den Eindruck, dass sie so der Familien-Mensch ist. Verrückt, wenn ich drüber nachdenke, weil… so wenig sie ihre Verwandten interessiert haben, umso interessierter war sie am Verschwinden von Bruce Banner. Das ist ihr Cousin. Ich hab’s zuerst nicht geschnallt, aber mittlerweile erinnere ich mich daran, dass auf der Hochzeit über ihn gesprochen wurde. Weil er gefehlt hat, weil man keinen Kontakt zu ihm hatte, hauptsächlich. Jenny hat nie was davon gesagt, dass er… besonders ist. Wenn ich drüber nachdenke, wusste sie’s wahrscheinlich selber nicht. «



    » Es gibt Menschen, die sind ihr ganzes Leben über unsichtbar. Mit solchen Leuten gehst du studierst du jahrelang, ohne dass du’s richtig mitkriegst, und wenn du sie bei der Abschiedsfeier siehst, fragst du dich, ob ihr jemals einen Kurs zusammen hattet. Jen Walters ist eine von ihnen. « Paul Jameson ist schiebt ein Foto über den Tisch. Auf dem Bild: eine junge, blasse Frau, gelassene Haltung, einen Arm um die Taille eines Mannes gelegt, in der anderen Hand eine Zigarette, die unauffällig qualmt. Sie lächelt sanft, ihr Blick auf etwas schräg über der Kamera gerichtet. Der stattliche, sichtlich ältere Mann neben ihr lacht scheinbar laut und mit offenem Mund, seine einst wohl frisierten Locken stürmisch zerzaust, einen Arm eng um ihre schmalen Schultern geschlungen, den anderen zur Kamera gehalten, sodass man den Ring an seinem Finger erkennen kann. » Ich habe sie nie so entspannt gesehen, wie in der Zeit, in der sie mit John verlobt war. Zwei vielschichtige, leidlich intelligente Menschen, die einen ruhigen, liebevollen Umgang miteinander hatten. Zwei wahnsinnig schlechte Verlierer, die ihren kompletten Ehrgeiz in eine Sache investieren, wenn sie sich erstmal fest gebissen haben. Das hat sich bei Jen wohl gehalten. Mein Bruder war leider nur bei seiner Arbeit derartig fokussiert. …Ich weiß nicht, wie schnell nach der Hochzeit er sie betrogen hat, aber als Jen davon Wind bekommen hat, versuchte sie es unter den Teppich zu kehren. « Paul zieht das Foto ein Stück zu sich und betrachtet es gedankenversunken, beinahe –verloren. » Ich glaube, sie denkt, dass sie alles alleine schaffen muss. Sie wird nicht gerne unterschätzt – weil sie eher die kleinere, dünnere Sorte Frau ist, bedeutet das nicht automatisch, dass sie zu den Schwachen gehört. Ich wollte mit ihr über die Scheiße sprechen, die John verzapft hat, aber sie hat immer wieder abgeblockt. Irgendwann hat sie mir mal gesagt, ihr Vater hat zeitlebens versucht, ein aufrichtiger Mensch zu sein – und sie würde das gleiche wollen. Was das damit zutun hat, dass sie sich auf niemanden verlassen kann, verstehe ich selber nicht. Jen hat nicht viele Freunde, weißt du… irgendwie kommt man nur schwer an sie ran, wenn man sie erstmal wahrgenommen hat. Ihre Hartnäckigkeit, mit allem selbst fertig zu wollen, macht sie grau. Sie wirkt kalt, unberührt, irgendwie… gnadenlos. Dabei hat sie ein wahnsinnig schönes Lachen, einen angenehmen, leicht ironischen, aber nicht verletzenden Humor. Irgendwo ist sie wahrscheinlich immer noch das kleine Mädchen, von dem mir County Sheriff Walters auf der Hochzeit erzählt hat – ich konnte es sehen, in der Zeit, in der sie wirklich glücklich war, anstatt nur völlig verbissen darauf hin zu arbeiten. «

    STÄRKEN
  • intelligent
  • höflich
  • sachlich
  • ehrgeizig
  • konzentriert
  • verlässlich
  • beherrscht
  • ehrlich
  • fleißig
  • loyal
  • fair
  • geistig ausdauernd
  • anerkennend


  • » Ich hab mich das ein oder andere Mal gefragt, ob Jen wohl übernatürliche Kräfte hat – wenn sie plötzlich wieder mit einer Hausarbeit fertig ist, obwohl wir die in vier Wochen abgeben mussten. Oder wenn sie plötzlich Details über etwas wusste, von dem ich mir gerade mal einen Vorbericht durchgelesen hatte. « Paul Jameson lacht leise. » Aber nein, sie ist ein ganz gewöhnlicher, fleißiger Mensch. Wie du und ich. Sie macht Nächte durch, aber du siehst es ihr an. Sie hackt sich die Finger auf ihrer Laptoptastatur kaputt, ihre Rücken wird krumm, ihre Augen werden schlecht. Sie ist klug, ja, sie ist ehrgeizig, ja, aber es wird immer irgendwen geben, der schneller, besser, gründlicher ist als sie. So ist das, wenn man zu den „Gewöhnlichen“ zählt, nicht wahr? «

    SCHWÄCHEN
  • zurückhaltend
  • kalt
  • oberflächlich
  • verbissen
  • nachtragend
  • perfektionistisch
  • feindselig
  • übermüdet
  • ungesund lebend
  • verkrampft
  • abgestumpft
  • ungeduldig
  • unehrlich gegenüber sich selbst
  • verspannt
  • schlechte Verliererin
  • gestresst


  • VORLIEBEN
  • schwarzer Tee
  • Zigaretten (Camel)
  • Gewitter
  • lesen
  • gewonnene Fälle
  • Spitzenunterwäsche
  • ihren Laptop
  • ihre Arbeit
  • Nagellack
  • Handfeuerwaffen
  • Grunge
  • Beweismaterial
  • offene Haare
  • Zurückgezogenheit
  • Stille
  • Nächte durcharbeiten
  • Lavendel
  • starker Wind
  • Glühwürmchen
  • Melancholie


  • ABNEIGUNGEN
  • Verlieren
  • Lärm
  • Sonne
  • lange Telefonate
  • Schnüffler
  • Großstädte
  • "du bist zu dünn"
  • "du arbeitest zu viel"
  • "Jenny"
  • hohe Schuhe
  • ihre aktuelle Situation
  • Vertrauensbetrug
  • Vorwürfe
  • Sport
  • ihre Augenringe
  • Stress
  • Leistungsdruck
  • psychische Klärungsgespräche
  • Aufgeben
  • Spiegel


  • KANN GUT
  • wach bleiben
  • konzentriert arbeiten
  • verdrängen
  • Tee kochen
  • unauffällig bleiben
  • Todesblicke
  • Internetrecherche
  • Gesichter und Stimmen merken
  • mit kleinkalibrigen Waffen umgehen


  • KANN NICHT GUT
  • verzeihen [besonders sich selbst]
  • mit der Sprache rausrücken
  • Kompromisse machen
  • über eigene Gefühle reden
  • "normal" sozial interagieren
  • schreien / singen
  • laut lachen
  • in hohen Schuhen laufen ohne Blasen zu bekommen
  • sich durchsetzen
  • Arbeit von Privatem trennen
  • sich nicht stressen lassen
  • keine Sorgen machen
  • länger als 30 Minuten ohne Zigarette aushalten
  • alles "körperlich" anstrengende
  • vor anderen Menschen essen


  • » Einschränkungen: geringe Körperkraft, kaum physische Ausdauer
    » Krankheiten: untergewichtig, prinzipiell übermüdet, autoaggressiv




    Wichtige Ereignisse
    »Fick dick«, knurrt Jen Walters, als ein dunkelgrauer Wagen eiskalt über den Fußgängerüberweg rast und sie beinahe mitnimmt. Leise. Damit sie keiner der umstehenden Passanten hört – obwohl, die würden ihr ohnehin nicht zuhören. Sie war noch nie eine von denen, die im Mittelpunkt standen, auf die man achtete, denen man auf der Straße hinterher sah. Noch dazu an einem klammen, regnerischen Tag in einer unüberschaubaren Großstadt – hier kümmert sich ja ohnehin jeder nur um sich selber. Jen hasst Großstädte, und sie hasst egoistische Großstadtmenschen. Hassen ist etwas, das man der zierlichen Dunkelhaarigen mit dem steifen Nacken und den angespannt-klauenartigen Fingern erstmal gar nicht zutrauen würde. Sie sieht eigentlich viel zu lieb für so etwas aus, und außerdem redet sie nicht besonders viel, nicht besonders intensiv und nicht besonders laut. Man könnte Jen Walters für schüchtern halten. Aber sie ist nicht schüchtern. Sie ist zurückhaltend. Und das ist ja wohl etwas völlig anderes.
    Es ist irgendwie nicht ganz klar, ob man sie für älter oder jünger schätzen sollte, als sie eigentlich ist. Richtig wie 33 Jahre sieht Jen Walters nicht aus - zu klein, zu mädchenhaft. Obwohl sie sich nicht einmal mädchenhaft gibt, sondern eher grau. Ihre Fingernägel, meistens dunkel lackiert, stinken nach dem Rauch der Camel-Zigaretten, von der sie manchmal eine Schachtel nach der anderen raucht. Ihre Füße tun weh in den engen Schuhen mit den hohen Absätzen, ihre Augen sind rötlich vom Computerlicht, ihre Haare fühlen sich so streng nach hinten gebunden falsch an. Die tiefen Schatten unter ihren Augen machen sie älter, ihre Größe, ihre Figur, ihr gesamtes Auftreten irgendwie jünger. Vielleicht könnte man sich ja auch einfach darauf einigen, dass Jen Walters 33 Jahre alt ist.

    Früher war das anders. Früher haben die Leute sie angelächelt, wenn sie die Straße herunter spaziert ist, ein Kleid mit Blümchenmuster, ein weiches Schmunzeln auf den Lippen. Der Mann am Zeitungsladen hat ihr immer mal Schokolade oder Kaugummis geschenkt, oder die Glitzerspangen, die es bei einer Kinderzeitschrift als Extra gab. Die Jungs haben nie schlecht über sie geredet. Die Mädchen auch nicht. Die Erwachsenen erstrecht nicht. Mit Erwachsenen hat sich Jen eigentlich immer gut verstanden. Ihr Vater, County Sheriff Morris Walters, war schon immer ein geduldiger und führsorglicher Mensch. Er sagte einmal zu seiner Tochter, dass er alles dafür tun würde, um ein aufrichtiges Leben zu führen. Das versucht er noch immer, auch nachdem seine Frau Elaine - Jens Mutter - bei einem Autounfall ums Leben gekommen war.
    Als Jen anfing, Kurt Cobain zu hören, lebte sie schon gar nicht mehr am Rand von L.A. - da war sie mit ihren Eltern schon nach Ohio gezogen. Das war eine Weile nachdem Bruce immer häufiger zu Besuch gekommen war - Bruce, ihren Cousin. Bruce, der so gar nicht zu dem kleinen Everybodys-Darling passen wollte, das Jen gewesen war. Bruce, den Jen schon immer "Doc" genannt hatte, und der der einzige gewesen war, der sie nicht ein einziges Mal "Jenny" nannte.
    Plötzlich waren die Jungs nicht mehr ganz so nett zu Jen. Die Mädchen wollten sich nicht mehr abends mit ihr treffen, um sich gegenseitig die Nägel zu lackieren. Man blieb freundlich zu Jen Walters, aber gleichzeitig begegnete man ihr mit Argwohn. Sie kümmerte sich kaum darum, vorher hatte ja auch alles wie selbstverständlich funktioniert. Aber Bruce – Bruce mochte in der Nachbarschaft eben niemand. Außer seiner Cousine. Der merkwürdige Bruce Banner – achja, und das ist seine Cousine. Die ist irgendwie auch komisch, schließlich ist sie mit ihm verwandt. Und seht mal, wie sie nebeneinander herlaufen, den ganzen Weg, ohne ein Wort zu wechseln. Da kann doch was nicht stimmen. Dass Bruce komisch guckt, ist schon aufgefallen. Will der eigentlich Streit?! Die Kleine ist bestimmt genau so schlimm, die tut nur freundlich. Ja, schließlich sind die verwandt. Ihre Eltern fragten ihn, woher er die Schrammen hatte, und Bruce log. Jen konnte sehen, dass sie es taten - manchmal wusste sie es sogar, weil sie zufällig hatte zusehen müssen, oder die Jungs es ihr sogar erzählten. Trotzdem verriet sie ihren Cousin nicht - und heute tut ihr das Leid. Jen Walters war scheinbar nie ein besonders mutiges Mädchen gewesen.
    Sie besaß einen gewissen Ehrgeiz. Ihre Eltern sagten, sie könnte es zu etwas bringen. Bruce sagte das auch - manchmal, leise, am Telefon. Sie wusste nie genau, wo er war. Aber Jen Walters fragte nicht nach so etwas. Manchmal weinte sie, wenn er auflegte, nachdem sie ihn stundenlang über die Leitung angeschwiegen hatte. Immer, weil sie sich nicht traute, zu sagen, was sie dachte. Was sie eigentlich sagen wollte.

    Auf der UCLA lernte Jen Walters Paul Jameson kennen. Und über den dessen älteren Bruder, John. John war Doktor. Auf dem Papier. Offiziell. Ein richtiger Doktor. Manchmal gab er Vorlesungen an Jens Uni, aber nicht in ihrem Fach. Trotzdem setzte sie sich zwischen die Mediziner, anstatt in ihren Gesetzesbüchern zu blättern. Warum Jen Walters Anwältin werden wollte? Man konnte viel lesen. Man konnte viel lernen. Und vielleicht würde sie sich dadurch irgendwann trauen zu sagen, was sie dachte.
    John Jameson sagte immer, was er dachte. "Ich denke", hatte er gesagt, nachdem er anderthalb Jahre mit ihr ausgegangen war, "ich denke, wir sollten heiraten, Jenny." Sie hatte es nie gemocht, dass er es Jenny nannte, aber gesagt hat sie ihm das nie. Wenn sie jetzt daran denkt, weiß sie, dass sie es gehasst hat. Genau so, wie sie heute John hassen will, der sie betrogen hat. Mehrmals. Einmal sogar mit Pauls Verlobten, Angelica. Sie hasst an John, dass er nie Zeit für sie hatte - auch nicht, als ihre Mutter starb. Auch nicht, als ihr Cousin sich nicht mehr meldete - nach vier Monaten, nach acht Monaten, nach zwei Jahren. Jen Walters wurde grau. Sie fing an, hohe Schuhe zu tragen, obwohl sie diese hasste. Sie fing an zu rauchen, und zu trinken, obwohl Alkohol ihr noch nie wirklich bekam. Sie fing an, die Nächte lang nach einem einzigen Wort zu googlen, als ob es ihr dabei helfen könnte, ihren Fall doch noch zu gewinnen. Irgendwie wurde Jen Walters gut darin, zu gewinnen. Im Job, nicht im Leben. Also konzentrierte sie sich eigentlich nur noch darauf.
    Jetzt sagt Jen Walters, was sie denkt. Leise. Beinahe ausdruckslos. Beinahe kalt. Jen Walters ist nicht gut darin, zu vergeben.

    Aber Bruce würde sie vergeben, wenn sie ihn denn endlich finden würde. Die Geschehnisse in New York sind verwirrend. Sie passen nicht in eine rationale Welt, eine Welt, die von Beweisen lebt - in Jens Welt. Jedes Paradoxum, mit dem die Menschen nicht gerechnet hatten, braucht für sie eine dreifache Bestätigung. Wenn sie darüber nachdenkt, bemerkt Jen aber, dass es ihr eigentlich egal ist. Es ist egal, ob ihr Mandant ein Kerl ist, dessen Haare zu Ranken werden könnten. Es ist Jen egal, ob es eine parallele Welt zu ihrer gibt, aus der ein Mann mit einem Hammer und ein Mann mit einem Ziegenhorn-Helm zu ihnen kommen, solange die sich nicht in ihre Angelegenheiten einmischen.
    Aber Bruce ist ihr nicht egal. Bruce, der zu einem großen, grünen Wesen wird, das gar nicht zu ihm passen will. Also trifft Jen Walters einen Entschluss: sie muss ihren Cousin finden. Um das erste Mal wirklich zu sagen, was sie denkt.




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    » Àstrid Bergès-Frisbey


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    BeitragThema: Re: S.H.I.E.L.D. // Marvelous // Worlds Collide // Avengers Academy - Jennifer Walters.   

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    S.H.I.E.L.D. // Marvelous // Worlds Collide // Avengers Academy - Jennifer Walters.

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